Wiederbelebung

Direktzugriffe auf I/O-Ports unter aktuellem Windows

Wissen | Know-how

Mit dem Abschied von Windows XP stehen nicht wenige (meist ältere) Nutzer vor dem Problem, wie sie ihre manchmal sehr teure, direkt per I/O angesprochene Hardware, etwa eine Fräse, weiterbetreiben können. Das Problem: Mit Windows Vista hat Microsoft die sogenannte I/O Permission Bitmap abgeschafft – aber man kann sie wiederbeleben.

Unter DOS im Real Mode war es damals kein Problem, da standen alle I/O-Ports ungeschützt zur freien Verfügung. Dann kamen Windows und Zug um Zug mehr Restriktionen – denn mit ungeschützten Zugriffen auf I/O-Ports konnte man zu viel Unfug anstellen, etwa an den PCI-Registern herumfummeln. Die Einschränkungen betrafen nicht nur DOS, sondern auch die Programme unter Windows 95/98. Einige Ports ließ Microsoft zunächst noch mit Rücksicht auf DOS offen, andere konnte man sich nur über einen Kerneltreiber freischalten lassen oder man musste alternativ für jede einzelne Ein/Ausgabe eine Treiberfunktion aufrufen – was allerdings den Zugriff mitunter deutlich verlangsamte. Zahlreiche VxD-Treiber kamen als Abhilfe Mitte der 90er-Jahre heraus, vor allem GiveIO.sys von Dale Roberts, veröffentlicht 1996 im legendären Dr. Dobb’s Journal, das Anfang dieses Jahres nach 38 Jahren leider eingestellt wurde. Auch c’t stellte 1996 einen Treiber namens direct95.sys beziehungsweise directnt.sys mit zahlreichen Funktionen vor, der im Unterschied zu den genannten gezielt einzelne Portbereiche für den User-Modus freischalten und wieder blockieren konnte und der darüber hinaus auch DeviceIO-Funktionen zum indirekten Zugriff auf die Ports (wenn auch in der ersten Fassung nur 8-bittig) bot. GiveIO.sys und die andern hingegen schalteten zumeist großzügig gleich sämtliche Ports frei.

Bis hin zu Windows XP (32 Bit) liefen solche Freischaltungen auch noch mit alten DOS-Programmen. Man musste lediglich den Treiber GiveIO installieren und starten. Eine Software, die Letzteres bequem erledigte, lieferte Dale Roberts ebenfalls gleich mit: Loaddrv. Diesen Job kann man inzwischen aber auch mit Bordmitteln erledigen, am einfachsten mit dem Service Controller. Für die Installation und Registrierung sorgt ...

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c't 24/2015, Seite 182 (ca. 2.5 redaktionelle Seiten)
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  1. Gnadenloses Vista
  2. Patchguard ausgetrickst
  3. ECP, EPP, ETC
  4. Und DOS?
  5. Die I/O Permission Bitmap

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  1. Gnadenloses Vista
  2. Patchguard ausgetrickst
  3. ECP, EPP, ETC
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