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Günstige Festplatte mit Shingled Magnetic Recording

Auf Preisvergleich-Webseiten ist die „Archive HDD“ von Seagate in mehreren Kapazitätsstufen zu attraktiven Preisen aufgetaucht. Diese Festplatten sind zwar noch nicht lieferbar, gehören aber zu jenen mit den niedrigsten Kosten pro Bit: Bei der 8-TByte-Version ST8000AS0002 für rund 240 Euro zahlt man etwa 30 Euro pro Terabyte.

Die Sache hat jedoch einen Haken: Die „Archive“-Platten packen mit dem Aufzeichnungsverfahren Shingled Magnetic Recording (SMR) bis zu 1,33 TByte auf jede Magnetscheibe. Dabei schreiben sie Spuren überlappend. Beim ersten Schreiben und beim Auslesen sind dadurch zwar keine Nachteile zu erwarten, aber beim Überschreiben von Daten: Dann müssen mehrere Spuren zunächst eingelesen, gepuffert und dann um die neuen Daten ergänzt wieder geschrieben werden. Als Folge dürfte die Schreibgeschwindigkeit sinken.

Die Archive HDD zielt auf spezielle Storage-Systeme für Cloud-Rechenzentren, in denen dieser Nachteil keine Rolle spielt: Dort geht es um möglichst niedrige Anschaffungs- und Betriebskosten pro Terabyte. Die Archive HDD ist zwar für Dauerbetrieb ausgelegt, aber nicht für ständige Zugriffe: Seagate empfiehlt, nicht mehr als 180 TByte jährlich zu übertragen, also im Mittel weniger als 2 TByte täglich. Die Scheiben rotieren mit 5900 Umdrehungen pro Minute. Die Leistungsaufnahme liegt bei der 4-Scheiben-Version mit 5 TByte bei 3,5 Watt im Leerlauf und 5,5 Watt bei Zugriffen, die 6-Scheiben-Typen (6/8 TByte) sind mit 5 und 7,5 Watt spezifiziert. Die Archive HDD ist mit 4K-Sektoren formatiert (4Kn), also inkompatibel zu älteren Betriebssystemen und Hostadaptern. (ciw)

Entwickler-Plattformen für 48-Kern-ARMv8-Server

Cavium liefert erste Muster des 64-Bit-ARM-Serverprozessors ThunderX aus und bestückt damit auch zwei Systeme, die Software-Entwickler bestellen können. Das ThunderX 1K besteht aus einem Micro-ATX-Mainboard in einem 1-HE-Einschubgehäuse mit aufgelötetem 48-Kern-SoC aus der Familie CN8890. Acht DIMM-Slots sind mit 64 oder 128 GByte DDR3-1866-Speicher in Form von ECC-RDIMMs bestückt. Bis zu vier SATA-Festplatten lassen sich anschließen und es gibt zwei PCIe-3.0-x8-Fassungen.

Die Netzwerkfunktionen des ThunderX sind über drei SFP-Ports zugänglich, zwei für 10-Gigabit-Ethernet (10GbE) und einer für 40GbE. Der Baseboard Management Controller (BMC) Aspeed AST2400 stellt einen VGA-Ausgang, USB-Buchsen für Eingabegeräte und über einen GbE-Port Fernwartungsfunktionen bereit.

Die Plattform ThunderX 2K ist für ein modulares Server-Chassis gedacht, bis zu vier der „halb breiten“ 2-Sockel-Systeme lassen sich auf 2 Höheneinheiten (HE) unterbringen. ThunderX 1K und 2K booten im UEFI-Modus gemäß SBSA-Spezifikation und laufen unter den ARMv8-Versionen von Red Hat Enterprise Linux, Fedora, Ubuntu, OpenSuse und MontaVista Cloud. (ciw)

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