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Stems-Konverter für Musik-Produzenten Native Instruments hat die erste Beta-Version eines Konverters für sein DJ-Dateiformat Stems für Windows und OS X veröffentlicht (siehe c’t-Link). Mit dem „Stem Creator Tool“ können Musik-Produzenten eigene...

YouTube Gaming: Twitch-Konkurrenz mit Einschränkungen

YouTube hat ein eigenes auf Spieler zugeschnittenes Angebot gestartet – als Konkurrenz zu Twitch. Das vom restlichen YouTube weitgehend abgegrenzte Portal umfasst zunächst einen Katalog von 25 000 Spielen. Aus diesen können Anwender eine virtuelle Kollektion aufbauen, um kein wichtiges Video zu verpassen. Abonnierte Kanäle werden unterhalb einer automatisch befüllten Bühne aufgelistet, gefolgt von Live-Kanälen und abonnierten Spielen. Ein Empfehlungssystem soll bei der Entdeckung neuer Titel helfen.

Die Videos laufen dank der kürzlich angepassten YouTube-Player auch unter Android und iOS flüssig mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde; Livestreams lassen sich zurückspulen und tauchen nach Beendigung als Konserve auf. Die YouTube-Gaming-Apps für Android und iOS gibt es vorerst nur in den amerikanischen und britischen App-Stores; andere Länder sollen bald folgen.

Eine der wichtigsten Funktionen fehlt hierzulande: Deutsche Nutzer sehen beim Klick auf Livestreams nur eine Entschuldigung, dass Video könne wegen Rechteproblemen nicht gezeigt werden. Die Ursache sind einerseits fehlende Musikrechte, andererseits nötige Sendelizenzen. Um in den Genuss der Livestreams zu kommen, müssen deutsche Nutzer also das Geoblocking umgehen. (vza@ct.de)

Videoschnitt runderneuert

Magix hat die Arbeitsabläufe bei Video deluxe 2016 weiter optimiert und unterstützt nun den Videostandard HEVC/H.265 mit Intel-Quick-Sync-Technik. AVC/H.264-Aufnahmen lassen sich Hardware-beschleunigt dekodieren, was die Arbeit mit so kodiertem 4K-Material flüssiger machen soll.

Insgesamt gibt es drei Versionen: Video deluxe 2016 und 2016 Plus bringen den Bildstabilisator Mercalli V2 von ProDad mit, der Verwackler ausgleichen und Auswirkungen von CMOS-Sensorfehlern minimieren kann. Zur Titelgestaltung liefert Magix über 200 neue Vorlagen mit. Die erweiterte Variante 2016 Plus erlaubt darüber hinaus, 360-Grad-Panorama-Aufnahmen etwa von der Ricoh Theta zu importieren.

Die Software schneidet Videos auf Wunsch automatisch, auch im Takt unterlegter Musik. Clips lassen sich direkt aus Video deluxe heraus auf soziale Plattformen hochladen. Dank 25 anpassbarer Vorlagen soll der Anwender schnell zu vorzeigbaren Resultaten gelangen.

Video deluxe 2016 Premium bringt weitere Effektpakete mit, etwa das auf Action-Cams ausgerichtete NewBlue Action Cam Package. Darin befinden sich unter anderem Presets zur Korrektur von Linsenfehlern.

Die 2016-Version von Video deluxe ist online ab sofort erhältlich, ab Oktober auch im Handel. Die Standardausgabe kostet 70 Euro, die Plus-Variante 100 Euro, das Premium-Paket 130 Euro. (uh@ct.de)

Amazon streamt Video mit höherem Kontrastumfang

Prime-Mitglieder in Deutschland und Österreich können ab sofort über Amazon Instant Video auf ultrahochaufgelöste Titel mit erhöhtem Kontrastumfang (High Dynamic Range, HDR) zugreifen. Amazon verspricht „detaillierte Schatten und ausgeprägte Helligkeit“, wodurch die „Farben satter, heller und lebensechter erscheinen als jemals zuvor“.

Voraussetzung ist ein HDR-kompatibles TV-Gerät, sprich ein Ultra-HD-Fernseher der Spitzenklasse; bisher sind nur die UHD-TVs von Samsung kompatibel. Zu den ersten Titeln zählen Staffel 1 von „Mozart in the Jungle“ (deutsch, englisch) und die Pilotfolge der Comedy-Serie „Red Oaks“ (englisch).

Um den HDR-Katalog und die Zahl der unterstützten Geräte zu erweitern, arbeitet Amazon nach eigenen Angaben eng mit Hollywood-Studios und UE-Herstellern zusammen.

Durch den höheren Kontrastumfang steigt die benötigte Bitrate bei der Ausspielung um etwa 20 Prozent. Die Datenrate der HDR-Fassung eines 4K-Films liegt demnach bei Amazon und Netflix bei rund 18 MBit/s. (nij@ct.de)

Musik-Streaming mit MusicCast

Yamaha will sich wieder verstärkt im Bereich Musik-Streaming engagieren. Mit seinen MusicCast-Geräten zählte das Unternehmen zu den Streaming-Pionieren. Beim Neustart sollen 23 Yamaha-Geräte aus der kompletten Produktpalette das Streaming per MusicCast beherrschen.

So wurden unter anderem den kompakten Netzwerklautsprecher WX-030 (270 Euro) und das Stereo-Aktivboxen-Paar NX-N500 angekündigt. Auch die hochwertige PianoCraft-Serie erhält mit der MCR-N870 (970 Euro) Zuwachs. Yamaha macht zudem Receiver oberhalb des RX-V479 mittels Firmware-Update MusicCast-fähig; das Update steht bereits zur Verfügung. Die angekündigten Komponenten sollen spätestens im Oktober erhältlich sein.

Alle MusicCast-fähigen Geräte lassen sich über die für iOS und Android erhältliche MusicCast-App steuern und spielen im Broadcast-Modus in mehreren Räumen gleichzeitig Musik. Sie geben Dateien in allen gängigen Formaten bis hin zu hochaufgelöster Musik mit einer Abtastrate von mindestens 192 kHz wieder. Alle MusicCast-Komponenten sind mit Bluetooth ausgestattet und lassen sich als Empfänger und Sender einsetzen, sodass sie Musik auch an Aktivlautsprecher anderer Hersteller weiterreichen können. Ausgewählte Komponenten können zudem Sound analoger Quellen digitalisieren, um sie im MusicCast-Verbund auszuspielen. Der Standby-Verbrauch soll unter 3 Watt liegen. (sha@ct.de)

Stems-Konverter für Musik-Produzenten

Native Instruments hat die erste Beta-Version eines Konverters für sein DJ-Dateiformat Stems für Windows und OS X veröffentlicht (siehe c’t-Link). Mit dem „Stem Creator Tool“ können Musik-Produzenten eigene Stems-Dateien erzeugen. Dazu benötigen sie neben dem Stereo-Mix vier Einzelspuren für Drums, Bass, Melodie und Gesang. Diese lassen sich später in der DJ-Software Traktor mit anderen Stems-Tracks mischen.

Neben genauen Spur-Bezeichnungen gibt Native Instruments Farbkodierungen vor, sodass DJs stets dasselbe Layout vorfinden. Damit die vier Einzelspuren zusammengemischt genauso laut klingen wie der Stereo-Master-Mix, bietet das Stems-Tool einen Kompressor und einen Limiter. In der Stems-Datei werden nur die eingestellten Parameter gespeichert; Abspielprogramme lesen diese aus und passen die Spuren in Echtzeit an.

Der Stems-Creator wandelt die Ausgangs-Spuren vom WAV ins AAC-Format und fügt Metadaten sowie ein Coverbild MP4-Container hinzu. Der Stereomix der Stems-Dateien kann von jeder MP4-fähigen Software abgespielt werden. (hag@ct.de)


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