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WLAN-Repeater mit AP-Funktion

Trendnet vergrößert sein Produktspektrum um einen Simultan-Dualband-WLAN-Repeater, der sich auch als Access Point einsetzen lässt. Der TEW-822DRE überträgt im 5-GHz-Band bis zu 867 MBit/s brutto über zwei räumlich unabhängige Funkströme (2-Stream-MIMO); er arbeitet in diesem Band nach dem Funkstandard IEEE 802.11ac. Im 2,4-GHz-Band bringt er es auf maximal 300 MBit/s gemäß IEEE 802.11n. Dank Dynamic Frequency Selection darf der AP im 5-GHz-Band auch in Deutschland die hohen Kanäle ab 52 bis 140 einsetzen. Ob er Cross-Band-fähig ist, ließ der Hersteller bisher offen.

Das gilt ebenfalls für die Anzahl der SSIDs: Laut Datenblatt spannt er bis zu fünf virtuelle Funkzellen auf; ob das pro Band der Fall ist, geht aus den Angaben nicht hervor. Beam-Forming-Technik soll die Funkübertragungsleistung des Geräts verbessern. Den Zugang zum WLAN kann man wahlweise per WPA2 oder über nutzerindividuelle Konten via Radius gewähren. Über einen Schalter lässt sich das Gerät in den AP-Modus versetzen, für die Verbindung zu einem verkabelten Netzwerk sorgt ein Gigabit-LAN-Port. Trendnets TEW-822DRE kostet 110 Euro. (fkn@ct.de)

Firmen-APs

Der Aachener Netzwerkausrüster Lancom hat einen neuen Access Point für Unternehmen in zwei Gehäusevarianten in den Handel gebracht. Das Modell L-822acn kommt im für den Hersteller typischen Gehäuse daher, die alternative Version LN-830acn soll sich mit ihrem unauffälligen Gehäuse beispielsweise in Besprechungsräumen einfügen.

Beide Geräte übertragen Daten simultan im 2,4- und im 5-GHz-Band über vier Antennen; in der Standardvariante liegen diese außen, die schickere Version verbirgt sie im Gehäuse. Im 5-GHz-Band funken die Access Points gemäß der Funknorm IEEE 802.11ac; dabei übertragen sie bis zu 867 MBit/s brutto über zwei räumlich unabhängige Datenströme (2-Stream-MIMO). Mittels zweier MIMO-Streams übertragen sie im 2,4-GHz-Band bis zu 300 MBit/s brutto. In diesem Band kommt der IEEE-Standard 802.11n zum Einsatz. Auf der ersten WLAN-Schnittstelle spannen die Geräte 16 SSIDs auf, die zweite WLAN-Schnittstelle liefert bis zu 15 SSIDs. Laut Hersteller kann ein AP maximal 512 Clients versorgen, er empfiehlt jedoch höchstens 200 Teilnehmer pro AP. Die APs arbeiten auf Wunsch als WLAN-Brücke oder WLAN-Client. Business-typisch beherrschen sie unter anderem VLAN-Tagging. Den Zugang zum WLAN regulieren beide WLAN-Basen wahlweise über Radius mittels nutzerindividuellen Konten.

Strom beziehen die Geräte aus einem im Lieferumfang enthaltenen Steckernetzteil oder per Power over Ethernet (PoE) aus dem LAN-Kabel gemäß IEEE 802.3af. Der Standard spezifiziert eine maximale Leistungsaufnahme von 15,4 Watt, nach Angaben des Hersteller begnügen sich die Geräte mit höchstens 12 Watt. Sowohl der L-822acn als auch der LN-830acn kosten 653 Euro. (fkn@ct.de)

VoIP-Tk-Anlage für Firmen

Die VoIP-Telefon-Anlage MyPBX Standard von Tiptel soll kleinen und mittelständischen Unternehmen den Umstieg auf paketvermittelnde Telefonie erleichtern. Das modulare VoIP-Gateway verwaltet maximal 100 VoIP-Nebenstellen, über die bis zu 25 Teilnehmer simultan telefonieren können. Es enthält acht Erweiterungs-Slots, in die man Schnittstellenkarten mit je zwei AB- oder S0-Anschlüssen stecken kann. In dieser Konfiguration lassen sich beispielsweise bis zu 16 analoge Telefone oder Anlagentelefone einsetzen.

Alternativ nehmen die Schächte Steckkarten mit je einem GSM- oder UMTS-Funkmodul auf, um so bis zu 8 Mobilfunkverbindungen in die Anlage zu integrieren. Zudem bietet der Hersteller eine Karte an, die zwei analoge Amtsleitungen entgegennimmt, um sie per VoIP in einer Firma zu verteilen. Mit dem Internet verbindet sich die Tk-Anlage MyPBX Standard über einen Gigabit-WAN-Anschluss, die LAN-Infrastruktur inklusive der Telefone versorgt sie über einen Gigabit-Ethernet-Port.

Telefonate verschlüsselt das VoIP-Gateway auf Wunsch mit SRTP, in Zukunft möchte der Hersteller auch ZRTP nachrüsten. Die Konfiguration der Anlage erfolgt über ein Web-Interface. Das Tischgerät kostet rund 734 Euro. Module für analoge Schnittstellen gibt es ab 120 Euro, das UMTS-Modul kostet mit einem Preis von rund 390 Euro am meisten. (fkn@ct.de)

Netzwerk-Notizen

Drayteks WLAN-Access-Point VigorAP 910C ist ab sofort für 213 Euro im Handel erhältlich. Das in c’t 20/15 auf Seite 46 vorgestellte Gerät setzt den IEEE-Funkstandard 802.11ac ein.

TP-Link hat für den VoIP-fähigen Router VR200v eine neue Firmware veröffentlicht. Die Software enthält den im Fehlerkorrekturprotokoll G.INP definierten Retransmission-Mechanismus, der an Vectoring-VDSL-Anschlüssen Störimpulse besser kompensieren soll.

AVM bietet die neue Beta-Firmware 6.36 für die Fritzbox-Router 7390 und 7490 an. Sie soll unter anderem die WLAN-Umgebung umfassender anzeigen und eine überarbeitete Heimnetz-Darstellung bieten.

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