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Großes Update für Logic Pro X

Unter der Versionsnummer 10.2 hat Apple eine umfangreiche Aktualisierung seiner Audio-Workstation namens Logic Pro X herausgegeben. Darin integriert ist nun das mächtige Alchemy-Werkzeug zur Bearbeitung von Samples mit zahlreichen Sound-Effekten und Bearbeitungsmöglichkeiten; Apple hatte Camel Audio, den Alchemy-Hersteller zuvor übernommen.

Zusätzlich bringt das Update eine neue, 14 GByte große Bibliothek mit zahlreichen Sounds aus dem Bereich der elektronischen Musik mit. Samples lassen sich mit Werkzeugen für Morphing und Resynthese bearbeiten, eine Preset-Übersicht für Schlagwörter soll die Suche nach Sounds verkürzen, und Performance-Controller wie das Transformationspad verändern Klänge live mittels Alchemy. Das iOS-Fernsteuerungswerkzeug Logic Remote ist ebenfalls angepasst und enthält unter anderem das Transformationspad. Das Update ist über den Mac App Store erhältlich; neu kostet die Software rund 200 Euro. (dz@ct.de)

AppCode 3.2 mit Swift im Fokus

Die Programmierumgebung JetBrains zur Entwicklung von OS-X- und iOS-Anwendungen enthält in der neuen Version 3.2 unter anderem Hilfsfunktionen für den Umgang mit Swift, einen überarbeiteten C++-Parser sowie Formatier- und Analysefunktionen für die Programmiersprache Swift.

Die automatische Code-Ergänzung soll auch beim gemischten Einsatz von Objective-C und Swift funktionieren; ein Shortcut ruft die Swift-Dokumentation direkt auf.

Außerdem lässt sich Swift-Code zur Fehlersuche mittels LLDB und Xcode analysieren. AppCode eignet sich für Xcode 6.4 auf OS X 10.10; Nutzer der Version 10.9 müssen sich mit Xcode 6.2 begnügen. (dz@ct.de)

Windows 10 auf OS X

Parallels und VMWare, zwei kommerzielle Anbieter von Virtualisierungsmaschinen für OS X, haben neue Versionen ihrer Programme herausgebracht, über die sich Microsofts kürzlich erschienenes Windows 10 auf Apples Mac OS X ausführen lässt.

Beide neuen Versionen, VMWare Fusion 8 und Parallels Desktop 11 sind für Apples kommendes OS X 10.11 vorbereitet, das im Herbst erscheint. Mit beiden lässt sich der Sprachassistent Cortana auch dann nutzen, wenn Windows auf dem Mac im Hintergrund läuft.

Mit VMware Fusion 8 soll Windows 10 auch auf aktuellen Retina-Macs laufen. Außerdem meldet VMWare, dass Fusion 8 DirectX10, OpenGL 3.3, USB 3.0 und mehrere Bildschirme gleichzeitig nutzen kann. Die Grafikleistung sei gegenüber der Vorversion bis zu 65 Prozent höher. In der Pro-Version der Software stecken zusätzlich das Netzwerkprotokoll IPv6 für den Aufbau von Bridged Networks und für die IPv6-zu-IPv4-NAT-Kommunikation, Zugang zur VMware vCloud Air und mehr. VMware Fusion 8 kostet rund 82 Euro, das Update 51 Euro. Die Pro-Version kostet rund 200 Euro, das zugehörige Update 92 Euro.

In Parallels Desktop lassen sich Mac-Funktionen wie die Dokumentenvorschau QuickLook auch in der Windows-VM nutzen. Einige Funktionen laufen schneller ab als zuvor, beispielsweise der Bootvorgang (bis zu 50 Prozent schneller) und Dateioperationen (bis zu 20 Prozent). Der neue „Travel Mode“ spart auf Notebooks Strom. Verbessert wurden auch die Druckerfunktion und die Darstellung von Windows-Benachrichtigungen.

In den Versionen Pro und Business sind zusätzlich der Remote-Desktop-Dienst Parallels Access, ein Plug-in für Microsofts Visual Studio, umfangreichere Netzwerkoptionen und mehr enthalten. VMs können bis zu 64 GByte RAM und 16 virtuelle CPUs nutzen (Standard: bis zu 8 GByte und bis zu 4 CPUs). Die Standardversion kostet 80 Euro (Upgrade: 50 Euro). Pro- beziehungsweise Business-Versionen sind im Abo für rund 100 Euro jährlich erhältlich. (dz@ct.de)

Ins0mnia und andere Sicherheitslücken

Über die Ins0mnia getaufte Schwachstelle können Angreifer mit präparierten Apps Apples Vorgaben zum Schließen von Anwendungen umgehen und im Hintergrund dauerhaft Informationen abgreifen – selbst nachdem Apps per Hand geschlossen wurden. Diese Schwachstelle wurde in iOS 8.4.1 geschlossen.

Über eine Schwachstelle (CVE-2015-5749) in Apples Mobile Device Management (MDM) lassen sich Firmendaten wie Benutzernamen und Passwörter, die in einem MDM-Ordner liegen, durch präparierte Apps auslesen. iOS 8.4.1 schließt auch diese Lücke. Bereits kompromittierten Geräten hilft das Update jedoch nicht. Sicherheitsforscher empfehlen, Zugangsdaten von Unternehmen im Schlüsselbund von iOS zu speichern und den MDM-Mechanismus zu meiden.

Rund 220.000 Nutzer, die ihr iOS-Gerät geknackt (Jailbreak) und für solche Geräte entwickelte Software bezogen haben, sind laut Berichten aus China Opfer von Attacken geworden. Die Angreifer haben demnach über präparierte Tweaks, Progrämmchen für erweiterte Einstellungen am iOS, iCloud-Zugangsdaten ausspioniert. Bezeichnungen und Quellen der Tweaks sind bisher nicht bekannt.

Bisher veröffentlichte Adressauszüge legen nahe, dass vor allem chinesische Nutzer betroffen sind. Laut Wooyun.org wurde das Pekinger National Computer Network Emergency Response Technical Team (cncert) eingeschaltet. (dz@ct.de)

Apple-Notizen

Apple plant im Rahmen der ConnectED-Initiative, Schulen in den USA mit iPads, MacBooks und Apple-TV-Geräten auszurüsten, um Bildungschancen an öffentlichen Schulen zu verbessern. Das Programm werde 100 Millionen US-Dollar schwer.

Laut IT-Marktforscher IDC hat Apple im vergangenen Quartal 3,6 Millionen Exemplare der Apple Watch verkauft. Apple nennt bisher keine Absatzzahlen.

Mit einem Austauschprogramm für das iPhone 6 Plus reagiert Apple auf Probleme mancher Exemplare, die zwischen September 2014 und Januar 2015 verkauft wurden und verschwommene Fotos liefern.

Mit der OS-X-Anwendung QuickRadar (siehe c’t-Link), die vom Mac-Systemadministrator Rich Trouten stammt, soll das Einreichen von Fehlermeldungen auf bugreport.apple.com deutlich einfacher gelingen.

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