Die Nacht in Zahlen

Schlaftracker vs. Schlaflabor

Test & Kaufberatung | Test

Wearables und Sensoren im Bett werben mit akkurater Schlafanalyse. Wie viel an dem Versprechen dran ist, haben wir in einem Schlaflabor getestet.

Jeder Dritte in Deutschland leidet unter gelegentlichen Schlafproblemen, jeder Zehnte an chronischen Schlafstörungen: Kein Wunder, dass die Wearable-Industrie mit Schlafmessfunktionen die leidende Zielgruppe im Visier hat. So messen viele Aktivitätstracker nicht nur Bewegung, sondern auch die Schlafqualität – und versprechen ein besseres Verständnis für den eigenen Schlaf sowie eine gesteigerte Motivation, rechtzeitig ins Bett zu gehen.

Wer keine Lust hat, einen Sensor am Körper zu tragen, kann auch sein Bett mit Tracker-Technik aufrüsten: Sensoren zur Befestigung auf oder unter der Matratze erfassen unterschiedlichste Körperregungen und ziehen daraus Rückschlüsse auf Schlafdauer und Schlafqualität. Was die verschiedenen Geräte können und wie genau sie messen, haben wir in einem Praxistest untersucht. Dazu haben wir sechs Aktivitätstracker und Bettsensoren in ein Schlaflabor mitgenommen und die Ergebnisse der Gadgets mit der medizinischen Schlafmessung verglichen. Mit im Labor waren die Armbänder und Uhren von Basis, Fitbit, Misfit und Withings sowie die Bettsensoren von Beddit und Withings. ...

Schläfrige Fakten: von REM- und Leichtschlafphasen

Durchschnittlich braucht der erwachsene Mensch 7 bis 8 Stunden Schlaf (Median). Der Schlafbedarf ist statistisch normalverteilt: Einige Menschen brauchen mit 10 Stunden sehr viel Schlaf, andere kommen mit 4 bis 5 Stunden aus. Im Alltag kann der Mensch mit weniger Schlaf funktionieren (bei einem durchschnittlichen Schlafbedarf von zum Beispiel 6 Stunden), jedoch holt er den fehlenden Schlaf in der Regel nach, etwa am Wochenende.

Laut der AASM-Klassifkation (American Academy of Sleep Medicine) von 2007 gibt es vier Schlafstadien: Stadium N1 (leicht), N2 (intermediär), N3 (Tiefschlaf) und REM-Schlaf (Rapid Eye Movement). Vereinfacht kann man sagen, dass die Tiefschlafphasen für die Erholung des Körpers wichtig sind, die REM-Phasen eher für die mentale Verarbeitung des vergangenen Tages. Durchschnittlich durchläuft man pro Nacht drei Tiefschlafphasen.

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