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ResearchKit-Studien zur Melanom- und Autismus-Entwicklung

Mehr als 100 000 Nutzer haben im vergangenen halben Jahr Daten zu Studien beigesteuert, die Apples Open-Source-Framework ResearchKit nutzen. ResearchKit erleichtert die Entwicklung von Apps zur Feldforschung. Damit beliefern die Anwendungen Wissenschaftler mit Daten, die die Sensoren der Geräte erfassen und die Teilnehmer selbst beisteuern.

Nach ersten Studien unter anderem zu Asthma, Parkinson, Diabetes und Kreuzbandriss setzen Wissenschaftler verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen das Framework für weitere Arbeiten ein, wie Apple nun ankündigt: Eine Studie zu Epilepsie will klären, ob sich die Sensoren der Apple Watch zur Erfassung von Krampfanfällen einsetzen lassen. Dafür startet der Patient bei einem Anfall eine Watch-App vom Ziffernblatt aus, die mit Beschleunigungssensor und der Herzfrequenzmessung am Handgelenk eine Signatur erstellt und eine Kontaktperson informiert. Die Apple-Watch-App soll neben den Anfällen auch die Medikation des Patienten protokollieren.

Weitere Studien untersuchen, ob sich Fotos zur Analyse von Melanomen und Autismus-Entwicklungsstörungen bei Kindern verwerten lassen. Zur Teilnahme an Studien müssen Nutzer Einwilligungserklärungen unterzeichnen und der jeweiligen App den Zugriff auf verschiedene Daten und Sensoren einzeln einräumen. (dz@ct.de)

Aktualisierungen für Macs und iOS-Geräte

Der iPhone- und Mac-Hersteller Apple hat Ende Oktober das erste Update für OS X 10.11 El Capitan veröffentlicht. Wie erwartet behebt die Aktualisierung OS X 10.11.1 etliche verbliebene Fehler der knapp einen Monat zuvor veröffentlichten Version. Dazu gehört der Installationsablauf, der bei Aufrüstungen von älteren Versionen zuverlässiger funktionieren soll.

Ferner beseitigt OS X 10.11.1 Absturzprobleme bei den Office-2016-Anwendungen, beim Mailversand, der Anzeige von Mails und Postfächern sowie Audio-Unit-Plug-ins, die sich nicht alle laden ließen. Hersteller von Musik-Apps hatten zuvor vom Upgrade auf El Capitan abgeraten. Neu hinzugekommen sind Funktionen für Unicode 7 und 8 und eine ganze Reihe neuer Emojis.

Auch sind etliche Sicherheitslücken gestopft, darunter im Web-Browser Safari. Ein Security Update 2015-007 bringt Bereinigungen für frühere OS-X-Versionen, für Mavericks gibt’s zudem ein EFI-Update, das die Mac-Firmware gegen Angriffe wappnet. Mit der Finalversion der Entwicklungsumgebung Xcode 7.1 lassen sich nun tvOS-Apps entwickeln. Dafür bringt sie Swift 2.1 mit und behebt Sicherheitslücken. Letzteres gilt auch für den OS-X-Server in Version 5.0.15.

In iOS 9.1 behebt Apple diverse Fehler, stopft Sicherheitslücken, über die sich iOS-9-Geräte per Pangu-Software knacken ließen, rüstet neue Emojis nach und verbessert die Live-Photos-Funktion für iPhone 6s und 6s Plus – beim Ablegen des Geräts zeichnet es nicht mehr auf. Die neue Apple-TV-4-Box und das kommende iPad Pro samt Computerstift Pencil setzen iOS 9.1 voraus. (dz@ct.de)

iOS 8 und 9 nicht entschlüsselbar

Mit Passcode gesicherte aktuelle iPhone-Modelle lassen sich Apple zufolge nur mit Kenntnis des Codes entschlüsseln. Ein US-Richter wollte im Rahmen einer Ermittlung Zugriff auf ein beschlagnahmtes Telefon von Apple erhalten.

Bei den etwa 10 Prozent der Geräte, die mit iOS 7 oder älter laufen, könnten auch Dritte Zugriff auf die darauf gespeicherten Daten erhalten. Apple würde den Zugang dazu aber nur auf ausdrückliche Anordnung von Behörden öffnen. Die aktuellen Verschlüsselungsfunktionen auf Smartphones mit mindestens iOS 8 könne aber auch Apple selbst nicht aushebeln, erklärte das Unternehmen.

Apple-Chef Tim Cook hat sich schon mehrfach für den Schutz der Privatsphäre und harte Verschlüsselung ausgesprochen. So argumentierte er beispielsweise gegen Forderungen des US-Präsidenten Obama und des britischen Premierministers Cameron nach Hintertüren für Regierungen.

Zuletzt nahm Cook in einem Interview mit dem Wall Street Journal erneut Stellung zu dem Thema: „Wir denken, Verschlüsselung ist ein Muss in der heutigen Zeit. Hintertüren sind kein Muss. Es gibt keine Hintertüren nur für die good guys, es besteht immer die Gefahr, dass diese von bösen Buben ausgenutzt werden.“ Niemand solle sich zwischen Privatsphäre und Sicherheit entscheiden müssen. „Wir sollten intelligent genug sein, beides haben zu können“. Zusammen mit Dropbox und anderen IT-Unternehmen spricht sich Apple auch gegen ein neues Cyber-Sicherheitsgesetz der US-Regierung aus. Es könne staatlichen Stellen die Macht geben, ihre Bürger auszuspionieren, kritisieren die Konzerne. (dz@ct.de)

Apple unterliegt im Patentstreit

Mitte Oktober wurde Apple schuldig gesprochen, in Mobilgeräten Patente der University of Wisconsin verletzt zu haben. Die Geschworenen sprachen der US-Universität Schadensersatz in Höhe von 234 Millionen zu (206 Millionen Euro).

Die Strafe bleibt damit deutlich unter der in diesem Fall höchstmöglichen von 862 Millionen US-Dollar. Der zuständige Richter hatte in der Urteilsbegründung erklärt, dass Apple keine vorsätzliche Patentverletzung nachgewiesen werden konnte. Apple hatte in den eigenen SoCs A7, A8 und A8X Techniken zur Effizienzsteigerung verwendet, die die Universität Wisconsin 1998 patentiert hatte. Das Gericht hatte Apples Forderung zurückgewiesen, das Patent für ungültig zu erklären. (dz@ct.de)

Apple-Notizen

Die Akkulaufzeiten beim iPhone 6s, dessen Prozessor zwei verschiedene Hersteller liefern, unterscheiden sich nicht wesentlich. Das meldet die Fachzeitschrift Mac & i auf Grundlage eigener Messungen. Zuvor hatte ein Nutzer mit der Behauptung Aufmerksamkeit erregt, dass Exemplare mit dem von Samsung gefertigten Prozessor deutlich kürzer durchhielten, als jene mit dem TSMC-Gegenstück.

Mit einer kleinen Aktualisierung auf watchOS 2.0.1 macht Apple das Betriebssystem seiner Uhr stabiler und behebt eine Reihe von Fehlern, die unter anderem die Batterielaufzeit reduzieren konnten.

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