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LibreOffice in Details verbessert

In der Version 5.0 der freien Bürosuite sind spektakuläre Neuerungen ausgeblieben, die Entwickler haben aber viele Details verbessert und Fehler beseitigt. Das neue Icon-Set Breeze mit filigraneren und weniger bunten Symbolen lässt die Oberfläche moderner erscheinen, man muss es aber von Hand aktivieren. Zahlreiche Dialoge wurden überarbeitet, sodass sie weniger Platz auf dem Bildschirm belegen. Neue Import-Filter lesen Pages- und Numbers-Dateien vom Mac. Den schon seit LibreOffice 4.2 vorhandenen Keynote-Filter und auch die für Microsofts aktuelle Dateiformate haben die Entwickler verbessert.

Zu den Neuerungen gehört eine erweiterte Autokorrektur, die zusätzliche Kürzel für Emojis unterstützt: Tippt man beispielsweise „:Giftstoffe:" ein, ersetzt sie den Text durch ein Totenkopfsymbol. Die überarbeitete Seitenleiste erleichtert die Auswahl von Formatvorlagen, indem sie diese jetzt als Vorschau anzeigt. In Textdokumenten, Tabellen und Präsentationen lassen sich Bilder nun direkt zuschneiden. Calc vereinfacht in Tabellen Bezüge auf komplette Spalten oder Zeilen durch die Referenzen „A:A“ und „1:1“ anstelle der bisher nötigen Referenzen „A1:A1048576“ und „A1:AMJ1“. Die alten Referenzen werden in der Datei weiterhin gespeichert, sodass die Tabellen zu früheren Calc-Versionen kompatibel bleiben.

LibreOffice 5.0 steht für Windows, Linux und OS X zum Download bereit. Für den Einsatz in Firmen empfiehlt das Team, bis zum Erscheinen der ersten Bugfixes das bewährte LibreOffice 4.4.5 einzusetzen. (db@ct.de)

Medienverwaltung Cumulus mit Mobilanschluss

Mit der neuen Version X bekommt die für Unternehmen entwickelte Medienverwaltung Cumulus zwei mobile Komponenten: eine iOS-App namens Cumulus Mobile sowie die Web-Anwendung Cumulus Portals zur Veröffentlichung und Vermarktung des Contents im Web.

iPhone- und iPad-Besitzer können mit Cumulus Mobile lesend und schreibend auf die Datenbank zugreifen, also etwa Bilder markieren, kommentieren oder herunterladen. Cumulus Portals bietet nur Lesezugriff: Kunden können nach Inhalten suchen, sie im Warenkorb sammeln und in ihrem bevorzugten Format herunterladen. Mit Portals sollen sich öffentliche und nichtöffentliche Kataloge einrichten sowie Suchfilter vorkonfigurieren lassen. Metadaten werden wahlweise ausführlich oder in Kurzfassung angezeigt.

In der Hauptanwendung hat Hersteller Canto die Programmierschnittstelle verbessert, um andere Unternehmensanwendungen zu integrieren. Der Server sowie die Portals-Anwendung laufen unter Windows, OS X und Linux, der Desktop-Client unter Windows und OS X. Eine Lizenz für die Anwendung im Unternehmensbereich kostet ab 30 000 Euro, dazu kommen individuelle Leistungen und Wartung. Genauere Preise kalkuliert der Hersteller auf Anfrage. (atr@ct.de)

Letztes Camera-Raw-Update für Photoshop CS6

Adobe hat das letzte Camera-Raw-Update für Photoshop CS6 angekündigt. Sämtliche Rohdatenformate, die vom kommenden Camera Raw 9.1.1 nicht unterstützt werden, können mit Photoshop CS6 nicht mehr direkt geöffnet werden. Zunächst betrifft das vor allem CS6-Anwender, deren frisch erworbene Kamera im letzten Update nicht berücksichtigt wird. Sie haben folgende Alternativen:

– Konvertierung von Raw in DNG mit Adobes DNG-Konverter: DNG-Raw kann mit beliebigen Camera-Raw-Versionen bis zu Photoshop CS2 oder Lightroom 1.0 bearbeitet werden.

– Nutzung eines alternativen Raw-Konverters wie Capture One, DxO Optics Pro oder Adobe Lightroom zur Konvertierung in ein RGB-Format und anschließender Import in Photoshop CS6. Lightroom ist in der aktuellen Version 6 noch als Dauerlizenz erhältlich. Fraglich ist, wie lange Kauflizenzen noch angeboten werden.

– Umstieg aufs Creative-Cloud-Abomodell. Das günstigste Creative-Cloud-Abo kostet jährlich 144 Euro und besteht aus Photoshop, Lightroom sowie Lightroom mobile. Wer das Abo beendet, kann seine Werke danach allerdings nicht mehr mit Photoshop bearbeiten. (atr@ct.de)

Modularer PDF-Editor

Der kanadische Hersteller Lulu Software hat die Version 7.3 des PDF-Erzeugers und Editors Soda PDF herausgegeben. Sie ist zu Windows 10 kompatibel, beseitigt zahlreiche Fehler und bringt einige neue Funktionen mit. So lässt sich die Historie der benutzten Dateien jetzt mit einem Mausklick löschen; beim Einfügen von Bildern kann man nun mehrere Dateien auswählen. Laut Hersteller behebt Version 7.3 auch Abstürze, die beim Vorgänger unter anderem beim Erzeugen sehr großer Dateien auf PCs mit mehr als 2 GByte RAM auftreten.

Die Basisversion von Soda PDF ist kostenlos erhältlich und lässt sich durch kostenpflichtige Zusatzmodule erweitern, zum Beispiel für jeweils 30 Euro um Texterkennung oder Editierfunktionen für bestehende PDF-Dateien. Soda PDF 7.3 ist für Windows ab XP und für OS X ab Version 10.5 erhältlich.

(db@ct.de)

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