Smarter Ziegelstein

Robustes Smartphone Panasonic Toughpad FZ-E1 mit Windows Embedded 8.1

Test & Kaufberatung | Test

Es überlebt Stürze aus drei Metern Höhe, verkraftet ein Vollbad, hat einen riesigen Akku und für den Winter sogar eine eingebaute Heizung. Das Panasonic Toughpad ist trotz 5-Zoll-Display, schneller CPU und einem Windows-8.1-Abkömmling kein gewöhnliches Smartphone. Es will nicht einmal so genannt werden.

Trotz klassischer Smartphone-Technik und 5-Zoll-Bildschirm bewirbt Panasonic das Toughpad FZ-E1 als Tablet und Handheld mit Smartphone-Fähigkeiten. Warum, wird beim ersten Kontakt klar: Es ist schwer, es ist dick und es widerspricht allen gängigen Design-Idealen. Allenfalls in große Hosentaschen passt es noch mit Mühe und zum Telefonieren ist es schlicht zu unhandlich. Macht aber nichts, denn das Toughpad ist vor allem gebaut, um Situationen zu überleben, in denen andere Geräte längst den Geist aufgegeben und sich in Einzelteile zerlegt haben.

Geschützt von einem dicken Rahmen aus Gummi, überlebt das Gerät Stürze aus bis zu drei Metern Höhe auf harte Oberflächen. Um das Display-Glas bei einem Einschlag besser zu schützen, liegt es zudem etwas tiefer als der Rest der Gehäusefront. Nach einem Sturz auf raue Steinoberflächen sieht man dem Gehäuse die Kratzer und Furchen zwar an, alles bleibt jedoch an seinem Platz. Da das Gehäuse und die Anbauteile verschraubt sind, lassen sich beschädigte Teile recht einfach austauschen. Beim Fall aus großer Höhe muss allerdings der Akkudeckel wieder angedrückt werden, damit das Gerät wasserdicht bleibt. ...

Windows Phone mal anders

Auf dem Toughpad FZ-E1 läuft Windows Embedded 8.1 for Handhelds, das dem regulären Windows Phone 8.1 stark ähnelt. Es erlaubt über dessen Funktionen hinaus die einfachere abgesicherte Einbindung in Firmenumgebungen, Unterstützung für exotische Hardware wie Barcode-Leser und weitgehende Anpassungen der Software. So ist es möglich, den Zugriff auf die Kacheloberfläche und Smartphone-Funktionen beliebig einzuschränken sowie die Geräte aus der Ferne zu administrieren.

Die meisten Nutzer des Toughpad werden daher wohl nur die Apps des Arbeitgebers sehen. Es ist aber möglich, das Gerät ohne weitere Server-Software und Richtlinien einzurichten. Dann verhält es sich wie ein herkömmliches Windows Phone inklusive Cortana, Kinderecke und Xbox-App.

Das System ist auf dem gleichen Stand wie die Consumer-Version von Windows Phone und entspricht Version 8.1 mit dem aktuellen GDR2-Update. Ob auch Windows 10 Mobile den Weg auf das Gerät finden wird, ist nicht bekannt. Die Hardware ist zumindest kompatibel; eine spezielle Embedded-Variante von Windows 10 wurde aber noch nicht angekündigt.

Auffällig ist die holprige deutsche Übersetzung der zusätzlichen Panasonic-Funktionen. Was sich hinter „Mindestgrenze Helligkeit“ (Hintergrundbeleuchtung auf Minimum) oder „Gadget aktivieren“ verbirgt, das erfährt man am einfachsten durch Ausprobieren. Auch das Online-Handbuch schweigt zu einigen Punkten. Ansonsten wirft die Bedienung keine Fragen auf. Außer einem rudimentären Barcode-Leser legt Panasonic keine zusätzliche Software bei.

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