Trends & News | News

Amazon Fire TV: Neues Modell spielt 4K

Die wichtigste Neuerung von Amazons neuer Streaming- und Spielebox Fire TV ist das Streaming von ultrahochaufgelösten Videos (UHD, 3840 × 2160 Pixel) mit 30 Bildern/s. Die Box kostet 100 Euro und wird ab dem 5. Oktober ausgeliefert; ein günstiges Einführungsangebot für Prime-Kunden gibt es diesmal nicht.

Zur bandbreitenschonenden Übertragung der UHD-Videos des hauseigenen Videodienstes (Prime) Instant Video beherrscht das neue Fire TV den modernen Videostandard HEVC/H.265, der mit der halben Datenrate des verbreiteten AVC/H.264 auskommt, bei 4K entsprechend unter 25 MBit/s. Um die ultrahochaufgelösten Inhalte auf den Fernseher zu bringen, muss dieser neben der UHD-Auflösung auch HDCP 2.2 unterstützen.

Amazon will bis zum Jahresende jedoch 90 Prozent seines Videokatalogs auch für geringere Auflösungen in HEVC anbieten, damit Anwender mit schwächeren DSL-Leitungen bessere Streaming-Qualität erzielen. Um Pufferzeiten gering zu halten, nutzt Amazon ASAP (Advanced Streaming and Prediction), das anhand der Sehgewohnheiten vorhersagen soll, was man als Nächstes schauen will, und diese Inhalte schon enthält.

Das neue Modell ist mit einem 64-Bit-fähigen Quad-Core-Prozessor von MediaTek ausgestattet, der mit 2 GHz getaktet wird. Amazon verspricht dadurch 75 Prozent Performance-Steigerung, die vor allem den aus dem Amazon App Shop installierbaren Spielen zugute kommen dürfte.

Äußerlich unterscheiden sich das alte und neue Fire TV nur auf der Rückseite: Dort wo vorher die Ethernet-Buchse war, ist nun ein MicroSD-Kartenslot, über den man das Fire TV um bis zu 128 GByte Speicher erweitern kann. Dieser ist Spielen vorbehalten, Medieninhalte verbleiben auf den internen 8 GByte des Fire TV. Der optische Digitalausgang fehlt beim neuen Modell. Dafür will Amazon mit Dolbys Hilfe eine bessere Audioqualität über Bluetooth liefern. Außerdem unterstützt das Fire TV nun WLAN nach dem schnelleren Standard IEEE 802.11ac.

Eine Besonderheit des ersten Modells war die Sprachsuche. In den USA hat Amazon diese nun um die digitale Assistentin Alexa erweitert, die bisher nur im smarten Netzwerklautsprecher Amazon Echo residierte. Damit sollen auch dienstübergreifende Suchanfragen möglich sein, anfangs bei Hulu, HBO Go, Crackle, Showtime und Starz. Außerdem beantwortet Alexa Fragen, verwaltet die Einkaufsliste und steuert die Musikwiedergabe aus der Amazon Cloud. Wann die Alexa-Unterstützung auch in Deutschland verfügbar sein wird, ist unbekannt.

Die für die Sprachsuche nötige Voice Remote genannte Fernbedienung war bisher per Bluetooth angebunden. Diese konnte wegen des eingebauten Mikrofons zur Sprachsuche nicht das stromsparende Bluetooth Smart einsetzen, sodass die Batterien recht schnell leer waren. Die neue, etwas längere Voice Remote nutzt hingegen WLAN. Dadurch soll die Fernbedienung nicht nur schneller auf Eingaben reagieren, sondern verspricht auch eine Batterielaufzeit von einem Jahr.

Auch der neue Fire TV Game Controller ist per WLAN angebunden. Das Tasten-Layout des Controllers hat sich gegenüber dem alten Fire TV Game Controller nicht verändert, wohl aber die Funktion der zentralen Taste, die nun die in dem neuen Controller eingebaute Sprachsuche des Fire TV aktiviert. An der Controller-Unterseite befindet sich eine 3,5-mm-Buchse, an die man einen Kopfhörer anschließen kann, um das Spielgeschehen direkt auf den Ohren zu haben. Der drahtlose Controller soll es auf bis zu 90 Stunden Batterielaufzeit bringen (wenn man den Kopfhörer nicht verwendet). Der neue Fire TV Game Controller kostet 50 Euro und soll ab dem 22. Oktober erhältlich sein.

Den Fire TV Stick verkauft Amazon weiterhin für 40 Euro mit einer einfachen Fernbedienung ohne Sprachsuche. Der Fire TV Stick ist allerdings auch zu der neuen Voice Remote kompatibel und wird ab 22. Oktober auch mit der WLAN-Fernbedienung zum Preis von 50 Euro angeboten. (vza@ct.de)

Aldi: Musik-Flatrate zum Discount-Preis

Der Discounter Aldi bietet mit „Aldi life“ ein eigenes Musik-Abo an. Mit einem Preis von monatlich 8 Euro ist es 2 Euro günstiger als vergleichbare Angebote am Markt. Aldi nutzt die Plattform von Napster; die Apps für iOS, Android und Windows Phone sind – wie auch der Web-Player – leicht abgewandelte Napster-Clients.

Aldi-life-Kunden bekommen Zugriff auf das übliche Napster-Angebot von rund 34 Millionen Titeln. Der Zugang zu Aldi life ist dabei nicht, wie bei anderen Kombiangeboten üblich, an die Nutzung eines Aldi-Mobilfunkvertrages gekoppelt, sondern steht allen Nutzern offen. Als Bezahlverfahren lassen sich Kreditkarten, PayPal oder in den Aldi-Märkten erhältliche Gutscheinkarten nutzen.

Der Handelskonzern bietet zusätzlich auch Tarif-Pakete für sein Mobilfunk-Angebot Aldi Talk an. Neben dem Zugriff auf Aldi life beinhalten die Musikpakete M oder L für 10 beziehungsweise 15 Euro integrierte Telefon- und SMS-Einheiten sowie eine Datenflatrate von 200 MByte beziehungsweise 500 MByte. Beide dürften beim mobilen Musik-Streaming schnell erschöpft sein, denn die Nutzung von Aldi life geht zu Lasten des allgemeinen Datenvolumens.

Vergünstigte Flatrate-Angebote gibt es bereits länger am Markt. So können Vodafone-Kunden vergünstigt auf Deezer zugreifen, die Telekom kooperiert mit Spotify und bei O2 bekommen Kunden ebenfalls eine vergünstigte Napster-Flatrate für 8 Euro im Monat. Diese setzen jedoch den Abschluss eines Mobilfunkvertrages beim entsprechenden Anbieter voraus. (sha@ct.de)

360°-Videos bei Facebook

Ab sofort können Nutzer in der Facebook-Timeline des WebBrowsers und in der Android-App Rundumvideos angucken; iOS-Unterstützung soll folgen. Bis zum Redaktionsschluss konnte man nur 360°-Videos einiger Facebook-Partner sehen. Auf der Facebook-Seite „360 Videos on Facebook“ findet man alle momentan verfügbaren Rundumvideos.

Bei der Wiedergabe auf Desktop-Computern muss der Nutzer mit der Maus in dem Rundumvideo navigieren. Dazu hält er wie auf YouTube die linke Maustaste gedrückt und zieht die Maus in die gewünschte Blickrichtung. Unter Android wertet der Player den Gyrosensor des Geräts aus, sodass sich der Nutzer durch Lageänderung des Geräts im Raum umschauen kann.

Bisher fehlt die Möglichkeit, die Videos in einem Virtual-Reality-Modus mit Brillen wie der Oculus Rift anzuschauen. (vza@ct.de)

Artikel kostenlos herunterladen

Anzeige
Anzeige