JavaScript wird erwachsen

Die Neuerungen in ECMAScript 6

Wissen | Know-how

JavaScript riskiert den Sprung auf Version 2.0 und erfährt mit neuen Sprachkonstrukten und vielen sinnvollen Details eine Komplettüberholung. Mit den richtigen Tools lassen sich die Neuerungen schon heute nutzen.

Vor 18 Jahren erschien der erste Browser mit JavaScript. Zur Volljährigkeit bekommt die vielleicht meistgenutzte Programmiersprache vom zuständigen Standardisierungskomitee ein großes Paket mit vielen nützlichen Erweiterungen geschenkt. Die Neuerungen betreffen allerdings nur den Kern der Sprache: ECMAScript. Er umfasst die grundlegenden Sprachregeln und -features, nicht aber die Zugriffsmöglichkeiten auf eine Webseite oder auf andere Geräteschnittstellen.

Die zuständige Arbeitsgruppe, das ECMA Technical Committee 39 (TC39), hat alle Grundsatzfragen geklärt, nur noch an den Details wird gefeilt. Mit der Fertigstellung der ECMAScript-6-Spezifikation ist Mitte 2015 zu rechnen. Damit rückt die Versionsnummer von JavaScript auf 2.0 vor.

Ausprobieren

Da die Browser-Hersteller in TC39 den Ton angeben, lernen die Browser ECMAScript (ES6) ziemlich zügig hinzu. Ein aktueller Chrome oder Opera beherrscht ungefähr die Hälfte des Standards, Firefox etwas mehr, Internet Explorer und Safari liegen geringfügig zurück. In Chrome funktionieren manche Features lediglich, wenn man das Skript mit "use strict"; auszeichnet, andere laufen nur, wenn man explizit auf der Seite chrome://flags die Option „Experimentelle JavaScript-Funktionen aktivieren“ einschaltet. Firefox verlangt bei einigen Neuerungen, das <script>-Tag als type="application/javascript;version=1.8" auszuzeichnen.

All das spräche gegen einen praktischen Einsatz der meisten ES6-Features, aber über einen kleinen Umweg geht es doch: Sogenannte Transpiler wandeln ES6-Code in Standard-JavaScript um (Downloads über den c’t-Link am Artikelende). Das bekannteste Werkzeug dieser Art ist Googles Traceur. Es kann den Code live im Browser konvertieren, aber aus Performance-Gründen empfiehlt es sich, das offline mit Hilfe von Node.js zu erledigen und den entstandenen Code dann als gewöhnliches JavaScript in die HTML-Datei einzubinden. Dieses benötigt zusätzlich eine JavaScript-Bibliothek, die Traceur Runtime. ...

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c't 02/2015, Seite 168 (ca. 5 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Ausprobieren
  2. Let vs. Var
  3. Funktional
  4. String-Theorie
  5. Zahlen
  6. Arrays
  7. Destrukturierung
  8. Objekte
  9. Neue Schleifen
  10. Iteratoren und Generatoren
  11. Buffer
  12. Maps und Sets
  13. Proxy
  14. Versprechen
  15. Symbole
  16. Klassenkampf
  17. Import und Export
  18. Harmonie

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  • Selbst die neuen ES6-Klassen lassen sich bereits in der Praxis einsetzen – wenn man sie mit einem Werkzeug wie Traceur in Standard-JavaScript kompiliert.

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