Blocker-Blocker

Website-Betreiber und Werbebranche wehren sich gegen Werbeblocker

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Lange hatte sich die Werbebranche damit abgefunden, dass Filter-Software immer mehr Online-Anzeigen blockiert. Doch mittlerweile ist die Schmerzgrenze wohl überschritten. Eine ganze Reihe von Unternehmen will die Programme aushebeln. Gleichzeitig erobern Adblock Plus und Co. nun auch Mobilplattformen.

Mit alarmierenden Zahlen traten der irische Werbedienstleister Pagefair und der US-Konzern Adobe im Juli an die Öffentlichkeit. Die Nutzung von Blocker-Software sei nach Zählung der Firmen innerhalb eines Jahres um 41 Prozent gesteigert worden, auf 181 Millionen Installationen im Januar 2015. Das Blockieren von Werbung verursache enorme Einnahmeausfälle: Für 2015 rechnet Pagefair mit über 20 Milliarden US-Dollar, 2016 soll sich die Zahl sogar noch verdoppeln.

Die angenommenen Milliardenschäden sind freilich theoretische Werte. Angesichts von Echtzeit-Werbenetzwerken, die Banner in Millisekunden zuteilen, ist schwer zu sagen, welchen Preis eine Werbung gebracht hätte, wäre sie nicht blockiert worden – und ob der Nutzer gar darauf geklickt hätte. Dennoch sorgt die Studie für viel Aufmerksamkeit. Waren Werbeblocker bisher ein Werkzeug für das technisch affine Publikum, haben die Browser-Plug-ins mittlerweile die breite Masse erreicht. ...

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  • Die Webseite von Prosieben (links) schafft es zumindest zeitweise, Werbebanner durch Adblock Plus zu schleusen (rechts). Auf Flash-Banner müssen die Werber aber verzichten – sie sind zu einfach zu blockieren.

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