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KDE Plasma 5.4 bringt Wayland-Unterstützung

Die neueste Ausgabe der Plasma-Bedienoberfläche des KDE-Projekts verbessert die Skalierung von Oberflächenelementen, damit diese auch auf besonders hochauflösenden Monitoren eine adäquate Größe bekommen. Neu dabei ist auch ein Applet zur Regelung von Wiedergabelautstärke und anderen Audio-Parametern von Pulseaudio, das bei vielen Linux-Distributionen die Ein- und Ausgabe von Sound koordiniert.

Mit dem „Application Dashboard“ etabliert Plasma 5.4 einen zusätzlichen Weg zum Start von Anwendungen: Hier zeigt Plasma die Programme nicht mehr in Menüs an, die den Hintergrund überlagern, sondern nutzt ähnlich wie Gnome den ganzen Bildschirm zur Anzeige der Icons. Die Entwickler wollen zudem den Speicherverbrauch reduziert und die Desktop-Suche beschleunigt haben.

Mit „unfertig“ und „Vorschau“ bezeichnen die Entwickler die Unterstützung für die Wayland-Display-Architektur. Damit kann das zu Plasma gehörende KWin die von ihm zusammengesetzte Bedienoberfläche nun direkt ausgeben. Der X-Server wird so überflüssig, was Overhead vermeidet und die Darstellung verbessert, weil sich Bildfehler wie halb aktualisierte Bildschirminhalte (Tearing) zuverlässig vermeiden lassen. (thl@ct.de)

Hawkings Eingabesteuerung wird Open Source

Intel Labs hat die ursprünglich für Professor Stephen Hawking entwickelte Computer-Eingabesteuerung, die er auch zum Sprechen via Sprachsynthesizer nutzt, unter der Apache License 2.0 veröffentlicht. Damit sind alle Komponenten des Assistive Context-Aware Toolkit (ACAT) genannten Eingabesystems zur Steuerung von Rechnern und Sprachausgabe als freie Software verfügbar; das umfasst auch die intelligente Wortvorhersage Presage von Matteo Vescovi, die seit jeher unter der GPL veröffentlicht wurde.

ACAT soll es behinderten Menschen erlauben, ihren Computer trotz motorischer oder neuronaler Einschränkungen vollständig selbst zu bedienen. Dazu gehört auch ein Sprachausgabesystem, bei dem Presage durch Wortvorhersage das Formulieren von Sätzen vereinfachen soll. Intel Labs entwickelte ACAT für Windows 7 und höher in Zusammenarbeit mit Professor Hawking, hat das Toolkit aber so erweitert, dass es Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen nutzen können sollen. Man hofft auf die Unterstützung der Entwicklergemeinde, um neben Kameras, Tasten und Infrarot-Schaltern weitere Sensoren und Eingabemethoden zu integrieren und die Bedienung noch weiter auf die Bedürfnisse einzelner Menschen zuschneiden zu können.

Wer ACAT von der Projektseite 01.org/acat herunterlädt, kann sich Hawkings Stimme aber nicht einfach ausleihen: Das Toolkit nutzt Microsofts Speech-API zur Sprachausgabe, sodass man nur die Standard-Stimme von Windows und nicht die des Professors hört. (mid@ct.de)

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