Trends & News | News

Radeon-Grafiktreiber mit Downsampling und 5K

AMDs Omega-Grafiktreiber unterstützt Downsampling, verbessert die Blu-ray-Wiedergabe und behebt zahlreiche Fehler, die Nutzer teils über Jahre hinweg nervten. Außerdem soll der Treiber Radeon-Grafikkarten in manchen Spielen und Einstellungen rund 20 Prozent mehr Performance entlocken, bei APUs spricht AMD sogar von bis zu 29 Prozent. Der Omega-Treiber trägt die Versionsnummer 14.12 und unterstützt die Serien Radeon R9, R7 und R5 sowie ältere Radeon-Grafikkarten ab der Serie Radeon HD 5000. Auch die entsprechenden Mobil-Versionen für Notebooks sowie die GPUs der A-Serie-Prozessoren funktionieren mit dem Catalyst 14.12 Omega. Im Gespräch mit c’t erklärte der für den Treiber zuständige Software-Manager Terry Makedon, dass die Entwicklung des Treibers rund acht Monate gedauert habe.

Die wichtigste neue Funktion ist „Virtual Super Resolution“ (VSR) – ein Downsampling-Algorithmus, der ähnlich funktioniert wie Nvidias Dynamic Super Resolution. Aktiviert man VSR, kann man in 3D-Spielen und auf dem Desktop Auflösungen einstellen, die jene des verwendeten Displays übersteigen. Stellt man auf einem Full-HD-Display etwa 3840 × 2160 Bildpunkte (4K) ein, rendert die GPU den Bildinhalt in 4K und skaliert ihn auf Full HD herunter.

Der Vorteil: VSR glättet die Kanten (Supersampling) von 3D-Objekten auch in Spielen, die eigentlich keine oder nur minderwertige Kantenglättung unterstützen. Allerdings kostet VSR viel Leistung und Videospeicher. Im deutschen Treiber schaltet man VSR mit einem Haken vor „GPU-Herunterskalierung aktivieren“ frei.

VSR funktioniert vorerst nur auf den Grafikkarten Radeon R9 285, R9 290 und R9 290X. Laut Terry Makedon sollen später weitere AMD-GPUs unterstützt werden, dies erfordere allerdings aufgrund älterer Display-Engines weitere Treiber-Anpassungen.

Der Omega-Treiber bietet außerdem für Dual-GPU-Gespanne ein verbessertes Frame-Pacing bei bestimmten Spielen, um CrossFire-Mikroruckeln zu reduzieren; etwa bei Batman Arkham Origins, Metro, Tomb Raider, Watch Dogs, Far Cry 3 und Sniper Elite 3. Außerdem unterstützen Radeon-R-Grafikkarten nun auch 5K-Displays mit 5120 × 2880 Bildpunkten bei 60 Hz. Dadurch lässt sich beispielsweise Apples 5K-iMac unter Windows 8.1 in seiner nativen Auflösung betreiben und Dells 5K-Display UltraSharp UP2715K funktioniert mit 60 Hz.

Auch an der Qualität der Video-Wiedergabe hat AMD geschraubt. Blu-rays sollen nun auch mit sehr leistungsschwachen Kombiprozessoren ruckelfrei laufen (auf APUs mit HD-7000-GPUs) und komprimierte Videos weniger Artefakte zeigen. Laut Makedon sorgt eine Kombination der Techniken Fluid Motion Video, Detail Enhancement und Adaptive Upscaling dafür, dass Full-HD-Videos auf Ultra-HD-Displays nah an die Qualität von echten 4K-Videos kommen. Dafür braucht man eine Grafikkarte des Typs Radeon R7 260 oder stärker. (mfi)

Spieler-Grafikkarten für Kompakt-PCs

Die vergleichsweise geringe Leistungsaufnahme der GeForce GTX 970 erlaubt es Herstellern, besonders kurze Varianten der Spieler-Grafikkarte zu entwickeln. Diese eignen sich für kompakte Gaming-PCs und können dank HDMI 2.0 sogar 4K-Fernseher mit 60 Hz anbinden. Selbst für sehr anspruchsvolle Spiele wie Assassin’s Creed Unity bieten die Mini-Grafikkarten genug Leistung und Videospeicher (4 GByte), um die maximale Detailstufe in Full HD ruckelfrei auszugeben. Die GeForce GTX 970 DirectCU Mini von Asus kostet 365 Euro, Gigabytes GeForce GTX 970 Mini nur 315 Euro. Beide Karten sind 17 cm lang, belegen aber zwei Gehäusesteckplätze. Die GeForce GTX 970 Gamer OC von Galax ist 17,5 cm lang und kostet 320 Euro. Alle genannten Karten sind leicht übertaktet. (mfi)

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Anzeige