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8-TByte-Festplatten auch mit PMR-Technik

Für Server-und-Storage-Systeme stellt Seagate 8-Terabyte-Festplatten vor, die das etablierte Aufzeichnungsverfahren Perpendicular Magnetic Recording (PMR) verwenden. Seagate konnte dessen Aufzeichnungsdichte auf 1,33 TByte pro Magnetscheibe steigern, sechs davon speichern zusammen 8 TByte.

Bisher gab es 8- und 10-TByte-Festplatten nur mit neuer Technik, die gewisse Nachteile bringt. Die mit Helium gefüllte HGST Ultrastar He ist ziemlich teuer, die Seagate Archive HDD v2 mit Shingled Magnetic Recording (SMR) eignet sich nicht für Daten, die häufig überschrieben werden – wie der Hinweis „Archive“ schon andeutet.

Bei PMR-Platten mit 8 TByte gibt es solche Einschränkungen nicht. Die billigste Variante Enterprise NAS 8TB taucht auf Preisvergleich-Webseiten ab 440 Euro auf, ist aber noch nicht lieferbar. Sie ist für fünf Jahre Dauerbetrieb in NAS mit höchstens 16 Laufwerken gedacht, wobei die Datentransfermenge 300 TByte jährlich nicht überschreiten sollte. Für höhere Belastung im „Nearline Storage“ mit 550 TByte pro Jahr ist die vermutlich teurere Enterprise Capacity 8TB ausgelegt. Sie gibt es in 512e- und 4KN-Versionen, mit SATA-6G- oder mit SAS-12G-Anschluss sowie in selbstverschlüsselnden Ausführungen, letztere als SAS-Variante auch mit FIPS-Zertifizierung.

Sowohl die Enterprise Capacity als auch die Enterprise NAS spezifiziert Seagate mit höchstens einem unkorrigierbaren Lesefehler pro 1015 Bit. Ihre Plattenstapel rotieren mit 7200 Umdrehungen pro Minute, sie schlucken dabei etwa 9 Watt. Die langsamer drehende SMR-Platte mit weniger Scheiben ist zwar sparsamer und billiger, aber auch mit einer höheren maximalen Fehlerwahrscheinlichkeit spezifiziert und nur für 180 TByte pro Jahr ausgelegt. (ciw@ct.de)

Flash rauf, Disk runter

In Europa, dem Nahen Osten und in Afrika (EMEA) schrumpfte der Markt für externe Profi-Speichersysteme im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 1,635 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2015. Das stürmische Wachstum bei Flash-Speicher konnte den Gegenwind nicht ausgleichen.

Der Umsatz sank nicht nur, weil Firmen weniger Speichersysteme mit Festplatten kaufen, sondern auch aus anderen Gründen: Der russische Markt brach wegen des Embargos weiter ein und die Kursschwankungen des Euro schmälerten die in US-Dollar erfassten Einnahmen. Laut den Marktforschern von IDC werden die Kaufzyklen bei Storage-Systemen auch länger. Der Umsatz mit den noch relativ jungen All-Flash-Arrays, die ganz ohne klassische Magnetfestplatten arbeiten, legte im Jahresvergleich jedoch um 113 Prozent zu.

Die Rangfolge der Marktführer EMC, HP und NetApp hat sich im Jahresvergleich leicht geändert: IBM verlor viel stärker als die anderen und rutschte dadurch an NetApp vorbei auf Platz 4. (ciw@ct.de)

Nexenta-Speichersysteme von SanDisk und Supermicro

Die Storage-Software NexentaStor ist für Standard-Server mit x86-Prozessoren gedacht. Für hohe Zuverlässigkeit empfiehlt sich aber der Einsatz zertifizierter Systeme, bei denen man auch Service für das Komplettpaket bekommt. Sowohl SanDisk als auch Supermicro stellen nur für Nexenta zertifizierte All-Flash-Speichersysteme vor.

SanDisk hat das Flash-Speichersystem InfiniFlash 100 bisher mit Ubuntu ausgeliefert, nun steht auch NexentaStor zur Auswahl. Die Geräte sind mit mindestens 64 TByte Rohkapazität erhältlich, maximal sind 2 PByte möglich. Statt herkömmlicher SATA- oder SAS-SSDs kommen im InfiniFlash 100 besondere Flash-Module mit je 8 TByte zum Einsatz, bis zu 64 Stück (512 TByte) passen in einen 3-HE-Einschub.

Supermicro verwendet für sein Nexenta-System zwei „Ultra SuperServer“ (SYS-6028U-NEX2) im 2-HE-Format, die eines oder mehrere externe Disk-Gehäuse per SAS 12G anbinden. Darin stecken 24, 48 oder 72 SAS-SSDs von HGST mit je 400 GByte, 800 GByte oder 1,6 TByte. Folglich stehen bis zu 115 TByte Rohkapazität zur Verfügung. (ciw@ct.de)

Flash-Storage Oracle FS1 mit NV-DIMM-Puffer

Oracle vergleicht sein neues Flash-Storage-Speichersystem FS1 direkt mit dem EMC XTremIO: Es soll bis zu achtmal so viele IOPS und die 9,7-fache Schreibgeschwindigkeit erreichen können. Oracle empfiehlt den Einsatz von FS1 vor allem zusammen mit Oracle-Datenbanken. Zum Anschluss an die Datenbank-Server sind vier bis 12 Fibrechannel-Ports mit je 16 GBit/s vorgesehen.

Die beiden redundant verschalteten Controller sind mit je vier Hexa-Core-Xeons und 384 GByte RAM bestückt. Zum Datenschutz bei Stromausfällen sind NV-DIMMs mit 32 GByte Kapazität und Flash-Backup eingebaut. Via SAS 6G lassen sich bis zu 30 Erweiterungsgehäuse für insgesamt 570 SSDs mit zusammen 912 TByte Kapazität anschließen. (ciw@ct.de)

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