Höher, schneller, nicht weit her

Was die Geschwindigkeitszusagen von Breitbandanbietern wert sind

Wissen | Recht

In der Werbung für Breitbandanschlüsse überbieten die Provider einander mit Geschwindigkeitsangaben. Kommt die angepriesene Leistung nicht in den eigenen vier Wänden an, stellt sich für Kunden die Frage, wie viel Schwund sie sich gefallen lassen müssen und wie sie sich zur Wehr setzen können.

Breitbandanschlüsse müssen heutzutage Höchstleistung bringen. Immer häufiger wird der gesamte TV-Konsum einer Familie über Webdienste abgewickelt, pro Full-HD-Stream benötigt man beispielsweise bis zu 5 MBit/s. Die Datenrate ist längst das primäre Leistungsmerkmal bei der Auswahl eines passenden Anschlusses. In der Praxis aber kommt die beworbene Höchstgeschwindigkeit häufig nicht beim Kunden an. Laut einer Studie der Bundesnetzagentur erreichen nur gut 75 Prozent der DSL-Kunden überhaupt die Hälfte und gerade einmal 9 Prozent die volle beworbene Bandbreite. Bei Kabelkunden erreichen immerhin 50 Prozent die volle Geschwindigkeit [1].

Bei DSL ist der begrenzende Faktor die Dämpfung des Anschlusses, die aus Länge und Querschnitt der Leitung resultiert. Bei Kabelanschlüssen ist es vor allem wichtig, wie viele Nutzer im gleichen Netzsegment gerade online sind, denn diese müssen sich die verfügbare Gesamtbandbreite von einigen 100 MBit/s teilen. ...

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