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Amazon füllt die Vorräte auf

Amazon bietet seinen Bestelldienst für Waren des täglichen Bedarfs namens Pantry ab sofort auch in Deutschland an. Er steht nur Prime-Mitgliedern offen. Unter Amazon Pantry bietet der Versandhändler Lebensmittel, Getränke, Haushalts- und Drogeriewaren, Beauty-Artikel, Baby- und Haustierbedarf an.

Wann immer der Kunde einen Pantry-Artikel in seinen Einkaufswagen legt, packt Amazon es in eine Pantry-Box. Eine solche Box ist 110 Liter groß; sie kann maximal 20 Kilogramm aufnehmen. Eine Prozentangabe soll dem Käufer verdeutlichen, wie viel Platz noch in der Kiste ist. Sobald die Box voll ist, versendet Amazon sie. Der Versand kostet 4,99 Euro pro Box. Kunden können Einkaufslisten anlegen oder in der Vergangenheit schon einmal gekaufte Boxen nachbestellen. (jo@ct.de)

Vorschläge zum Jugendmedienschutz

Die Ministerpräsidenten haben sich auf einen neuen Entwurf für den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) geeinigt, der bis Dezember 2015 in den Landtagen diskutiert werden soll. Dem Entwurf ging ein langer Findungsprozess voraus, dennoch stieß das Ergebnis auf Kritik. So bemängelt der Medienrechtler Professor Marc Liesching, dass die dringlichen Fragen eines zeitgemäßen Jugendschutzes im Web 2.0 in dem nun beschlossenen Entwurf „vollumfänglich unbeantwortet“ bleiben.

Parallel hat der Bund ein Papier mit Vorschlägen vorgelegt. Es soll bald in der Bund-Länder-Kommission diskutiert werden. Die bislang unübersichtlichen gesetzlichen Regelungen werden darin auf zwanzig Paragrafen reduziert. Sie sollen für alle Medien gleichermaßen gelten; die bisherige Unterscheidung zwischen Datenträgern, Online-Inhalten oder Rundfunksendungen entfällt.

Medienanbieter hätten demzufolge die Wahl zwischen vier Stufen zur Altersbewertung mit abgestuften Privilegien. Der Anbieter kann aber auch wie bisher auf seine eigene Einschätzung vertrauen und Inhalte ohne externe Alterskennzeichnung verbreiten. Alle Selbstkontrolleinrichtungen (FSK, USK, FSF, FSM) werden gleichgestellt: Jede kann alle Medien ungeachtet des Verbreitungsweges nach Altersstufen bewerten und alle Entscheidungen haben dieselben Rechtsfolgen. Bisher galten unterschiedliche Kompetenzen und Verfahren bei der Alterskennzeichnung von Filmen oder Spielen.

Automatisierte Altersbewertungssysteme wie das der International Age Rating Coalition (IARC) sollen berücksichtigt werden. Die Sonderstellung von öffentlich-rechtlichen Sendern wie ARD und ZDF möchte der Bund einschränken: Jugendschutzverstöße sollen zwar künftig beanstandet werden können, Bußgeldverfahren aber weiterhin ausgeschlossen bleiben. Altersbewertungen durch ARD und ZDF käme nach dem Vorschlag der gleiche Stellenwert zu wie solchen der anerkannten Selbstkontrolleinrichtungen. (uma@ct.de)

Sichere Online-Zahlungen

Das EU-Parlament hat eine neue Vorschrift für Zahldienste beschlossen, die das Bezahlen im Internet sicherer und günstiger machen soll. Sofern die Minister der Mitgliedsstaaten zustimmen, wird sie 2017 in Kraft treten. Sie soll für mehr Auswahl bei den Bezahlverfahren und für mehr Wettbewerb zwischen den Diensten sorgen. Das Parlament hofft, dass dadurch die Kosten für Online-Zahlungen sinken.

Die Dienste werden verpflichtet, zum Beispiel sichere Authentifizierungsverfahren einzuführen, um das Betrugsrisiko zu senken. Bei nicht autorisierten Zahlungen sollen Verbraucher nur noch bis 50 Euro statt wie heute bis 150 Euro haften. Außerdem gilt die Regelung auch für Bezahldienste, die direkt vom Bankkonto abbuchen wie „Sofort Überweisung“ und „Giropay“. Sie waren von der bisherigen Regulierung der Zahlungsdienste ausgenommen. (ad@ct.de)

eBay startet lokalen Online-Marktplatz

Der lokale Einzelhandel von Mönchengladbach bietet seine Waren nun auf einer speziellen eBay-Seite an: Auf „Mönchengladbach bei eBay“ können Kunden rund 200 000 Artikel von 50 Händlern bestellen und sich nach Hause liefern lassen. Alternativ kann man die Waren auch im Geschäft abholen. Somit verbindet das Pilotprojekt den Einzelhandel mit dem Online-Shopping. Der Test soll zunächst bis Mitte 2016 laufen. Das Projekt Online City Wuppertal (siehe c’t 16/15, S. 70) hat derweil ein sogenanntes Retail Lab eröffnet. Es soll Online-Händler nach Wuppertal locken, damit sie in bestehenden Geschäften Flächen anmieten oder sogar eigene eröffnen. (jo@ct.de)

Google ist jetzt Alphabet

Der bisherige Google-Konzern hat den Umbau zur neuen Holding mit dem Namen Alphabet offiziell vollzogen. Das Kerngeschäft mit der Internet-Suchmaschine und anderen Online-Diensten behält den Namen Google und wird mit dem im August angekündigten Umbau (siehe c’t 19/15, S.25) zu einer Alphabet-Tochter. Der bisherige Google-Chef Larry Page wechselt an die Spitze der neuen Konzern-Holding, die er mit dem anderen Google-Gründer Sergey Brin führt. Die Führung bei der Internet-Firma Google übernimmt Top-Manager Sundar Pichai.

Als weitere eigenständige Firmen unter dem Alphabet-Dach wurden bereits unter anderem der Start-up-Finanzierer Google Ventures, der Heimvernetzungsspezialist Nest und das Innovationslabor Google X angekündigt. Neben Domain abc.xyz, unter der die Alphabet-Holding residiert, hat sich das Unternehmen auch die Adresse abcdefghijklmnopqrstuvwxyz.com gesichert – die es allerdings bislang nicht nutzt.

(jo@ct.de)

Online-Notizen

Facebook ergänzt den Like-Button um Emojis: Mitglieder sollen ihre Meinung zu einem Beitrag künftig auch per Klick auf „Lachen“, „Weinen“, „Wut“, „Staunen“ und „Wow“ kundtun können.

Die Hersteller der Werbeblocker AdBlock (Betafish) und AdBlock Plus (Eyeo) arbeiten künftig bei der Initiative Acceptable Ads zusammen. Sie wurde von Eyeo gegründet, um geprüfte, nicht nervende Werbung gegen Gebühr durchzulassen.

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