Was man nicht im Kopf hat

OneNote und Evernote im Vergleich

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Spontane Einfälle, unterwegs aufgeschnappte Ideen, allererste Konzepte oder Skizzen – Informationsschnipsel dieser Art lassen sich mit üblicher Office-Software kaum bändigen. Spezialisten wie die Notizprogramme Evernote und Microsoft OneNote sind gefragt. Beide sind auf Windows, OS X und diversen mobilen Plattformen zu Hause und versprechen, alles festzuhalten, was anderswo unter die Räder käme. Allerdings unterscheiden sich die vielen Versionen im Detail und nicht jede Funktion steht auf jedem Gerät zur Verfügung.

Ständig fallen Unmengen an Merkenswertem an. Es landet auf Schmierzetteln und Haftnotizen, versandet im Posteingang des Mailprogramms, bläst die Favoritenverwaltung des Browsers auf oder versteckt sich als Bild- oder Textdatei irgendwo auf der Festplatte. Klassische Büroprogramme sind mit dem Organisieren des nicht Organisierbaren überfordert. In die Bresche springen das 2008 erschienene Evernote und OneNote, das seit der Version 2007 ein fester Bestandteil von Microsoft Office ist. Evernote ist nicht zuletzt durch seine Apps für Smartphones und Tablets recht bekannt. OneNote tritt erst seit Kurzem aus dem Schatten der bekannteren Office-Komponenten Word, Excel und Outlook, nachdem Microsoft kostenlose Versionen für andere Systeme veröffentlicht hat.

Praktische kleine Notiz-Apps für Smartphones und Tablets gibt es zuhauf. Zur parallelen Nutzung auf Mobilgeräten, PCs und Notebooks eignen sie sich jedoch nicht. OneNote und Evernote sind dagegen für den geräte- und systemübergreifenden Einsatz geeignet, da sie in diversen Programm- und App-Varianten angeboten werden. Der folgende Artikel beleuchtet, wie sich deren Funktionsumfang unterscheidet und welches der beiden Programme sich für welche Art von Einsatz besser eignet.

Chaos und Ordnung

Beide Programme verfolgen grundsätzlich dasselbe Ziel: alles, was sich irgendwie digital festhalten lässt, in virtuelle Notizbücher ablegen. OneNote hält alles auf beliebig großen Notizseiten fest. Hier kann man Inhalte völlig frei in einem Objektrahmen platzieren. OneNote ähnelt damit einem Grafikprogramm. Die Oberfläche der Windows-Version nutzt die für MS Office typische Ribbon-Navigation.

Die Organisation der Notizseiten in beliebig vielen Notizbüchern orientiert sich an einem Ringbuch mit farbigen Einlegern, die hier „Abschnitte“ heißen. Sie lassen sich zu Gruppen zusammenfassen und auf mehreren Ebenen verschachteln. So lassen sich recht komplexe Organisationsstrukturen schaffen. Wer nicht ständig im Vorfeld überlegen möchte, wo eine bestimmte Notiz einsortiert werden sollte, kann aber auch mit wenigen Unterteilungen arbeiten, einfach alles zusammenwerfen und Inhalte über die Suchfunktion wiederfinden. ...

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Was man nicht im Kopf hat

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c't 02/2015, Seite 116 (ca. 5 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Chaos und Ordnung
  2. 7 × Evernote, 8 × OneNote
  3. Annähernd kostenlos
  4. Handschriftliches
  5. Jenseits von Text und Bildern
  6. Suchen und finden
  7. Einwurf von außen
  8. Cloud-Zwang
  9. Teamwork
  10. Fazit

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Weitere Bilder

  • Evernote versucht, trotz kleiner Bildschirme und Touchbedienung den Funktionsumfang auf allen Geräten (im Bild: Android) einigermaßen vergleichbar zu halten.
  • Auf Tablets wie dem iPad erlaubt der größere Bildschirm eine deutlichere Annäherung an die Desktop-Oberfläche. Hier bleibt noch Platz für eine Notizliste mit Vorschaubildern.
  • Das Layout der Windows- und Mac-OS-X-Versionen (im Bild: OS X) erinnert ein wenig an ein E-Mail-Programm – nicht sexy, aber funktionell.
  • Praktisch fürs Meeting: Diskussionen kann man per Audioaufzeichnung mitschneiden. OneNote (hier unter OS X) kann solche Aufzeichnungen mit Textnotizen verknüpfen.
  • Auch auf dem iPad zeigt OneNote Seiten rechts an. Abschnitte lassen sich wie in den Desktop-Versionen oben über farbige Reiter auswählen.
  • Im Vergleich zu der mit MS Office installierten Version fehlen dem kostenlosen OneNote 2013 einige Funktionen. Microsoft hat sich die Mühe gespart, sie aus den Menüs zu entfernen und liefert stattdessen nur eine knappe Fehlermeldung.

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