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Schnellere und robustere Flash-Alternative

Die Entwicklungspartner Intel und Micron kündigen die Speichertechnik 3D XPoint an. Nichtflüchtige Speicherchips mit der neuen Technik sollen ab 2016 in NVMe- beziehungsweise PCI-Express-Speichermedien zum Einsatz kommen, die deutlich schneller arbeiten und mehr Schreibzugriffe vertragen als NAND-Flash-SSDs. 3D XPoint steht somit als neue Speichertechnik zwischen DRAM und Flash. Noch vor dem Jahresende wollen Intel und Micron 128-Gigabit-Chips in Musterstückzahlen liefern.

Angeblich arbeiten 3D-XPoint-Zellen bis zu tausendmal schneller als NAND-Flash und lassen sich bis zu tausendmal häufiger überschreiben. Ob beides gleichzeitig zutrifft oder schnelle Zellen weniger robust sind, ließ Intel offen. 3D XPoint dürfte zunächst in Servern und Storage-Systemen zum Einsatz kommen, in denen man derzeit besonders schnelle und robuste Flash-Beschleuniger verwendet, also NVMe-SSDs oder teure Fusion-io-Karten als Storage-Class Memory (SCM).

Vermutlich handelt es sich bei 3D XPoint um resistives RAM (ReRAM), das wollte Intel aber nicht ausdrücklich bestätigen. Jedenfalls sitzen die eigentlichen Speicherzellen an den Kreuzungspunkten (Crosspoint/XPoint) einer räumlichen Gitterstruktur. 3D XPoint kommt ohne Transistoren aus, was eine hohe Packungsdichte ermöglicht. Zudem lassen sich mehrere Funktionslagen stapeln; die ersten 128-GBit-Chips (16 GByte) weisen zwei Lagen auf.

Auf derselben Die-Fläche wie DRAM soll 3D XPoint die acht- bis zehnfache Kapazität erreichen. Das ist jedoch weniger als bei TLC-NAND-Flash, wo sich derzeit 128 GBit auf circa 1 Quadratzentimeter packen lassen – also ungefähr 16-mal so viel wie bei einem 8-GBit-DDR4-SDRAM, welches nach Schätzungen 0,7 bis 1 Quadratzentimeter belegt. Die Fertigungskosten von 3D XPoint liegen also deutlich niedriger als von DRAM, aber höher als von NAND-Flash.

Samsung hat schon 2012 eine eigene mehrlagige ReRAM-Technik in Aussicht gestellt: Vertical ReRAM, kurz VRRAM. Es soll sich billiger und mit mehr Lagen fertigen lassen als 3D XPoint, aber es sind noch keine Liefertermine bekannt. (ciw@ct.de)

Server-Schränke ferngesteuert entriegeln

Um Unbefugten den Zugriff auf Server zu erschweren, sind die Türen von Racks mit Schlössern gesichert. Diese lassen sich gegen die elektrischen Verriegelungen TZ SlideHandle von Daxten austauschen. Die fernbedienbaren Schlösser mit Sensoren und LEDs bringen einige Vorteile im Vergleich zu mechanischen Schlüsseln: Ein Administrator kann den Zugriff auf einzelne oder mehrere Racks von seinem PC aus freigeben, alternativ oder zusätzlich zur Authentifizierung des Technikers per Smartcard oder RFID-Badge. Die Freigabe lässt sich an vorhandene Identifizierungstechnik koppeln. Ob eine Tür verriegelt, freigegeben oder geöffnet ist, erkennt der Administrator aus der Ferne, aber auch lokal: Die mehrfarbige LED-Anzeige des TZ SlideHandle soll noch aus 30 Metern Entfernung zu erkennen sein.

Die TZ SlideHandles betätigen Schrank-Riegel in Standardbauform, die sich nach einer Vierteldrehung öffnen. Als Aktuator kommt Memory-Metall zum Einsatz, welches mit 3,5 Watt Leistung elektrisch erhitzt wird, um magnetische Störungen zu vermeiden.

Die einfachste Ausführung des TZ SlideHandle kostet 326 Euro. Die Ansteuerung übernehmen Rack-Überwachungseinheiten der Baureihen TZ Praetorian oder TZ Centurion Bridge. Für Stromversorgung und Ansteuerung reicht ein einziges Kabel.

(ciw@ct.de)

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