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SSD-Nachrüstkit für den Mac Pro

Mit der Aura SSD bringt Hersteller OWC das erste SSD-Aufrüstkit für den Röhren-Mac auf den Markt. Die ersten Versionen unterstützen 1 oder 2 TByte. Modelle mit höherer Kapazität sollen folgen.

Auf den Modulen sitzen vier LSI-Controller vom Typ SF2281, die Marvells 88SE9230-Chip intern zu einem RAID zusammenschaltet. Die SSD-Blades kommunizieren nur über zwei PCIe-Lanes mit dem System und sollen lesend bis zu 730 MByte/s erreichen, schreibend knapp 700. Zum Vergleich: Die von Apple verbauten Samsung-Module nutzen vier PCIe-Lanes und schaffen in der Praxis bis zu 1200 MByte/s. Die 1-TByte-Version der Aura SSD soll laut OWC 900 US-Dollar kosten, die doppelte Kapazität 1480. Die bisherige SSD kann der Nutzer im mitgelieferten USB-3.0-Gehäuse als externes Laufwerk weiternutzen.

Obwohl sich die PCIe-SSDs im neuen Mac Pro mit wenig Aufwand austauschen lassen, fehlte es bisher an passenden Upgrade-Kits für Apples proprietären Steckplatz. Apple selbst bietet als Build-to-order-Option maximal eine 1 TByte große SSD an, die 800 Euro Aufpreis kostet. (bkr)

Datenretter für Yosemite

Alsoft hat die vollständig überarbeitete Version 5 seiner Datenrettungs-Software DiskWarrior veröffentlicht. Sie soll Verzeichnisse doppelt so schnell wiederherstellen als die Vorversion, mehr Daten auf defekten Laufwerken finden und auch Time-Machine-Backup-Medien sowie GUID-Partitionstabellen reparieren können. DiskWarrior 5 lässt sich aus der Recovery-Partition heraus starten, weshalb ein eigenes Start-up-Medium nicht mehr notwendig ist. Das Programm wird auf einem USB-Stick ausgeliefert, der, anders als die bisher gebräuchlichen DVDs, mit dem neuen „Recovery Maker“ an zukünftige OS-X-Version angepasst werden kann. DiskWarrior 5 setzt mindestens OS X 10.5.8 voraus und kostet 120 US-Dollar, als Upgrade ohne Stick 60 Dollar. (jes)

Erste Apps von IBM und Apple

Die im Sommer 2014 angekündigte Zusammenarbeit zwischen IBM und Apple trägt erste Früchte. Die IT-Konzerne stellten gemeinsam entwickelte Enterprise-Apps vor, die sich zunächst auf Branchen wie Banken und Versicherungen, Einzelhandel, Fluggesellschaften sowie Regierungen und Strafverfolgungsbehörden konzentrieren.

Mit „Passenger+“ können Flugbegleiter ihren Passagieren am Sitzplatz Alternativrouten buchen, wenn Verspätungen auftreten. „Retention“ soll Versicherungsvertretern den Überblick über den Kundenstamm erleichtern, indem Formulare etwa offene Zahlungen oder noch fehlende Angaben zentral anzeigen. Polizisten erhalten in „Incident-Aware“ Informationen über die Örtlichkeiten eines Vorfalls und dessen Hintergründe. Alle Apps nutzen von IBM angebotene Cloud- und Big-Data-Analyse-Dienste.

Nach Angaben der IT-Konzerne zählen die Kreditinstitute Citi und Banorte, die Fluggesellschaft Air Canada sowie der US-Mobilfunkanbieter Sprint zu den ersten Kunden. Auch mit deutschen Unternehmen laufen laut IBM-Manager Urs Schollenberger bereits Gespräche. (thk)

Apple-Notizen

Laut einer Statistik von Apple haben bis zum 8. Dezember 63 Prozent der Anwender ihre Mobilgeräte auf iOS 8 aktualisiert. Ein Drittel setzen weiterhin iOS 7 ein. Eine Ursache der im Vergleich zu iOS 7 schleppenden Update-Rate scheint der weiterhin hohe Bedarf an freiem Speicher für die Installation zu sein.

Derzeit bieten diverse Online-Händler Restbestände des iPod classic zu überhöhten Preisen zwischen 500 bis 700 Euro an. Apple hatte Anfang September den länger nicht mehr überarbeiteten MP3-Spieler mit 160 GByte Festplattenspeicher überraschend aus dem Programm genommen. Der Listenpreis lag zuletzt bei 230 Euro.

Apples Sprachassistenzsystem Siri für iOS kennt nun auch in Deutschland das Kinoprogramm in der näheren Umgebung. Eine Übersicht zeigt Kinoplakate samt Altersfreigabe und Beginn der Vorstellung.

Vereinzelte Audio-Produkte des Herstellers Bose sind wieder über Apples Online- und Retail-Stores erhältlich. Im Oktober verschwand dort das komplette Bose-Sortiment ohne Angabe von Gründen. Zuvor gab es mit der Apple-Tochter Beats einen – mittlerweile beigelegten – Patentstreit um eine Technik zur Reduzierung von Umgebungsgeräuschen. Boses Over-Ear-Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung fehlen im Apple-Sortiment weiterhin.

Das knapp 28 MByte große Update auf iOS 8.1.2 behebt ein Problem, das zum Verschwinden gekaufter Klingeltöne führte. Betroffene Nutzer müssen anschließend die Webseite itunes.com/restore-tones aufrufen. Weitere Verbesserungen gab es nicht. Das chinesische Jailbreak-Werkzeug TaiG soll deshalb auch weiterhin funktionieren.

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