Trends & News | News

El Capitan am Horizont

Die Entwicklung der OS-X-Version 10.11 für Apples Mac-Rechner nähert sich dem Abschluss; Teilnehmer des Entwicklerprogramms können nun eine Golden-Master-Version (GM) aus dem Developer-Portal herunterladen.

Ähnlich wie bei den Vorgängern Mountain Lion und Snow Leopard stehen nicht neue Funktionen oder Änderungen der Bedienoberfläche im Vordergrund, sondern Optimierungen für mehr Stabilität und Geschwindigkeit.

Mehr Leistung aus der Hardware soll zum Beispiel das neue 3D- und Computing-Framework „Metal“ herausholen. Das soll sich in Spielen bemerkbar machen, aber auch insgesamt dem Betriebssystem über Bibliotheken wie Core Graphics und Core Animation zugutekommen, in denen Metal den Vorgänger Open GL ersetzt. Apple hat Metal für Macs ab dem Baujahr 2012 ausgelegt.

Neu hinzugekommen ist ein Vollbild-Splitscreen-Modus, in dem sich zwei Programme das Vollbild teilen. Die Anteile an der Gesamtfläche lassen sich durch Bewegen eines Trennstrichs ändern. Die systemweite Indizier- und Suchfunktion Spotlight versteht in Umgangssprache formulierte Suchaufgaben. In der Notizen-App lässt sich Text formatieren und bei eingebetteten Internet-Links eine Seiten-Vorschau einblenden.

Den Verbreitungsstart des fertigen OS X 10.11 alias El Capitan plant Apple für den 30. September. Mac-Nutzer können die Software wie üblich gratis über den App-Store beziehen. (dz@ct.de)

Logitechs Tastatur für das iPad Pro

Das erste Zubehör eines Drittherstellers für den neuen Anschluss des iPad Pro stammt von Logitech. Die „Create“ genannte Tastatur wird über den Smart Connector an der längeren Seite des iPads angesteckt.

Im Unterschied zu gängigen Bluetooth-Tastaturen bekommt es dadurch Zugriff auf den Akku des iPads und braucht deshalb keinen eigenen. Der Nutzer müsse das Keyboard weder einrichten noch anschalten oder aufladen, betont Logitech, und in zugeklapptem Zustand soll das Keyboard das Display des iPads schützen. Create ist voraussichtlich zur Einführung des iPad Pro im November erhältlich. Dann soll auch der Preis feststehen. (dz@ct.de)

Sportkopfhörer mit Lightning-Anschluss

JBL hat seine im Januar angekündigten Kopfhörer mit Lightning-Anschluss fertiggestellt. Die Reflect Aware genannten Hörer in In-Ear-Bauweise erhalten von iPhone, iPad oder iPod touch über das Kabel neben dem Audio-Signal auch Strom für das Noise Cancelling, also die Unterdrückung von Außengeräuschen. Wie stark die Ohrhörer Außengeräusche unterdrücken, lässt sich mit einer App einstellen.

Außerdem versucht die Elektronik laut JBL die Klangwiedergabe in Abhängigkeit von äußeren Geräuschen so zu steuern, dass sie stets authentisch klingt. Die Sportkopfhörer sollen im Oktober für 179 Euro in den Handel kommen. (dz@ct.de)

Klage gegen Abwerbestopp endet mit Vergleich

Die US-Richterin Lucy Koh hat einem Vergleich zugestimmt, nach dem Apple, Google, Intel sowie Adobe zur Beilegung einer Abwerbestopp-Klage 415 Millionen US-Dollar an die Kläger zahlen müssen (11-cv-02509, U.S. District Court, Northern District of California).

Über 64 000 ehemalige Mitarbeiter hatten Adobe, Apple, Google, Intel, Intuit, Lucasfilm und Pixar im Rahmen einer Sammelklage vorgeworfen, in den Jahren 2005 bis 2009 ein Kartell gegen Personalabwerbung gebildet zu haben. Das habe Chancen auf höhere Einkommen vereitelt. Sie forderten ursprünglich 3 Milliarden US-Dollar. Intuit, Lucasfilm und Pixar hatten sich mit den Klägern bereits außergerichtlich geeinigt. Die Konzerne hatten sich 2010 verpflichtet, die Praxis zu unterlassen.

Außerdem befand die Richterin, dass ein Honorar von über 80 Millionen Dollar „ein unangebrachter Zufallsgewinn“ für die Anwälte sei und drückte es auf rund 40 Millionen Dollar. (dz@ct.de)

Mehr Zulieferer für Apple News

Apple hat über 30 neue Partnerschaften mit Zulieferern für seine in iOS 9 integrierte News-Anwendung geschlossen. Damit sei die Zahl auf „über 50“ gestiegen, meldet das IT-Blog Recode.

Die News-App liefert Medien-Titel im hauseigenen News-Format mobilgerecht an iPhone und iPad. Zu den Inhalten gehören Audio- und Video-Einspielungen. Dabei sind unter anderem Condé Nast mit Wired und GQ und Vox Media mit The Verge. Zusätzlich zu den Einnahmen über den Verkauf der Titel gibt Apple den Zulieferern die Wahl, von Apple akquirierte Anzeigen bei 70 Prozent Umsatzbeteiligung in ihre Titel einzubauen oder Anzeigenplätze in Eigenregie zu verkaufen und dann auch die übrigen 30 Prozent der Einnahmen zu behalten. Zu Beginn bleibt die Plattform auf Nutzer in den USA, Großbritannien und Australien beschränkt. Apple News konkurriert mit Flipboard und dem Facebook-Dienst Instant Articles. (dz@ct.de)

Apple iPad mini in vierter Generation

Im iPad mini 4, Apples jüngster Version des kleinen Tablets, stecken in einem SoC (System-on-A-Chip) der A8- und der M8-Co-Prozessor; beide hat Apple erstmals im Vorjahr im iPhone 6 eingesetzt. Die CPU-Leistung soll gegenüber dem iPad mini 3 um 30 Prozent zugenommen haben, bei Grafikfunktionen betrage der Zuwachs bis zu 60 Prozent, erklärt Apple.

Das Display, das nach wie vor 2048 × 1536 Bildpunkte anzeigt, schützt eine Laminierung und eine Antireflexbeschichtung soll bessere Ablesbarkeit gewährleisten. Die Kamera, offenbar von gleicher Bauart wie im iPad Pro, liefert Fotos mit einer Auflösung von acht Megapixeln und Panoramen mit bis zu 43 Megapixeln. Videos nimmt sie in 1080p auf. Als LTE-Gerät der Kategorie 4 befördert es maximal 150 MBit/s. Das WLAN-Modul liefert bis zu 866 MBit/s gemäß der IEEE-Norm 802.11ac.

In Deutschland kostet das WLAN-Modell mit 16 GByte Speicher 389 Euro, die Varianten mit 64 und 128 GByte je 100 beziehungsweise 200 Euro mehr. Das LTE-Modul kostet zusätzlich 120 Euro. Das iPad mini 2 bleibt im Sortiment und ist ab 289 Euro erhältlich. (dz@ct.de)

US-Behörden verlangen Zugriff auf iMessage

Die Verschlüsselung in Apples Kurzmitteilungsdienst iMessage sorgt laut einem Bericht der New York Times für Streit zwischen Apple und US-Behörden. Im Sommer habe das Justizministerium mit einem Gerichtsbeschluss Echtzeitzugriff auf Nachrichten von Verdächtigen von Apple gefordert. Apple habe sich jedoch mit der Begründung geweigert, selbst keinen Zugang zu den Inhalten der Nachrichten zu haben, da deren Übertragung Ende-zu-Ende verschlüsselt sei und Apple selbst keinen Schlüssel habe.

Einige ranghohe Beamte des Justizministeriums und der Bundespolizei FBI hätten sich dafür ausgesprochen, Apple deswegen vor Gericht zu bringen. Bei dem Verfahren soll es sich um einen Kriminalfall mit Drogen-Hintergrund gehandelt haben.

Unternehmen wie Apple und Google hatten ihr Engagement für die Verschlüsselung verstärkt, nachdem Edward Snowdens Enthüllungen eine ausufernde Überwachung von Geheimdiensten über das Internet offengelegt hatten. (dz@ct.de)

Apple-Notizen

Der Wechsel weiterer Spezialisten aus der Fahrzeugentwicklung zu Apple, diesmal von Tesla und Tata Motors, befeuert Spekulationen, nach denen der Konzern an einem eigenen Auto arbeitet.

Speicherplatz auf Apples iCloud-Plattform soll künftig günstiger werden: 50 GByte sollen knapp 1 US-Dollar pro Monat kosten, 200 GByte 3 Dollar und 1 TByte 10 Dollar. Preisangaben für Europa sowie den Starttermin für die neuen Preise ließ Apple zunächst noch offen.

Artikel kostenlos herunterladen