Schnell-Schnipsler

Videoschnittprogramme für Anfänger

Test & Kaufberatung | Test

Nach dem Dreh ist vor dem Dreh: Wer seine Clips aus der Actioncam schnell und problemlos zu einem vorzeigbaren Video zusammenbauen möchte, kommt erst einmal ohne ausgefeilte Schnittfunktionen aus. Auf genau solche Wünsche haben sich manche Videobearbeitungsprogramme spezialisiert.

Was dem Video-Einsteiger recht ist, ist dem Action-Filmer billig: Beide wollen sich nicht mit ausufernden Funktionen und einer komplizierten Bedienung befassen – ihnen reicht es, die Szenen einfach nur fetzig aneinandergereiht und mit fettem Beat unterlegt auf YouTube zu laden. Am besten soll das dann so aussehen wie die GoPro-Werbe-Clips – auch wenn die alles andere als spontan und ohne Anspruch zusammengebaut wurden.

Die Schnitt-Kandidaten dieses Testfeldes versprechen einfachen, bestenfalls automatischen Videoschnitt mit schnellen Ergebnissen und direktem Video-Upload ins Netz. Im Testfeld tummeln sich die drei kostenpflichtigen Vertreter Magix Fastcut, Muvee Reveal und Corel FastFlick sowie die kostenfreien Schnitt-Werkzeuge der beiden Actioncam-Anbieter GoPro und Sony.

Die drei kostenpflichtigen Programme verstehen sich dabei – zu Preisen zwischen 40 und 90 Euro – als „Schnittautomaten“, die einen Film komplett eigenständig zusammenzimmern. GoPro Studio und Action Cam Movie Creator von Sony leisten solchen Service zwar nicht, wollen aber ebenfalls möglichst einfachen Videoschnitt ohne Einarbeitung bieten. Schließlich möchten sie in Begleitung einer Actioncam als Paradebeispiel dafür dienen, wie elegant und schnell werbewirksame Clips entstehen können.

Beim Automatikschnitt, den Corel, Magix und Muvee bieten, kombiniert die Software die vom Anwender ausgewählten Clips zu einem spannenden Ganzen; dabei wählt das Programm selbsttätig die in den fertigen Film einzubauenden Teile der Clips (Einstieg/Ausstieg) aus, setzt sie hintereinander in eine zeitliche Abfolge und unterlegt das Ganze mit einer knackigen Musik, die je nach Vorlage auch den Schnittrhythmus vorgibt. Von der Qualität dieser Vorlagen hängt es ab, wie ansehnlich das Ergebnis ausfällt. Für abendfüllende Projekte eignen sich die Automatikschnipsler eher nicht, ihre Fähigkeiten entwickeln sie am ehesten bei Videos, die weniger als fünf Minuten lang laufen.

Im Test ging es darum, herauszufinden, wie einfach die Videobearbeitung letztlich klappt, wie narrensicher die Bedienkonzepte sind und ob die Programme die derzeit gängigen Dateiformate kennen. Schließlich wollten wir wissen, wie elegant der Upload auf soziale Plattformen funktioniert. Die Tests liefen auf einem Windows-PC (Intel Core i7 2,2 GHz, 8 GByte RAM, Grafikkarte Nvidia GeForce GT 640M) unter Windows 8.1 (64 Bit). ...

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Weitere Bilder

  • Über den Import-Dialog links wählt man bei GoPro Studio die zu bearbeitenden Clips aus. Vor dem Schnitt muss man sie rechts in die Warteschlange für die Konvertierung befördern.
  • Das Highlight von Fastcut sind die 15 vorgefertigten, sehr modernen Animationsvorlagen. Sie gefallen durch gute Schnitt-Wechsel und passend gewählte Hintergrundmusik.
  • Muvee Reveal bietet dem Neuling eine Handvoll Schnitt-Vorlagen, die schön animiert sind und individuelle Einstell-Optionen zulassen.
  • Sony Action Cam Movie Creator importiert nur MP4- und MOV-Dateien. Das Material wählt man über den Dateibaum links direkt von der Festplatte oder Speicherkarte über den Dateibaum links.

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