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Streit zwischen OnePlus und Cyanogen eskaliert

Cyanogen und der Smartphone-Hersteller OnePlus gehen jetzt getrennte Wege – zumindest in Indien. Das OnePlus One ist eines der wenigen Smartphones, das bereits ab Werk mit dem Android-Abkömmling CyanogenMod ausgeliefert wird. Bisher übernahm Cyanogen die Pflege des Systems und die Auslieferung von Software-Updates.

Doch überraschend hat sich Cyanogen in Indien nun exklusiv dem ebenfalls chinesischen Smartphone-Hersteller Micromax und dessen Online-Marke Yu verpflichtet. Infolgedessen will Cyanogen die indische Version des One nicht mehr mit Updates für das installierte CyanogenMod 11S versorgen. Dies habe keine Auswirkungen auf die internationalen Modelle. Die Kommunikation zwischen den beiden Partnern lässt jedoch an einer gemeinsamen Zukunft zweifeln: Das Abkommen kam offenbar auch für OnePlus überraschend, denn das Gerät wurde zuvor für Indien ohne Update-Einschränkungen angekündigt. Erst kurz vor der Auslieferung machte OnePlus die Entscheidung von Cyanogen in einem Blog-Post publik: Man könne sich den Wechsel nicht erklären, „da man ihn selbst nicht voll versteht“.

Cyanogen reagierte erst einige Tage später mit einem eigenen Blog-Eintrag, der die Aussagen weitgehend bestätigt und die bisherige Zusammenarbeit mit OnePlus lobt. Dass Geräte in Indien keine Updates mehr erhalten, bezeichnete man als Falschinformation. Wiederum einige Tage später präzisierte Cyanogen: Internationale Versionen des OnePlus One würden auch in Indien weiter Updates bekommen, nur die in Indien verkaufte regionale Variante nicht. Man fühle sich dem exklusiven Partner Micromax verpflichtet.

Auch Micromax hat eingegriffen, und zwar rigoros: Das Unternehmen erwirkte einen Verkaufsstopp für das One. In Indien darf OnePlus die Modelle mit Cyanogen oder auch nur dem Cyanogen-Logo nicht importieren, bewerben und verkaufen.

Bereits in seinem ersten Statement kündigte OnePlus an, CyanogenMod in Indien möglichst rasch zu ersetzen. Die ursprünglich für ein Nachfolge-Modell vorgesehene eigene Android-Version soll nun schon für das One veröffentlicht werden. Im Dezember werde es eine erste Community-Version für Indien geben, ab Februar das fertige System. Die eigene Android-Modifikation werde ohne Bloatware auskommen, keine unnötigen Modifikationen enthalten und das Material Design von Android 5 nutzen. Zwei Jahre werde das neue System Updates erhalten. Weitere Details zum neuen Android-ROM nannte man nicht, etwa ob das von der OnePlus-Mutterfirma Oppo gepflegte Color OS die Grundlage bilden wird. In China wird das OnePlus One schon jetzt mit dieser Android-Variante verkauft. (asp)

HP, Lenovo und Toshiba rufen Stromkabel zurück

Drei Firmen führen Rückrufaktionen für Stromkabel zurück, die Notebook-Netzteile speisen. Sie können sich überhitzen und verformen. Die Kabel sind in allen drei Fällen am Schriftzug LS-15 auf dem Stecker der Netzteil-Seite zu erkennen, allerdings seien nicht alle Kabel mit dieser Bezeichnung betroffen. Ob es sich in allen drei Fällen um Kabel desselben Zulieferers handelt, ist nicht sicher. LS-15 ist keine Industrienorm, aber eine Art De-facto-Standard, den mehrere Zulieferer herstellen.

Lenovo hatte die betroffenen Kabel zwischen Februar 2011 und Juni 2012 mit IdeaPad-Notebooks verkauft. Bei HP sind Notebooks der Marken HP und Compaq, aber auch Docking-Stationen und einzeln verkaufte Zweitnetzteile mit den betroffenen Kabeln verkauft worden, und zwar zwischen September 2010 und Juni 2012. Toshiba spricht nur von „neuen Notebooks“ und Reparatur-Ersatzteilen, nennt aber weder Auslieferungszeitpunkt noch Modelle.

Alle drei Hersteller raten dazu, das Kabel nicht mehr zu benutzen und bieten online (siehe Link) Austauschprogramme an; einen Umtausch in Servicecentern vor Ort sehen sie nicht vor. Der Betrieb von Notebook und Netzteil mit einem anderen Stromkabel sei nicht beeinträchtigt. (jow)

Mobil-Notizen

Die Telekom will anders als angekündigt das Fire Phone nicht kostenlos vom SIM-Lock befreien, sondern wie bisher 100 Euro verlangen, wenn der Kunde das Amazon-Smartphone vor Ende der Vertragslaufzeit im Netz anderer Provider nutzen will. Die Ankündigung sei ein Irrtum gewesen.

Der chinesische Hersteller Oppo will das unter 5 mm dicke Android-Smartphone R5 für 400 Euro noch im Dezember ausliefern. Es hat ein 5,2 Zoll großes AMOLED-Display mit Full-HD-Auflösung, aber nur 16 GByte Speicher, keinen SD-Slot und einen lediglich 2000 mAh starken Akku; Kopfhörer werden per Adapter angeschlossen. 4K- und Full-HD-Videos nimmt es mit 30 Hz auf.

Ab Januar will HTC das Desire 620 mit 5-Zoll-Display und LTE für 280 Euro in vier Farben ausliefern. Das Display zeigt nur HD-Auflösung, der Speicher fällt mit 8 GByte Flash und 1 GByte Arbeitsspeicher knapp aus. Ein SD-Slot ist allerdings vorhanden.

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