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Musik-Kultur

http://genius.com

Wirklich bescheiden klingt der Name von Genius nicht; das hat diese Website aber auch nicht nötig. Sie enthält eine umfangreiche Sammlung von Song-Texten und Literatur, die mit Kommentaren und Erklärungen zu einzelnen Zeilen oder Passagen versehen ist. Klickt man zum Beispiel auf die ersten beiden Zeilen von Ed Sheerans „Photograph“, erhält man eine Abhandlung darüber, ob Liebe tatsächlich körperlich verletzen und heilen kann.

Jeder kann sich anmelden und Texte eintippen oder Kommentare schreiben – gern auch mit Bildern und Videos. Sogenannte IQ-Punkte dienen als Belohnungssystem und jeder Teilnehmer kann eine eigene Seite anlegen und Follower werben. Außerdem betreibt Genius ein Forum, in dem über Musik und Literatur diskutiert wird. Noch in der Beta-Phase ist ein Projekt, bei dem Inhalte von Webseiten mit Kommentaren versehen werden. (ad@ct.de)

Wolkengucker

http://cloudreporter.co

Cloudreporter hat ausnahmsweise mal nichts mit den Speicherdiensten zu tun, um die es ab Seite 106 geht. Vielmehr sammelt die Website großformatige Bilder echter Wolken. Die Fotos sind Blog-artig umgekehrt chronologisch sortiert. Zu jeder Aufnahme ist der Zeitpunkt und Ort ihrer Entstehung sowie der Name des Cloudreporters notiert, der sie eingesandt hat. Jeder kann sich an dem Projekt beteiligen. Die Bilder sollten im Landschaftsformat und so hochauflösend wie möglich angeliefert werden. Heftige Nachbearbeitung und ausgefallene Filter mögen die Betreiber der Plattform nicht; sie bevorzugen natürliche Farben. (jo@ct.de)

Datentransformator

https://www.transformy.io

Wenn Sie umfangreiche Tabellen im Textformat bearbeiten wollen, wird das Ordnen, Ändern und Löschen von Spalten und Zeilen schnell zur Sisyphusarbeit. Bei komplexen Umwandlungen können Sie zum Beispiel mit regulären Ausdrücken zu Werke gehen. Allerdings raucht einem dabei schnell der Kopf.

Sie können die Daten aber auch kopieren und in das Eingabefeld bei transformy.io einfügen. Dann zeigen Sie dem Dienst einfach am Beispiel der ersten Zeile, wie das Ergebnis aussehen soll. Nach dieser Vorgabe wandelt er den kompletten Datenbestand um. Das Ergebnis können Sie von der Website zurück in den Editor kopieren und abspeichern. (jo@ct.de)

Daten für Optimisten

http://ourworldindata.org

Früher war alles besser und der Senf gelber. Pustekuchen! Max Roser beweist auf seiner Website Our world in Data das glatte Gegenteil: Uns geht es immer besser. Der Ökonom sammelt Zahlen zu historischen Verläufen und bereitet sie grafisch auf. Seine Grafiken zeigen fast durchweg positive Trends: Gewalt, Hunger und Armut nehmen ab, Gesundheit und Lebenserwartung steigen. Das gilt nicht nur für die Industriestaaten; einer von Rosers Schwerpunkten liegt auf Afrika.

Diese Themen sind in fünf Präsentationen aufbereitet, deren Grafiken mit kurzen englischen Kommentaren versehen sind. Mit Cursor-Tasten und Mausrad kann man darin vor- und zurückblättern. Durch den Klick auf eine Grafik verlässt man die Präsentation und landet auf einer Seite, die das Thema ausführlich mit zusätzlichen Daten behandelt.

Die Datenfülle, die Roser zusammengetragen hat, ist beeindruckend. Während die Präsentationen nur einen Überblick geben, kann man über das Menü rechts gezielt nach Themen wie den Verlauf von Militärausgaben suchen. Erfreulicherweise gibt Roser auch an, woher die Daten stammen. (ad@ct.de)

Beatles-Erbsenzähler

http://wgo.signal11.org.uk

Eine der schönen Seiten des Internet ist, dass sich dort auch für die ausgefallensten Ideen irgendwo auf der Welt Mitstreiter finden. Für die The Beatles Anomalies List zum Beispiel. Die englischsprachige Website hat ihre Ursprünge im Usenet der 90er Jahre, als Michael Weiss in der Newsgroup rec.music.beatles eine Liste mit Anomalien in Beatles-Aufnahmen postete – verpfuschte Songtexte, Töne, die nicht zum Song gehören, und Fehler, die beim Mischen passiert sind.

Es fanden sich Dutzende Mitstreiter, die weitere Anomalien gefunden haben. Über die Jahre ist so eine nach Songtitel und Platten sortierte Sammlung entstanden, in der wohl keine Song-Anomalie mehr fehlt. So haben die Erbsenzähler zum Beispiel in dem Stück „When I’m Sixty Four“ auf der Platte „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ nach zwei Sekunden einen leichten Klick auf dem rechten Kanal ausgemacht. Sie versäumen auch nicht anzumerken, dass dieser Klick auf der später erschienenen Remastered-Version der Platte nicht mehr vorhanden ist. (jo@ct.de)

Hype-Videos

Nur surfen und nur Dirtbike fahren war Robbie „Maddo“ Maddison offenbar zu gewöhnlich, weshalb er beides kombiniert.

https://youtu.be/otUK0hj_ySg (3:59)

Als Kampfsportler muss man nicht groß und stark sein, es genügt eine gute Ausdauer.

https://youtu.be/1ZLN9AzxVa8 (1:54)

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