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Mainboards für kleine Server mit 8 SATA-Ports

Bei sparsamen und preiswerten „Single-Socket“-Servern mit nur einem Prozessor ist es oft aufwendig, mehr als sechs Festplatten, SSDs und optische Laufwerke anzuschließen: Die meisten Mainboard-Chipsätze besitzen höchstens sechs integrierte SATA-Ports. Jene mit acht oder zehn sind bisher selten oder für teurere und stromdurstigere Plattformen vorgesehen.

Der mit den Serie-100-Chipsätzen alias Sunrise Point eng verwandte C236 für die kommenden Skylake-Xeons (E3-1200 v5) stellt bis zu acht SATA-6G-Ports bereit. Tyan hat die LGA1151-Mainboards S5542 und S5546 mit C236 angekündigt, die jeweils acht SATA-Ports besitzen. Liefertermine und Preise sind aber noch unbekannt. Fujitsu will bald das D3417-B mit C236 für 159 Euro verkaufen: Es hat sieben SATA-6G-Ports sowie eine Fassung für eine M.2-SSD und verspricht sparsamen Leerlaufbetrieb. Das recht ähnliche D3402-B kommt dabei nämlich mit weniger als 10 Watt aus (siehe Seite 104).

Wann Intel die Skylake-Xeons ausliefern wird, ist derzeit offen – sie sind noch nicht einmal angekündigt. Mit den Core-i5- und Core-i7-Prozessoren funktioniert ECC-RAM nicht; da nimmt man besser einen Zweikerner wie Celeron, Pentium oder Core i3-6000, aber auch die sind noch nicht erhältlich. (ciw@ct.de)

Schnelle PCIe-SSD für Server

Eine Datentransferrate von 5 GByte/s und 850 000 IOPS bei Zugriffen auf zufällig verteilte 4-KByte-Blöcke verspricht Intel für die PCI-Express-SSD DC P3608 – zumindest beim Lesen. Beim Schreiben ist die DC P3608 deutlich langsamer, hier nennt Intel zwischen 2 und 3 GByte/s sequenziell sowie maximal 150 000 IOPS (4K). Die SSDs passen in PCIe-x8-Fassungen und verlangen für maximale Performance PCI Express 3.0. Als Protokoll kommt NVMe zum Einsatz.

Die kleinste Ausführung mit 1,6 TByte Kapazität kann man bei einigen Händlern zu Preisen ab 3700 Euro bestellen, lieferbar ist sie allerdings noch nicht. Die Versionen mit 3,2 und 4 TByte sollen ab etwa 7300 beziehungsweise 9100 Euro erhältlich sein. Die auf den ersten Blick scheinbar hohen Preise liegen niedriger als bei typischen Konkurrenzprodukten wie den Karten der SanDisk-Tochter Fusion-io oder de HGST-Flashmax-Karten. (ciw@ct.de)

ScaleIO: Software-defined Storage von EMC

Das Mitte des Jahres zunächst als reine Software vorgestellte Storage-System ScaleIO will EMC demnächst auch in Form von Appliances liefern, also vorinstalliert auf x86-Servern. Diese ScaleIO Nodes skalieren von mindestens drei auf „über tausend“ Knoten in einem einzigen, zentral verwaltbaren Cluster. Vorteile laut EMC: Einerseits flexibel erweiterbar auf mehr Kapazität oder mehr Performance, andererseits vorkonfigurierte Hardware-Blöcke, was Probleme vermeiden soll. Preise nennt EMC bisher nicht. (ciw@ct.de)

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