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MU-MIMO-Router

TP-Link hat einen Router vorgestellt, der per Multi-User-MIMO mehrere Clients simultan mit Daten versorgt. Der VR2600v soll im vierten Quartal in den Handel kommen, die Spezifikationen können sich laut TP-Link noch ändern.

Den Herstellerangaben zufolge soll er bis zu vier Clients parallel nach dem Funkstandard IEEE 802.11ac mit je 433 MBit/s brutto im 5-GHz-Band beliefern. Denkbar wäre auch, dass er zwei Clients bei maximal 867 MBit/s brutto anbindet.

An einen einzigen Client überträgt der Router per Single-User-MIMO im 5-GHz-Band bis zu 1733 MBit/s brutto über vier räumlich voneinander unabhängige Streams (4-Stream-MIMO). Für das 2,4-GHz-Band nennt der Hersteller eine maximale Übertragungsrate von 800 MBit/s brutto. Diese Geschwindigkeit erreichen WLAN-Basen, indem sie die im 2,4-GHz-Band nicht standardisierte Modulation QAM256 verwenden. Nach dem IEEE-Standard 802.11n bringen es 4-Stream-Geräte in diesem Band höchstens auf 600 MBit/s brutto.

Den Kontakt mit dem Internet stellt der VR2600v über ein Vectoring-fähiges VDSL-Modem mit bis zu 100 MBit/s her. Die eingebaute IP-Telefonanlage koppelt sechs DECT-Handgeräte drahtlos und zwei analoge Telefone über RJ11-Buchsen an. Mit dem LAN kommuniziert der Router über vier Gigabit-Anschlüsse. Über zwei USB-3.0-Ports lassen sich USB-Modems, externe Speicher oder auch Drucker anschließen. Die beiden letztgenannten stellt der TP-Link auf Wunsch im LAN bereit. Einen Preis hat der Hersteller noch nicht bekanntgegeben. (fkn@ct.de)

AVMs Neuigkeiten zur IFA

Der Berliner Netzwerkausrüster AVM hat drei neue Geräte angekündigt, die er im September auf der IFA an Berlin zeigen will. Die zwei neuen Powerline-Adapter 1220E und 1240E übertragen nach dem Standard HomePlug AV2 bis zu 1200 MBit/s brutto über die Stromleitung. Der 1220E besitzt zwei Gigabit-Ethernet-Ports, dem 1240E hat AVM nur eine Gigabit-Schnittstelle spendiert. Letzter enthält jedoch zusätzlich einen WLAN-Access-Point. Dieser überträgt nach dem Funkstandard IEEE 802.11n bis zu 300 MBit/s brutto im 2,4-GHz-Band. Er lässt sich ergänzend zu einem WLAN-Router nutzen. Der Cross-Band-fähige Fritz-WLAN-Repeater 1160 erhöht die Reichweite von Funknetzen im 2,4- und im 5-GHz-Band. Dazu verbindet er sich auf Router-Seite mit WLAN-Funkzellen und spannt auf Client-Seite eigene Funknetze zur Erweiterung auf. Für beide Zweige setzt das Gerät verschiedene Bänder ein (Cross-Band). Unter Einsatz der Technik verdoppelt sich annähernd der Durchsatz, da Pakete nicht mehrfach über dasselbe Band gesendet werden müssen. Im 5-GHz-Band überträgt das Gerät gemäß IEEE 802.11ac bis zu 867 MBit/s brutto (2-Stream-MIMO), im 2,4-GHz-Band erreicht es nach IEEE 802.11n maximal 300 MBit/s brutto.

AVM 1160 will den Fritz-WLAN Repeaterim 3. Quartal 2015 auf den Markt bringen, die beiden neuen Fritz-Powerline-Adapter sind für das 4. Quartal vorgesehen. Die Fritzbox 7430 ist ab sofort für 129 Euro erhältlich, die schon zur CeBIT vorgestellte Fritzbox 6820 LTE soll im 4. Quartal in den Handel kommen.

Zusätzlich zu den Geräten hat AVM die Version 6.30 seines Router-Betriebssystems FritzOS veröffentlicht. Die neue Firmware soll unter anderem den Umstieg auf All-IP-Telefonie erleichtern. Außerdem unterstützt FritzOS jetzt den in G.INP definierten Retansmission-Mechanismus. Er soll Störimpulse besser kompensieren. Solche Funktionen hat AVM erstmals in der Labor-Firmware 6.25 implementiert. (fkn@ct.de)

Schlaue Steckdose mit WLAN

Trendnet erweitert sein Angebot an schaltbaren Steckdosen um ein Gerät mit integriertem WLAN-Repeater. Der THA-103AC verbindet sich wahlweise mit Funknetzen im 2,4- oder im 5-GHz-Band und erhöht deren Reichweite. Er verbindet sich mit WLANs auf einem Funkband und spannt Funkzellen in beiden Bänern auf. Im 2,4-GHz-Band funkt das Gerät gemäß der Funknorm IEEE 802.11n mit maximal 300 MBit/s, im 5-GHz-Band kommt es nach IEEE 802.11ac auf bis zu 433 MBit/s brutto. Er funkt in diesem Band jedoch nur auf den Kanälen 36 bis 48. Um auf den hohen Kanälen zu funken, würde er DFS und TPC benötigen. Die einzelne eingebaute Steckdose lässt sich über eine App für Android und iOS lokal im Netz sowie aus der Ferne per Cloud-Anbindung an- und abschalten. Optional funktioniert das auch nach einem Zeitplan. Zudem ermittelt die App die Leistungsaufnahme des an die Dose angeschlossenen Geräts. Trendnets App-schaltbare Steckdose mit Repeater kommt im August für rund 85 Euro in den Handel. (fkn@ct.de)

WLAN-Brücke

Mit zwei WLAN-Brücken des Typs P300 von Ruckus Wireless lässt sich eine Netzwerkverbindung zwischen Gebäuden herstellen (Point-to-Point-Verbindung). Das Gerät überträgt gemäß dem Funkstandard IEEE 802.11ac bis zu 867 MBit/s brutto über zwei Streams. Die interne Antenne sendet gerichtet mit 14 dBi Antennengewinn bei einem Öffnungswinkel von 30 Grad. Alternativ lassen sich zwei Antennen mit N-Steckverbindern anschließen. Bei Sichtkontakt überbrückt das Gerät laut dem Hersteller eine Distanz von maximal 12 Kilometern. Es soll eine Übertragungsrate von 100 MBit/s brutto bei einem Abstand von bis zu 8 Kilometern aufrecht erhalten. Das hilft etwa, um Büros oder Schulgebäude anzubinden, bei denen der Anschluss an die Netzwerkverkabelung zu kostspielig wäre. Zusätzlich arbeitet die Brücke auch im Point-to-Multipoint-Betrieb.

Strom bezieht das Ruckus-Gerät über das Ethernet-Kabel nach dem IEEE-Standard 802.3af. Obwohl es maximal 15,4 Watt aufnehmen dürfte, zieht es laut Ruckus lediglich 11 Watt unter Volllast. Für den Außeneinsatz hat der Hersteller der Brücke ein gegen Staub- und zeitweiliges Untertauchen in Wasser (1 Meter Tiefe für 30 Minuten) geschütztes Gehäuse gemäß der Schutzart IP67 spendiert.

Die Verbindung zum LAN erfolgt über einen Gigabit-Ethernet-Port, konfigurieren lässt sich der P300 über ein Webinterface, per SSH, Telnet oder über SNMP v1, 2 oder 3.

Pro Stück verlangt Ruckus 1195 US-Dollar, ein vorkonfiguriertes Gerätepaar kostet 2395 US-Dollar. (fkn@ct.de)

DynDNS mit DNSSEC

Das Berliner Startup-Unternehmen Desec bietet seinen DynDNS-Dienst ab sofort mit DNSSEC an. Der Dienst weist einem Anschluss mit dynamisch wechselnder IP-Adresse einen festen Domain-Namen zu. Damit lassen sich Geräte im heimischen LAN aus der Ferne unter Einsatz von Portweiterleitungen oder Freigaben einfach kontaktieren. Über einen DNSSEC-Resolver lässt sich die DNS-Antwort, also die aktuell der Domain zugeordnete IP-Adresse auf Unverfälschtheit der Nachricht und Authentizität des Absenders prüfen. Das schützt vor Angriffen, bei denen Hacker Anfragen argloser Nutzer auf ihre eigenen Server Umleiten, um etwa Passwörter zu stehlen.

Der unter der URL desec.io zu erreichende DynDNS-Dienst funktioniert auch an Anschlüssen mit IPv6-Adressen. Für Privatkunden kostet er nichts, Geschäftskunden sollen ihn zu speziellen Tarifen buchen können. (fkn@ct.de)

Netzwerk-Notizen

Der Dualband-Breitband-Router R6400 von Netgear überträgt im 5-GHz-Band nach dem Funkstandard IEEE 802.11ac bis zu 1300 MBit/s brutto, im 2,4-GHz-Band erreicht er gemäß IEEE 802.11n höchstens 450 MBit/s brutto. Er soll ab September für 140 Euro erhältlich sein.

Mit TP-Links neuer Firmware für den VoIP-Router VR200v sollen sich beliebige DynDNS-Dienste konfigurieren lassen. Zudem soll sie das WLAN per Zeitplan steuerbar machen, die Fehlerkorrektur G.INP nachrüsten und die Kompatibilität mit VoIP-Anbietern verbessern.

Linksys’ Crossband-fähiger WLAN-Repeater RE6700 erhöht die Reichweite von Funknetzen im 2,4- und im 5-GHz-Band. Gemäß IEEE 802.11n überträgt er maximal 300 MBit/s im 2,4-GHz Band, im 5-GHz-Band erreicht das 120 Euro teure Gerät nach IEEE 802.11ac bis zu 867 MBit/s brutto.

Moxas UMTS-Router WDR-3124A verbindet sich mit dem Mobilfunknetz per HSPA. Das Gerät mit 2 SIM-Karten-Slots kommuniziert zudem per WLAN im 2,4- und im 5-GHz-Band gemäß IEEE 802.11n bei bis zu 300 MBit/s brutto. Einen Preis hat der Hersteller nicht genannt.

Telefonica verkauft insgesamt 7700 Mobilfunkstandorte an die Telekom als Teil der Eingliederung des E-Plus-Netzes.

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