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Plasma Mobile für Smartphones

Auf ihrer diesjährigen Entwicklerkonferenz Akademy haben die KDE-Entwickler eine Variante ihres Plasma-5-Desktops für Mobilgeräte vorgeführt. Plasma Mobile lässt sich mit den Ubuntu-Tools zum Flashen von Ubuntu Phone aufspielen; derzeit läuft das System lediglich auf dem Nexus 5. Wichtige Grundfunktionen wie Telefonie, Internet- und Kamerazugriff sind bereits implementiert; dennoch wird der Einsatz von Plasma Mobile derzeit nur Entwicklern empfohlen. Eine allgemein benutzbare Version stellt das KDE-Projekt für die Akademy 2016 in Aussicht. Plasma Mobile soll zu einer offenen Alternative zu den verbreiteten Mobilbetriebssystemen werden, bei der die Privatsphäre und Freiheit des Anwenders im Vordergrund stehen.

Technischer Unterbau von Plasma Mobile ist Ubuntu Phone. Darauf laufen das GUI-Framework Qt und die KDE Frameworks. Der Display-Manager Wayland steuert die Grafik und bringt die Plasma-Shell aufs Display. Plasma Mobile führt neben KDE- und Qt-Apps auch Apps für Ubuntu Phone aus. (odi@ct.de)

DebConf erstmals in Deutschland

Vom 15. bis 22. August treffen sich Entwickler und Mitwirkende des Debian-Projekts in Heidelberg zur Debian Conference 2015, um die Weichen für die Entwicklung der nächsten Debian-Version zu stellen. Mit über 500 Teilnehmern aus mehr als 50 Ländern wird die DebConf15 das bislang größte Treffen der Debian-Entwicklergemeinde.

An den ersten beiden Tagen laden die Organisatoren zu einem „Wochenende der offenen Tür“, an dem Interessierte das Debian-Projekt und seine Macher kennenlernen können. Auf dem Programm stehen Vorträge zum Debian-Projekt und -Betriebssystem sowie zu freier Software. (odi@ct.de)

OpenGL 4 für Open-Source-Treiber

Verbesserungen an der Grafikbibliothek Mesa 3D bringen OpenGL-4-Hardwarebeschleunigung für die quelloffenen Linux-Treiber. Der Nouveau-Treiber für Nvidia-Grafik beherrscht OpenGL 4.1 ab den Grafikprozessoren der Fermi-Generation, zu der die meisten GeForce-Chips seit der 400er-Reihe gehören. In Sachen Performance kann er allerdings nicht mit den proprietären Treibern von Nvidia mithalten.

Auch der Radeonsi-Treiber für aktuelle AMD-Grafikchips enthält mittlerweile Funktionen für eine vollständige OpenGL-4.1-Unterstützung. Bei Intel-GPUs ist noch mehr Arbeit nötig; die Intel-Entwickler konzentrieren sich derzeit auf die Unterstützung von OpenGL ES 3.1, der OpenGL-Variante für Embedded Systems. (odi@ct.de)

OpenSuse Leap 42.1 mit aktuellem Kernel

Das OpenSuse-Projekt hat den ersten Milestone der kommenden OpenSuse-Version Leap 42.1 veröffentlicht. Mit Leap ändert sich das Entwicklungsmodell der Distribution: Die technische Grundlage liefert Suse Linux Enterprise (SLE), die Rolling-Release-Distribution Tumbleweed steuert aktuelle Anwendungen bei (siehe c’t 17/15, S. 140). Leap soll so die Stabilität und den Langzeit-Support von SLE mit aktueller Software verbinden. Mit dem ersten Milestone hat sich allerdings schon eine Änderung gegenüber dem ursprünglichen Plan ergeben: Er verwendet den aktuellen Linux-Kernel 4.1 an Stelle des älteren Kernels 3.12 von SLE 12.

Die Entwickler planen, Leap 42.1 bis zur Suse-Hausmesse Susecon Anfang November fertigzustellen. Die Distribution soll dann den Gnome-Desktop 3.16, KDE Plasma 5 und Firefox 38 enthalten. Die Portierung der OpenSuse-Programmpakete auf Leap schreitet derweil voran: Über 5600 der rund 7000 Quelltextpakete von OpenSuse 13.2 sind bereits für Leap 42.1 übersetzt. (odi@ct.de)

Red Hat Enterprise Linux 6.7

Mit dem jüngsten Update auf Version 6.7 unterstützt Red Hat Enterprise Linux (RHEL) den Einsatz von SSD-Caches für Festplatten und Netzwerk-Datenträger. Bislang war der Einsatz von LVM Cache als Technology Preview nicht vom Support abgedeckt. Virtuelle Maschinen unter KVM können nun bis zu 240 CPUs ansprechen. Zahlreiche neue und überarbeitete Treiber erleichtern den Betrieb auf aktueller Hardware.

Neu ist die SCAP Workbench, ein grafisches Tool, das die Konfiguration eines Systems nach dem Security Content Automation Protocol (SCAP) auf sicherheitsrelevante Schwachstellen prüft. Clufter ist ein neues Tool, das Cluster-Konfigurationen analysieren und beispielsweise aus dem RGManager in eine Pacemaker-Konfiguration überführen kann. Sein Einsatz wird allerdings noch nicht vom Red-Hat-Support abgedeckt.

Parallel zur Veröffentlichung von RHEL 6.7 hat der amerikanische Open-Source-Spezialist den Webdienst Red Hat Access Insights gestartet. Der Dienst erhält über einen lokalen Client Informationen über das System und weist dann auf potenzielle Probleme hin. Dabei werden auch gleich Lösungsvorschläge geliefert. (odi@ct.de)

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