Schlauer funken

Linksys EA8500: Erster WLAN-Router mit MU-MIMO-Beschleunigung

Test & Kaufberatung | Test

Es hat Tradition, dass Router-Hersteller mit immer mehr WLAN-Durchsatz kobern. Nach 1750, 1900, 2350 und 3200 MBit/s stehen bei extra teuren Geräten inzwischen 5300 MBit/s auf dem Karton. Die wahre WLAN-Evolution läuft auf einer ganz anderen Schiene: Gleichzeitiges Senden an mehrere Clients soll mehr Speed für alle bringen. Der erste Schlauerfunker zischt schon los.

Ärgerlicherweise sind die hohen Zahlen in vielen Router-Datenblättern nichts als dreiste Effekthascherei: Solch eine Geschwindigkeit kann ein einzelner Client in der Praxis überhaupt nicht erreichen. Denn sie gilt nur als Summendatenrate beim gleichzeitigen Betrieb in beiden WLAN-Funkbändern, was kein handelsüblicher Client kann. Bei manchen Routern wird auch noch über drei Funkmodule summiert [1]. Obendrein kommen proprietäre Modulationstechniken wie Turbo- oder NitroQAM ins Spiel, die natürlich nur mit kompatiblen Clients und in unmittelbarer Nähe etwas bringen.

Die allermeisten WLAN-Clients funken ohnehin bloß über eine (SISO, Single Input, Single Output) oder bestenfalls über zwei Antennen (MIMO, Multiple Input, Multiple Output, [2]) statt über drei oder gar vier wie die Router-Topmodelle. Das begrenzt beim aktuell schnellsten WLAN-Standard IEEE 802.11ac die Bruttodatenrate auf dem Funkkanal schon mal auf 433 beziehungsweise 867 MBit/s – wohlgemerkt bei guter Signalqualität [3]. Einzig Apples MacBook Pro nutzt zurzeit drei Antennen und kommt so auf 1300 MBit/s brutto [4]. ...

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