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4K-OLED-TV

Panasonic hat auf der IFA sein erstes Smart-TV mit OLED-Display vorgestellt. Das Gerät soll im November in den Handel kommen, einen Preis nannte der Hersteller noch nicht.

Das „4K Pro Studio Master UHD“ genannte TX-65CZW954 mit 1,65 Meter Diagonale zeigt Ultra-HD-Auflösung (3840 × 2160 Pixel) und hat ein leicht gebogenes Display. Im Innern steckt ein OLED-Panel von LG, die Signalverarbeitung und Farbanpassung stammt von Panasonic. Der ehemalige Plasmadisplay-Verfechter verspricht, die Bildqualität der Plasmas mit dem organischen Display zu übertrumpfen.

Das TX-65CZW954 ist als erstes 4K-OLED gemäß dem Kinostandard THX zertifiziert, eine isf-Vorkalibrierung ab Werk sorgt für ausgewogene Farben. Eine dynamische Backlight-Regelung für HDR-Bilder (High Dynamic Range) benötigt das Display nicht: Die selbstleuchtenden OLEDs passen die Helligkeit auf Pixelebene an oder schalten sie komplett aus. Das Display beherrscht die 3D-Wiedergabe, man benötigt lediglich passive Polarisationsbrillen wie aus dem Kino; zwei Brillen liegen dem TV bei. Panasonic hat dem rückwärtig mit Alcantara-Stoff bezogenem Gerät ein 60-Watt-Surroundsystem mit je zwei Hoch-, Mittel und Tieftönern spendiert.

Die Smart-Funktionen des OLED-TVs lassen sich per Spracheingaben auf der Touch-Fernbedienung steuern, eine herkömmliche Riegelfernbedienung wird ebenfalls mitgeliefert und wer mag, kann eine Bluetooth-Tastatur anschließen. Im Fernseher stecken zwei Triple-Tuner für DVB-T/C/S2 sowie zwei Einschübe für CI-Karten. So kann man einen verschlüsselten Kanal aufnehmen, während man einen anderen Privatsender guckt. Zusätzlich kann das Smart-TV als DVB/IP-Client und -Server die TV-Signale per (W)LAN empfangen und weitergeben.

An seinen vier HDMI-Eingängen nimmt der Fernseher UHD-Inhalte auch mit 60 Hertz entgegen (2160p60), er beherrscht den HDCP-2.2-Kopierschutzmechanismus und den HEVC-Codec zur Entschlüsselung komprimierter 4K-Signale. Laut Panasonic soll man so auch 4K-Filme von den VoD-Diensten Netflix und Amazon streamen können – im Datenblatt hängt am „Ja“ aber noch ein vorsichtiges „TBD“ (To Be Determined). (uk@ct.de)

Neue Smartwatches

Asus Zenwatch 2 soll in zwei Größen (49 mm × 41 mm mit 60 g und 45 mm × 37 mm mit 50 g) erscheinen. Die leicht gebogene Display-Oberseite aus Gorilla Glas 3 sitzt wie beim Vorgänger in einem eckigen, etwas groß geratenen Metallgehäuse. Das größere Modell WI501Q hat ein 1,63"-OLED mit 320 × 320 Pixeln (278 dpi), die kleinere WI502Q löst auf ihrem 1,45"-OLED mit 280 × 280 Pixeln (273 dpi) auf. Für beide sollen farbige Armbänder aus Gummi, Leder und Stahl erhältlich sein. Die Zenwatch 2 läuft mit der jüngsten Version von Android Wear und lässt sich über Bluetooth mit Android-Smartphones und iPhones koppeln. Sie soll ab Oktober nach Europa kommen und mit 150 Euro wesentlich billiger sein als das Vorgängermodell.

Deutlich mehr muss man für Huaweis Watch anlegen: Mit mindestens 400 Euro ist sie die teuerste reguläre Android-Uhr. Wer echtes Gold auf dem Gehäuse will, zahlt gar 800 Euro. Die Watch ist ab dem 23. September in drei Farbvarianten lieferbar: als Watch Classic mit silbernem Gehäuse, als Watch Active in Schwarz und goldfarben als Watch Elite. Sie hat ein rundes OLED-Display und wirkt mit ihren 42 mm Durchmesser deutlich schlanker als die ebenfalls runde LG Watch Urbane. Dafür trägt sie etwas dicker auf – irgendwo muss der 300-mAh-Akku schließlich seinen Platz finden; er soll anderthalb Tage durchhalten.

Lenovo will seine Android-Smartwatch Motorola Moto 360 ab Ende September gleich in drei Varianten respektive zwei Größen für 300 Euro anbieten: mit 42 und mit 46 Millimeter Durchmesser. Die kleine Version gibt es als Herren- und Damen-Variante mit unterschiedlich breiten Armbändern. Das Metallgehäuse ist wahlweise in Silber, Gold oder Schwarz gehalten. Die Auflösung der LCDs ist auf 360 × 325 Pixel (kleines Modell, 263 dpi) beziehungsweise 360 × 330 Pixel (233 dpi) gewachsen. Leider ist auch bei den neuen Uhren das LCD-Zifferblatt unten abgeschnitten. Dafür steckt statt des altersschwachen OMAP-3-Prozessors von Texas Instruments jetzt ein Qualcomm Snapdragon 400 mit vier Kernen und 1,2 GHz im Gehäuse. (spo@ct.de)

Kameras und Monitor für 8K-Filmproduktion

Canon will eine ganz Reihe von professionellen Aufnahme- und Wiedergabegeräten für die Produktion von 8K-Inhalten entwickeln. Zugleich erarbeitet der Imaging-Spezialist Prozesse für die Wandlung von 8K auf 4K; der digitale Schnitt soll letztlich „nur“ in 4K erfolgen. Angekündigt hat Canon Inc. eine Cinema-EOS-8K-Kamera, einen professionellen 8K-Referenzmonitor und eine digitale Spiegelreflex mit circa 120 Megapixeln.

Die bislang auf 4K-Auflösung begrenzte Cinema-EOS-Filmkamera soll auf 8K erweitert werden. Ihr Super-35-Millimeter CMOS-Sensor soll die hochauflösenden Inhalte auch bei 60 Bildern pro Sekunde mit 8192 × 4320 Pixeln aufnehmen, Canon verspricht einen Dynamikumfang von 13 Blendenstufen und einen großen Farbraum. Dank EF-Bajonett sollen 60 EF-Objektive und 18 EF-Cinema-Objektive zu der kompakten 8K-Filmkamera kompatibel sein.

Ein 8K-Studio-Referenzmonitor mit großem Farbraum und HDR-Kontrast soll die aufgenommenen Inhalte dann anzeigen. Seine Pixeldichte beträgt laut Canon über 300 Pixel pro Zoll, was an der Erfassungsgrenze des menschlichen Auges liegt.

Außerdem arbeitet Canon an einer DSLR mit einer Auflösung von etwa 120 Megapixeln. Zu ihr sollen 60 Objektive aus der EF-Modellpalette kompatibel sein. Den Prototyp eines 120-MP-CMOS-Sensors hatte Canon erst im Februar auf der CP+ im japanischen Yokohama vorgestellt.

Die angekündigten Geräte passen mit HDR-Kontrast und erweitertem Farbraum zur dritten Ausbaustufe des UHD-Standards, der sowohl 4K- als auch 8K-Auflösung umfasst. Bislang ist man allerdings gerade erst bei 4K und damit in der zweiten Ultra-HD-Stufe angelangt, und auch die Produktion von Filmen in 4K-Auflösung etabliert sich gerade erst. Es wird also noch ein Weilchen dauern, bis Ein- und Ausgabegeräte für 8K benötigt werden. Doch dann will Canon ganz vorn dabei sein. Verfügbarkeit und Preise für die angekündigten Systeme nannte Canon noch nicht. (uk@ct.de)

Tintendrucker mit nachfüllbaren Tanks

Nach Epson versucht nun auch Brother, das Geschäftsmodell der über teure Tintenpatronen subventionierten Drucker zu durchbrechen: Unter dem Namen „InkBenefit Plus“ (www.inkbenefitplus.eu) verkauft Brother drei einfache Multifunktionsmodelle, die statt der üblichen Einschübe für Patronen fest eingebaute Tintentanks haben. Diese füllt man wie Epsons EcoTank-Drucker mit günstiger Tinte aus Plastikflaschen nach. Bislang gibt es die InkBenefit-Plus-Drucker allerdings nur in Polen und einigen anderen osteuropäischen Ländern. Die Modelle DCP-T300, DCP-T500W und DCP-T700W drucken mit 6 bis 11 Seiten pro Minute zwar recht behäbig, die mitgelieferte Tinte soll aber für 5000 Farbseiten reichen. Die Schwarztinte hat sogar eine Reichweite von 6000 Seiten pro Flasche. Allen drei Multifunktionsgeräten liegt ein kompletter Tintensatz bei, den WLAN-Modellen T500W und T700W eine zweite Flasche Schwarztinte.

Der T700W hat zusätzlich zum Flachbett-Scanner einen Vorlageneinzug zum Scannen von 20 Einzelseiten; faxen können die Geräte nicht. Bedient werden alle drei über Funktionstasten und ein einzeiliges Monochromdisplay.

In Polen kostet der DCP-T300 umgerechnet 165 Euro, der T500W rund 180 Euro und der T700W 210 Euro. Die Tintenflaschen kosten rund 7 Euro pro Farbe und 9 Euro für Schwarz.

(rop@ct.de)

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