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High-End-Display mit 33 Millionen Bildpunkten

Auf Messen hat Sharp schon häufiger 8K-Displays gezeigt, nun will der japanische Hersteller die 85-Zoll-Variante auch verkaufen: Der ab Ende Oktober zunächst in Japan erhältliche LCD-Fernseher mit 2,16 Meter Diagonale verteilt auf seiner Schirmfläche 7680 × 4320 Pixel. Die Signale müssen über vier HDMI-2.0-Eingänge zugespielt werden – pro HDMI-Port ein 4K-Signal. Außerdem soll das Display auch per USB zugespielte 8K-Bilder wiedergeben können.

Der Fernseher namens LV-85001 soll sich auch als High-End-Monitor etwa für CAD-Anwendungen eignen. Fürs TV-Gerät fehlen ohnehin noch die Inhalte, allerdings arbeitet die japanische Rundfunkgesellschaft NHK schon seit Längerem an passenden Signalen. Sie will voraussichtlich 2016 mit öffentlichen 8K-Testausstrahlungen beginnen und rechnet 2020 mit dem ersten Regelbetrieb. Hierzulande fiebern wir erst mal der regelmäßigen Ausstrahlung in 4K entgegen.

Als Display kommt im LV85001 ein VA-Panel mit Sharps IGZO-Transistoren zum Einsatz. Dank der IGZO-Technik (Indium Gallium Zink Oxid) können die Pixeltransistoren kleiner ausfallen, was die Lichtdurchlässigkeit des Panels erhöht und so die Leistungsaufnahme senkt. Den Leistungsbedarf beziffert Sharp dennoch auf beachtliche 1440 Watt.

Die gleichmäßig im Displayrücken verteilten LEDs sollen für eine maximale Leuchtdichte von 1000 cd/m2 sorgen. Dank des Direct-LED-Backlight mit lokal anpassbarer Helligkeit soll das 8K-Display HDR-Kontrast (High Dynamic Range) erreichen; die Farben werden wie im UHD-Standard gefordert mit 12 Bit aufgelöst. Außerdem soll das Display mit 120 Hz angesteuert werden können. Sharp nennt eine Lieferzeit von drei Monaten, was auf eine Einzelanfertigung hindeutet. Da wundert dann auch der Preis nicht mehr – das bestens ausgestattete 8K-Display soll 16 Millionen Yen, umgerechnet etwa 130 000 US-Dollar kosten. (uk@ct.de)

Smartwatch Pebble Time Round: schicker, aber kürzere Laufzeit

Anfang August brachte Pebble eine Variante seiner bekannten gleichnamigen Smartwatch unter dem Namen „Time“ heraus, nun folgt mit „Time Round“ eine Fassung im klassischen, runden Armbanduhren-Design. Das neue Modell steht in drei Ausführungen (schwarz, silber und roségold) und mit Armbändern in zwei Breiten (14 oder 20 mm) zur Auswahl. Dank Schnellverschlussmechanismus sollen Nutzer das Armband bei Bedarf in wenigen Sekunden austauschen können. Mit einem Gewicht von nur 28 Gramm und einer Höhe von gerade einmal 7,5 mm ist die Time Round laut Pebble sogar die schlankste und leichteste Smartwatch der Welt.

Wie die Pebble Time hat auch die Time Round ein Farbdisplay mit 64 Farben, allerdings mit einer höheren Auflösung: Statt 144 × 168 erhalten die Käufer der runden Variante 180 × 180 Bildpunkte. Pebble hat sein SDK passend dazu um die Plattform „Chalk“ erweitert. Eine weitere Änderung betrifft die Wasserdichtigkeit: Während man mit der Pebble Time laut Hersteller bis zu 30 Meter tief tauchen kann, ist die Pebble Time Round nur spritzwassergeschützt. Weitere Veränderungen gegenüber der Time-Version gibt es auf den ersten Blick nicht: Immer noch finden sich im Inneren eine auf 100 MHz getaktete CPU und zwei Sensoren (Beschleunigung und Kompass). Auch die vier Knöpfe am Gehäuse und ein eingebautes Mikrofon hat die Round mit ihrer direkten Vorgängerin gemein. Bei einem genaueren Blick auf die technischen Daten der Time Round fällt jedoch auf, dass für das neue Design offenbar der Akku verkleinert werden musste. In der Folge verliert die Pebble in der runden Variante das wohl bislang größte Herausstellungsmerkmal der Marke: Statt einer Woche läuft die Time Round laut Hersteller nur noch zwei Tage.

Immerhin sollen 15 Minuten Ladezeit reichen, um sie für einen Tag wieder mit Energie zu versorgen. Die Pebble Time Round kann für 249 US-Dollar bereits auf Pebble.com (mit weltweiter Lieferung) sowie bei Best Buy, Target und Amazon vorreserviert werden. Die Auslieferung soll in den USA im November beginnen. Im deutschen Handel wird die Pebble Time Round 2016 erhältlich sein. (nij@ct.de)

4K-Projektoren fürs Heimkino

Die Projektoren Sony VPL-VW520 und VPL-VW320 sind derzeit die einzigen echten 4K-Beamer mit 4096 × 2160 Bildpunkten fürs Heimkino; alle anderen Hersteller zeigen nur hochgerechnete Bilder auf ihren vermeintlichen 4K-Geräten. Allerdings ist die Farbauflösung der Ultra-HD-Signale auf YCbCr:4:2:0 mit 8 Bit bei Wiedergabe von 60 Bildern pro Sekunde (2160p60) begrenzt.

Der VW520 soll im hellsten Modus 1800 Lumen auf die Leinwand bringen, der etwas kleinere VW320 schafft immerhin noch 1500 Lumen. Beides sollte auch für helle Wohnzimmer ausreichen. Gegenüber ihren Vorgängern VW500 und VW300 haben sie langlebigere Lampen für garantierte 6000 Stunden Filmgenuss. Der VW520 besitzt zusätzlich einen HDR-Modus für besonders kontraststarke Bilder mit großem Dynamikumfang.

Beide Beamer nutzen ein reflektives LCoS-Panel – Sony nennt die Technik SXRD –, das 520er Modell hat zusätzlich eine dynamische Automatikblende und speicherbare Positionen des elektrisch verschiebbaren 2-fach-Objektivs zur schnelleren Anpassung an verschiedene Umgebungen. Die in schwarz oder weiß erhältlichen 4K-Projektoren sollen im Oktober für 10 000 Euro (VPL-VW520) und 6000 Euro (VPL-VW320) in den Handel kommen. (uk@ct.de)

Neu und halb so teuer: Samsungs GearVR-Brille

Anlässlich der Oculus-Connect-Konferenz in Los Angeles haben Samsung und Oculus die erste richtige Consumer-Variante der Virtual-Reality-Brille GearVR vorgestellt. Die dritte Version der Smartphone-Halterung ist mit 280 Gramm um 22 Prozent leichter und mit 99 US-Dollar auch nur halb so teuer wie die Vorgänger-Brille, die noch 199 Dollar kostete.

Die neue GearVR trägt im Namen erstmals nicht mehr den Zusatz „Innovators Edition“ und soll mit allen aktuellen Edel-Smartphones aus Samsungs Galaxy-Reihe zusammenarbeiten. Dazu gehören das Galaxy Note 5, das S6 Edge+ und die Modelle S6 sowie S6 Edge. Ansonsten gibt es wenig Unterschiede zu den Vorgängern. Nur das Touchpad an der Seite hat nun statt einer glatten Oberfläche fühlbare Vertiefungen. In den USA will Samsung die GearVR zum „Black Friday“ am 27. November auf den Markt bringen; in Europa soll sie kurze Zeit später zu haben sein, einen Euro-Preis nannte der Hersteller noch nicht.

Anders als rein mechanische VR-Halterungen wie Google Cardboard unterstützt die Gear VR das Smartphone mit eigenen Headtracking-Sensoren. Für den Benutzer fühlt sich die virtuelle Realität damit deutlich flüssiger an. Die Erkennung der Kopfbewegungen kann in puncto Genauigkeit durchaus mit per Kabel mit dem PC verbundenen Brillen wie der Oculus Rift oder HTCs Vive mithalten. Die Rechner-gestützten Brillen erkennen allerdings auch ihre Position im Raum, der mobilen GearVR fehlen naturgemäß die nötigen externen Sensoren. (jkj@ct.de)

Hochsicherheits-Drucker fürs Büro

Mit den neuen Laserdruckern und Multifunktionsgeräten LaserJet Enterprise M506, LaserJet Enterprise MFP M527 und dem Color LaserJet Enterprise MFP M577 präsentiert Hewlett-Packard speziell abgesicherte Bürogeräte für Unternehmen. Zum Sicherheitskonzept gehören HP Sure Start, ein Schutz vor Manipulationen auf BIOS-Ebene, der auch in HPs Arbeitsplatz-PCs der Elite-Serie zum Einsatz kommt. Eine Whitelist soll sicherstellen, dass nur bekannte Firmware geladen und ausgeführt wird.

Im Betrieb überprüft eine Run-time Intrusion Detection das Multifunktionsgerät ständig auf mögliche Angriffe über die verschiedenen Schnittstellen. Das Angriffs-Erkennungs-System hat HP zusammen mit der US-Firma Red Balloon entwickelt, die auf eingebettete Sicherheitslösungen spezialisiert ist.

Die neuen Sicherheitsfunktionen sollen nicht nur in den vorgestellten Laserdruckern, sondern künftig auch in den Officejet-Enterprise-Tintendruckern mit seitenbreitem Druckkopf integriert werden. Das Firmware-Whitelisting und die Run-time Intrusion Detection will HP als Service-Update außerdem für ältere Laser- und Tintendrucker der Enterprise-Reihe anbieten.

Als Software bietet HP den JetAdvantage Security Manager an, mit dem Administratoren Sicherheitsrichtlinien vorgeben können, zum Beispiel zum Sperren bestimmter Ports, zum Abschalten von Zugriffsprotokollen oder zum automatischen Löschen von auf den Business-Druckern gespeicherten Dateien. Kommt es zu einem Reboot, etwa weil ein Angreifer das Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen will, stellt die Software die von der Sicherheitsrichtlinie vorgegebenen Einstellungen automatisch wieder her.

Die neuen Enterprise-Drucker und Multifunktionsgeräte selbst sind für Arbeitsgruppen bis 15 Anwender und monatliche Druckaufkommen bis 7500 Seiten ausgelegt und drucken mit den im Frühjahr vorgestellten JetIntelligence-Tonerkartuschen. Diese enthalten Niedrigtemperatur-Toner und eine verbesserte Reichweitenerkennung. Die Schwarzweißdrucker LaserJet Enterprise M506 sollen im Duplexbetrieb 17 Blätter pro Minute beidseitig bedrucken.

Als Multifunktionsmodelle MFP M527 scannen sie Vorlagen beidseitig dank einer zweiten Scanzeile in nur einem Papierdurchlauf. Über einen großen 20,3-Zentimeter-Touchscreen und – bei der optionalen Flow-Ausstattung – eine ausziehbare Schreibtastatur lassen sich die Geräte bequem bedienen. Die Ausstattung gibt es auch für den Farblaser-Multifunktionsdrucker Color LaserJet Enterprise MFP M577, der 38 Einzel- oder 19 Doppelseiten pro Minute bedrucken soll.

Die Schwarzweißdrucker M506 will HP noch im Oktober zu Preisen ab 500 Euro auf den Markt bringen. Die Multifunktionsmodelle sollen ab November zu Preisen ab 1650 Euro (LaserJet Enterprise MFP M527) und 2120 Euro (Color LaserJet Enterprise MFP M577) folgen. (rop@ct.de)

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