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Access Point für Firmen

TP-Link erweitert sein Angebot an Business-APs um das Dualband-Gerät EAP330. Die WLAN-Basis funkt simultan im 2,4- und im 5-GHz-Band über sechs interne Antennen. Im 5-GHz-Band überträgt sie bis zu 1300 MBit/s brutto über drei räumlich unabhängige Datenströme (3-Stream-MIMO) und entspricht der Funknorm IEEE 802.11ac. Auf maximal 450 MBit/s brutto bringt sie es im 2,4-GHz-Band, wenn sie Daten standardkonform gemäß IEEE 802.11n übermittelt. Mit der in diesem Band nicht standardkonformen Modulation QAM256 erreicht der AP bis zu 600 MBit/s brutto. Pro Funkband spannt das Gerät maximal 8 Funkzellen auf.

Der Zugang zum WLAN lässt sich mit benutzerindividuellen Konten per Radius und über ein Captive Portal regulieren. Optional isoliert das Gerät Clients voneinander und kann WLAN-Funkzellen und virtuelle Netze (VLANs) einander zuordnen. Verwalten lassen sich EAP330-Access-Points mittels einer im Lieferumfang enthaltenen Controller-Software für Windows.

Strom bezieht das Gerät wahlweise über ein optionales Steckernetzteil oder aus dem Ethernet-Kabel gemäß dem IEEE-Standard 802.3at. Dabei soll es höchstens 12,1 Watt ziehen, der Standard erlaubt 25,4 Watt. Für die Kommunikation mit dem LAN sorgen zwei bündelbare Gigabit-LAN-Ports. Der EAP330 soll im vierten Quartal in den Handel kommen; einen Preis nannte der Hersteller nicht. (fkn@ct.de)

Stationärer Mobilfunk-Router

Der Mobilfunk-WLAN-Router LTE3301 von Zyxel bindet WLAN-Clients per Mobilfunk ans Internet an und ist für Orte ohne DSL-Anbindung gedacht. LTE-Geräten der Kategorie 4 entsprechend empfängt er bis zu 150 MBit/s und sendet maximal 50 MBit/s. LTE-Advanced-Geräte kommen in Empfangsrichtung auf bis zu 300 MBit/s. Alternativ schaltet der Router auf UMTS herunter, falls er den Empfang dieser Signale besser bewertet als den LTE-Empfang. Per HSPA+ empfängt er dann maximal 42,2 MBit/s; in Senderichtung bringt er es auf bis zu 5,76 MBit/s.

Um Mobilgeräte mit dem Internet zu verbinden, enthält der LTE3301 ein 2,4-GHz-WLAN-Modul und zwei wechselbare Antennen. Über zwei räumlich getrennte Streams (2-Stream-MIMO) überträgt er maximal 300 MBit/s brutto gemäß IEEE 802.11n. Verkabelte Clients lassen sich über vier Fast-Ethernet-Ports (100 MBit/s) anschließen. Der Zyxel LTE3301 kostet 233 Euro. (fkn@ct.de)

4-Stream-Router mit MU-MIMO

Mehr als neun Monate nach der Präsentation in den USA kündigt D-Link seinen WLAN-Router DIR-885L mit Multi-User-MIMO auch in Deutschland an. Das Dualband-Gerät funkt mit vier externen Antennen simultan im 2,4- und im 5-GHz-Band. In letzterem erreicht es bis zu 1733 MBit/s brutto über vier räumlich unabhängige Daten-Streams (4-Stream-MIMO) gemäß der Funknorm IEEE 802.11ac. Verwendet man die im 5-GHz-Band nicht spezifizierte Modulation QAM1024, klettert die Datenrate auf maximal 2165 MBit/s brutto. Im 2,4-GHz-Band bringt es das Gerät gemäß IEEE 802.11n auf 600 MBit/s brutto, mit dem proprietären QAM256 auf 800 MBit/s und mit QAM1024 auf 1000 MBit/s brutto.

Per Multi-User-MIMO (MU-MIMO) soll der Router mehrere Clients simultan mit Daten versorgen; traditionell arbeiten WLAN-Basen die Clients der Reihe nach ab. Wie viele Geräte sich simultan mit Daten beschicken lassen, gibt der Hersteller nicht an. Denkbar sind beispielsweise vier Clients zu je 433 MBit/s brutto oder zwei Clients à 867 MBit/s brutto.

Damit kein Funkmodul überlastet wird, verteilt der Router die Clients gleichmäßig auf beide Bänder. Im DIR-885L arbeitet eine 1,4-GHz-schnelle Dual-Core-CPU; externe Geräte wie Festplatten oder SSDs sollen sich per USB 3.0 anbinden lassen. Der Router soll im ersten Quartal 2016 in den Handel kommen; bis dahin wird der Hersteller auch den Preis festlegen. (fkn@ct.de)

WLAN-Chipsatz für 8-Stream-MIMO

Bisher schienen die Grenzen von 802.11ac in weiter Ferne: Der WLAN-Funkstandard definiert 8 MIMO-Streams, 160 MHz breite Kanäle und Multi-User-MIMO. Der Hersteller Quantenna reizt die Spezifikation mit der Produktfamilie QSR10G nicht nur voll aus, sondern übertrifft sie sogar. Die WLAN-Module QSR10G5 und QSR10PA funken jeweils mit 8, die Modelle QSR10GA und QSR10GU sogar mit 10 und 12 räumlich unabhängigen Datenströmen.

Darüber hinaus arbeiten sie im 5-GHz-Band optional mit 160 MHz Kanalbreite, was dort die maximale Datenrate pro Stream von 433 auf 867 MBit/s brutto erhöht. Gemäß dem IEEE-Standard 802.11ac übertragen die Module im 5-GHz-Band bis zu 6936 MBit/s brutto über 8 räumlich unabhängige Funkströme mit 160 MHz Kanalbreite. Bei einer Kanalbreite von 80 MHz liefert die QSR10G-Chipsatzfamilie 3464 MBit/s brutto. Im 2,4-GHz-Band ergibt die Rechnung maximal 1200 MBit/s brutto, wenn man die im Standard IEEE 802.11n definierte Modulation QAM64 zugrunde legt. Zusätzlich beherrscht der Chipsatz die in beiden Bändern proprietäre Modulation QAM1024. Diese erhöht die Übertragungsraten im 5-GHz-Band auf 4330 MBit/s (80 MHz Kanalbreite), respektive 8670 MBit/s (160 MHz Kanalbreite) brutto bei jeweils 8 Streams; im 2,4-GHz-Band sind 2000 MBit/s brutto mit 8 Streams möglich (40 MHz Kanalbreite).

Der Hersteller Freescale möchte die Technik von Quantenna als erster Abnehmer in seinem Chipsatz QorIQ LS1043A einsetzen. Erste Muster stellt die Firma derzeit her; das Referenz-Design soll im vierten Quartal erhältlich werden. Freescale plant, den Chipsatz in einem Mehrteilnehmer-Gateway einzusetzen. (fkn@ct.de)

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