Beerenpflücker

Selbstbau-Roboter mit Raspberry Pi

Praxis & Tipps | Praxis

Ein Raspberry Pi, selbstgemachte Bauteile und ein paar Standard-Komponenten aus dem Internet genügen, um sich einen per Smartphone und WLAN ferngesteuerten Roboter-Arm aufzubauen.

Moderne Fertigungstechniken und günstige Standardkomponenten wie der Raspberry Pi und diverse Modellbauteile erlauben heutzutage jedermann, sich für wenig Geld einen Roboter selbst zu bauen. Zur Steuerung benutzen Sie die Neigungssensoren und das Touchpad Ihres Smartphones, das über WLAN gekoppelt wird. Dank Auftragsfertigern aus dem Internet und Standard-Software sind dafür weder größere handwerkliche Fertigkeiten noch Programmierkenntnisse erforderlich.

Der von uns entwickelte Roboter-Arm kann aus verschiedenen Materialien gefertigt werden, etwa aus Sperrholz, Acryl, Glasfaser, Kohlefaser oder Aluminium. Handwerklich begabte Sparfüchse können sich die benötigten Bauteile selbst zurechtsägen, viel leichter ist es aber, eine CNC-Fräse zu benutzen. Da das größte Bauteil eine Länge von 25 Zentimetern hat, kommen auch kleine Portalfräsen im A4-Format in Frage. Alternativ suchen Sie sich im Internet einen Auftragsfertiger, der Ihnen die Bauteile anhand von Skizzen aus Acryl, Glasfaser oder Aluminium fräst oder mit einem Laser ausschneidet. Die dafür nötigen Dateien im DXF-Format und eine kleine Auswahl an Fertigungsbetrieben, bei denen Sie die Teile online bestellen können, haben wir Ihnen unter dem c’t-Link am Ende des Artikels bereitgestellt. So gefertigt kostet der Teilesatz ab 50 Euro aufwärts bei Fertigungszeiten von vier bis sechs Wochen, wer es eiliger hat, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen: Aufschläge von 100 bis 150 Prozent sind für Eilaufträge mit Lieferzeiten unter einer Woche keine Seltenheit.

Den Prototypen des Roboter-Arms haben wir innerhalb einer Stunde mit einer Portalfräse aus einer GFK-Platte von 2 Millimetern Stärke gefräst. Aufgrund der unterschiedlichen Fertigungstoleranzen der einzelnen Produktionsverfahren müssen Sie insbesondere die Bauteile des Standfußes und der Basis mit einer Schlüsselfeile nachbearbeiten, da die Verzapfungen sonst nicht passen. Bei der Konstruktion haben wir bei den Verzapfungen bewusst darauf verzichtet, Toleranzen zuzugeben und damit zu riskieren, dass sie bei präziser Fertigung zu locker sitzen. Schraublöcher hingegen haben wir etwas vergrößert, sodass Sie sie im Normalfall nicht nachbearbeiten müssen. ...

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