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Mozilla kritisiert Microsoft wegen Standard-Browser-Auswahl

Mozilla-Chef Chris Beard kritisiert in einem offenen Brief an Microsoft-CEO Satya Nadella, dass beim Update auf Windows 10 die Einstellung des Standard-Browsers überschrieben wird. Wer sich also bisher für Firefox entschieden hatte, muss diese Wahl nach der Installation erneut treffen.

Für einen Wechsel des Standard-Browsers sind mehr als doppelt so viele Klicks nötig als in vorigen Windows-Versionen, bemängelt Beard. Zudem müssen sich die Nutzer durch viele Einstellungen scrollen – dies erfordere eine gewisse „technische Raffinesse“. Für den Wechsel ist ein Ausflug in die Einstellungen des Betriebssystems nötig. So möchte Microsoft die Sicherheit verbessern und Missbrauch verhindern.

Als Reaktion auf die Vorwürfe erklärte Microsoft, dass Windows 10 einen einfachen Upgrade-Prozess biete. Während der Installation könnten Nutzer ihre Standard-Programme auswählen, darunter auch den präferierten Browser. Nach dem Update sei der Wechsel des Standard-Browsers einfach möglich, so ein Sprecher. (dbe@ct.de)

Google-Adsense-Nutzer müssen auf Cookies hinweisen

Nutzer des Werbeprogramms Adsense müssen Website-Besucher aus der EU über die Verwendung von Cookies informieren. Das fordert Google in einer neuen Richtlinie. Wer auf seiner Website Adsense verwendet, muss offenlegen, welche personenbezogenen Daten erfasst, genutzt und weitergegeben werden. Dazu zählt Google auch „verständliche und umfassende Informationen“ zum Einsatz von Cookies und damit verknüpften Daten auf dem Endgerät eines Endnutzers.

Google hat eine Aufklärungs-Website über Cookies eingerichtet (siehe c’t-Link); dort empfiehlt das Unternehmen auch mehrere kostenlose Werkzeuge, mit denen Webmaster eine Abfrage einbinden können, die eine Zustimmung zum Verwenden der umstrittenen Browser-Dateien einholt.

Seine Initiative begründet Google mit den Cookie-Regeln aus der EU-Richtlinie zum Datenschutz in der elektronischen Kommunikation von 2009. In deren Begründung heißt es, dass Website-Besucher so benutzerfreundlich wie möglich über den Einsatz und Ablehnungsmöglichkeiten von Cookies aufgeklärt werden sollten. (Stefan Krempl/dbe@ct.de)

Google: Kein weltweites „Recht auf Vergessen“

Google weigert sich, das in Europa vorgeschriebene „Recht auf Vergessen“ weltweit umzusetzen. „Während das Recht auf Vergessen nun in Europa Gesetz sein mag, ist es global kein Gesetz“, erklärte Google. Damit weist der Suchmaschinen-Riese eine Aufforderung der französischen Datenschutzbehörde CNIL zurück.

Unter bestimmten Bedingungen können europäische Bürger durchsetzen, dass Google einzelne Links aus seiner Suchergebnisliste löscht. Dies hatte der Europäische Gerichtshof im vergangenen Jahr so entschieden. Gelöscht werden aber nur die Einträge in der europäischen Fassung der Suche. Über die Versionen anderer Länder sind die Informationen weiterhin zugänglich. Die CNIL hatte Google Mitte Juni formell aufgefordert, solche Einträge weltweit zu löschen. (jo@ct.de)

Internet-Notizen

Der Sprachassistent Google Now unterstützt nun auch WhatsApp: Der Befehl „Ok Google, send a WhatsApp message to …“ startet das Diktat. Unterstützt werden auch andere Messenger, zum Beispiel Viber und WeChat.

Der hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar geht wegen der Klarnamen-Pflicht formell gegen Facebook vor. Das Netzwerk müsse Pseudonyme zulassen, fordert der Datenschützer.

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