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Android 6.0: Verschlüsselung ab Werk, aber nicht für alle

Android kann schon seit Version 3.0 den internen Flash-Speicher verschlüsseln, bislang ist die Funktion aber auf den meisten Smartphones gar nicht vorhanden oder standardmäßig deaktiviert. Google will das nun ändern: Hersteller müssen ihre Android-6-Smartphones und -Tablets mit aktivierter Verschlüsselung des internen Flash-Speichers ausliefern, wenn sie Googles Kompatibilitäts-Test bestehen wollen.

Es gibt allerdings eine Einschränkung: Die Pflicht gilt nur für Geräte, die dank schneller CPU oder spezieller Hardware-Beschleunigung kryptografische Berechnungen (AES ab 128 Bit) mit mindestens 52 MBit/s durchführen. Das geht aus den Mindestanforderungen für Android 6.0 hervor, die Google als PDF veröffentlicht hat (siehe c’t-Link).

Auch Geräte mit wenig Arbeitsspeicher sind von der Pflicht ausgenommen – die minimale Größe verschweigt Google allerdings. In der Praxis werden voraussichtlich viele günstige Smartphones und Tablets ohne standardmäßig aktivierte Verschlüsselung auf den Markt kommen. Offenbar befürchtet Google, dass sie mit Verschlüsselung zu langsam werden. Auf Geräten mit 64-Bit-CPU dürfte es keine Performance-Probleme geben.

Ebenfalls außen vor sind Geräte, die nicht mit Android 6.0 ausgeliefert werden, sondern die Software als Update erhalten. Eigentlich wollte Google die Verschlüsselung schon mit Android 5.0 Lollipop obligatorisch machen. Der Konzern ruderte im März aber zurück.

Die Verschlüsselung hilft in der Praxis vor allem persönliche Daten zu schützen, wenn man sein Smartphone verkauft oder weitergibt. Setzt man es auf die Werkseinstellungen zurück, wird der Schlüssel entfernt, wodurch die Daten nicht mehr entzifferbar sind. Ohne Verschlüsselung können auch nach dem Zurücksetzen auf den Werkszustand oft noch Daten ausgelesen werden. (cwo@ct.de)

Lenovo-Ultrabook kehrt zurück zu den Wurzeln

Für den Vorgänger Yoga 3 Pro musste Lenovo viel Kritik einstecken. Die vierte Auflage des Ultrabooks, das Yoga 900, soll es besser machen: Den zwar stromsparenden, aber lahmen Intel Core M hat der Hersteller ersetzt und zwar durch CPUs der sechsten Core-i-Generation (Skylake) bis hinauf zum i7. Die Kühlung soll dank eines 30 Prozent größeren Lüfters leiser geworden sein.

Überarbeitet wurde auch die Tastatur, die nun wieder eine Reihe mit richtigen Funktionstasten hat. Beim Yoga 3 waren diese als Doppelbelegung auf die Zifferntasten gewandert. Neun Stunden Laufzeit verspricht Lenovo mit dem neuen Akku, der 66 statt 44 Wh speichert. Der Arbeitsspeicher ist 8 oder 16 GByte groß und die SSD steht mit 256 oder 512 GByte zur Auswahl. Außer den zwei klassischen USB-3.0-Anschlüssen sowie einer USB-Typ-C-Buchse gibt es noch einen SD-Kartenleser und eine Headset-Buchse.

Die verbesserte Hardware fordert bei den Maßen ein wenig Tribut: Mit 15 Millimetern Dicke und 1,3 Kilogramm Gewicht legt das Yoga 900 im Vergleich zum Vorgänger um 2 Millimeter und 100 Gramm zu. Unverändert blieben der 13,3 Zoll große IPS-Touchscreen mit 3200 × 1800 Pixeln und das 360-Grad-Scharnier. In Deutschland soll die günstigste Ausstattungsvariante demnächst für 1700 Euro inklusive Windows 10 erhältlich sein. (asp@ct.de)

Blackberrys Android-Phone mit Tastatur

Dass Blackberry an einem Android-Smartphone arbeitet, ist schon bekannt. Nun haben der Hersteller und ein britischer Vertriebspartner Details bekanntgegeben: Demnach kommt das „Priv“ mit ausziehbarer Tastatur und High-End-Hardware. Das 5,4-Zoll-Display mit AMOLED-Technik ist an beiden Seiten leicht gebogen ähnlich wie bei Samsungs Edge-Serie. Der Bildschirm hat eine Auflösung von 2560 × 1440 Pixeln, was sehr scharfen 540 dpi entspricht.

Trotz großem Akku (3410 mAh) und ausziehbarer Tastatur wirkt das Gerät einigermaßen handlich: Mit 9,4 Millimetern Dicke und 192 Gramm Gewicht liegt es nur wenig über den Werten aktueller High-End-Smartphones. Es kommt mit Android 5.1, 3 GByte RAM, 32 GByte Flash-Speicher, microSD-Slot und schneller Qualcomm-CPU (Snapdragon 808). Eine Warn-Software namens „DTEK“ soll für Sicherheit und Datenschutz sorgen; Details dazu hat Blackberry aber noch nicht verraten.

Bei einigen deutschen Händlern kann man das Priv für 800 Euro vorbestellen. Damit liegt es preislich gleichauf mit den großen High-End-Smartphones von Samsung und Apple. Infos zum Auslieferungstermin in Deutschland gibt es bislang nicht. Carphone Warehouse will es Anfang November in England ausliefern. (asp@ct.de)

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