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Musik-Produktion: Ableton Live 9.5 und neuer Push-Controller

Ableton hat eine neue Version seiner Digital Audio Workstation Live veröffentlicht. Live 9.5 bringt überarbeitete Sampler mit, die nun Loops zerteilen, das Tempo verändern (warpen) und mit neuen Analogfiltern verfremden können. Dazu gibt es drei neue Max-Instrumente: Ein polyfoner Synthesizer für Streicher und Flächensounds, ein Bass-Synthesizer sowie ein spezieller Push-Synthie. Die Pegelmeter zeigen neben dem Spitzenwert auch RMS-Pegel für die empfundene Lautstärke an. Bei der Farbgebung hat sich Ableton von Bitwig inspirieren lassen und färbt nun Clips automatisch passend zur Spur ein, was die Übersicht verbessert. Für Besitzer von Live 9 ist das Update kostenlos, das Programm läuft unter Windows 7 und höher sowie OS X ab 10.7.

Nachgeliefert werden soll „Link“, eine neue Synchronisierungs-Methode über WLAN, mit der verschiedene Rechner mit Live sowie Musik-Apps für iOS synchron zusammenspielen können. Link überträgt dazu eine Art MIDI-Clock mit Start- und Stop-Parametern. Ableton will Link als Standard auch für andere Musik-Programme offenlegen. Zu den ersten Apps mit passender Unterstützung sollen Audiobus, Elastic Drums sowie diverse iOS-Apps von Korg und Finger Pro gehören.

Darüber hinaus hat Ableton seinen Push-Controller überarbeitet. Die neue Fassung wartet mit einem farbigen hochauflösenden Display auf, auf dem sich Samples editieren und Pegelmeter anzeigen lassen. Die Gummitaster wurden ebenfalls verbessert: Sie sollen nun sensibler auf die Anschlag- und Druckstärke reagieren und dank einer vierten weißen LED auch in reinem Weiß leuchten. Allerdings steigt der Preis des Controllers von 500 auf 700 Euro (inklusive Live 9.5 Intro). Besitzern des ersten Push-Controllers bietet Ableton bis zum 1. Mai 2016 eine Trade-In-Aktion an: Wer bei Kauf eines neuen Push seinen alten Controller bei Ableton in Zahlung gibt, erhält bis zu 30 Prozent Rabatt. Die zurückgegebenen Controller sollen überholt und an Schulprojekte verteilt werden.

(hag@ct.de)

Media-Center-Distribution OpenELEC 6.0 erschienen

Die rund um die Medienzentrale Kodi (früher XBMC) gestrickte Spezial-Linux-Distribution OpenELEC verwandelt PCs und diverse ARM-Minirechner wie den Raspberry Pi (2), Hummingboard, CuBox & Co. in Netzwerk-Mediaplayer. Mit Version 6.0 aktualisiert OpenELEC seine zentrale Komponente auf das aktuelle Kodi 15.

Die Entwickler weisen darauf hin, dass viele Kodi-Add-ons und -Skins noch nicht für Kodi 15.x zur Verfügung stehen. Um Probleme nach dem Upgrade einer OpenELEC-Installation zu vermeiden, empfehlen sie des Weiteren, ein Soft-Reset durchzuführen, um die OpenELEC- und Kodi-Einstellungen zurückzusetzen.

OpenELEC liefert die meisten Audio-Encoder/Decoder, Visualisierungs- und Videorecorder-Add-ons nicht mehr mit; sie lassen sich jedoch über das Add-on-Repository nachrüsten. Dabei lösen Videorecorder-Erweiterungen wie Linux VDR und TVheadend etwaige Abhängigkeiten auf und installieren benötigte Komponenten automatisch nach.

(vza@ct.de)

Sony: Erste Blu-ray mit Auro-3D-Ton

Sony Pictures Home Entertainment will am 3. Dezember in Deutschland „Pixels“ als seine erste Blu-ray Disc veröffentlichen, die eine englischsprachige Tonspur für das neuen Surround-Format Auro-3D enthält. An einer passenden Anlage mit Höhenlautsprechern bekommt das Geschehen auf dem Bildschirm klanglich eine zweite „Tonschicht“ über den Köpfen der Zuschauer. Es ist zugleich der erste Auro-3D-Titel eines Major-Studios.

Die Wahl des Rundum-Sound-Formate überrascht, da Sony in den USA den Auro-3D-Konkurrenten Dolby Atmos unterstützt: Mit dem STR-ZA5000ES will das Unternehmen dort im kommenden Frühjahr seinen ersten Audio/Video-Receiver mit Dolby-Atmos-Decoder auf den Markt bringen (siehe c’t 24/15, Seite 36). Passend dazu veröffentlichte Sony Pictures Home Entertainment in den USA unter anderem bereits „Pixels“ mit Dolby-Atmos-kodierter Tonspur auf Blu-ray.

Sowohl bei der US-amerikanischen als auch bei der deutschen Blu-ray von „Pixels“ erhält man den Rundum-Sound – in Dolby Atmos beziehungsweise Auro-3D – lediglich bei der 2D-Fassung. Die 3D-Version des Films wird nur mit gewöhnlichem Mehrkanalton ohne Zusatzinformationen für Höhenlautsprecher ausgeliefert.

Sony hat bislang weltweit keinen Auro-3D-tauglichen AV-Receiver angekündigt; in Deutschland beschränkt sich die Auswahl auf ausgewählte Modelle von Denon und Marantz. Auch bei diesen ist Auro-3D aber nicht ab Werk installiert, sondern nur über ein kostenpflichtiges Firmware-Update nachrüstbar.

Auf Nachfrage erklärte Sony Pictures Home Entertainment gegenüber c't, in absehbarer Zeit in Deutschland keine Blu-ray-Titel mit Dolby-Atmos-Ton auf den Markt zu bringen. Die Veröffentlichung weiterer Scheiben mit Auro-3D-Ton plane man „individuell“. (nij@ct.de)

Amazon Prime Music:Eine Million Songs aus der Cloud

Abonnenten des Amazon-Dienstes Prime können ab sofort ohne zusätzliche Kosten auf über eine Million Musiktitel zugreifen. Der neue Musikdienst lässt sich über den Prime-Bereich der Amazon-Homepage sowie den Amazon Cloud Player für Windows und OS X nutzen. Außerdem stehen Amazon-Music-Apps für iOS, Android sowie FireOS bereit. Wer ein Fire-TV-Gerät besitzt, kann darüber direkt auf Prime Music zugreifen. Zudem soll Prime Music in das bevorstehende Update 6.0 für das Musikverteilsystem von Sonos integriert sein.

Der Katalog von Prime Music lässt sich nach den üblichen Kriterien durchforsten. Mit Prime Radio stehen in 13 Kategorien werbefreie, automatisierte Endlos-Abspiellisten nach dem Vorbild von Pandora bereit, um tiefer in den Katalog einzusteigen. Diese Stationen lassen sich durch ein Voting-System an die persönlichen Hörgewohnheiten anpassen. Eigene Künstlerradios kann man nicht anlegen.

Ergänzt wird das Angebot um redaktionell bearbeitete Abspiellisten mit je ein paar Dutzend Songs. Hier finden sich in der Kinderrubrik die einzigen Hörbuch-/Hörspielinhalte von Prime Music. Grundsätzlich können Nutzer auf den Dienst nur mit einem Gerät gleichzeitig zugreifen. Der Prime-Vorteil lässt sich nicht auf andere Haushaltsmitglieder ausweiten. Für das Prime-Abo werden momentan 50 Euro jährlich fällig – neben Prime Music umfasst das Angebot Prime Video und priorisierten kostenfreien Premium-Versand, sowie die Kindle-Leihbücherei. (sha@ct.de)

Vivosmart HR: Garmin Fitness-Armband mit integriertem Pulsmesser

Mit dem Modell „Vivosmart HR“ ist Garmins erstes Fitness-Armband erhältlich, das die Herzfrequenz direkt am Handgelenk misst. Im Unterschied zu Polars jüngst angekündigtem Fitness-Armband A360 ist die Pulsmessung bei Garmin nicht auf Trainingseinheiten beschränkt. Vielmehr zeichnet Vivosmart HR mindestens alle zehn Minuten die Herzschläge des Trägers 60 Sekunden lang auf. Diese Rund-um-die-Uhr-Messung wirkt sich allerdings auf die Laufzeit aus: Garmin gibt lediglich fünf Tage an.

Positiv fällt auf, dass das Vivosmart HR einen barometrischen Höhenmesser integriert hat, wodurch das Armband die am Tag erklommenen Etagen erfasst. Zudem bleibt es bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserdicht; GPS fehlt ebenso wie beim Konkurrenzmodell von Polar.

Garmins Vivosmart HR besitzt einen Touchscreen, auf dem das Fitness-Armband vom gekoppelten Smartphone eintreffende Meldungen anzeigen soll. Allerdings handelt es sich hierbei um ein monochromes Display; das des Polars A360 ist hingegen farbig. Das Vivosmart HR ist ab sofort in drei verschiedenen Farben – schwarz, lila und blau – zum Preis von rund 150 Euro erhältlich. Es ist damit rund 50 Euro billiger als das Konkurrenzmodell von Polar.

Darüber hinaus wagt sich Garmin mit der „Index Smart Scale“ ins Badezimmer vor. Die smarte Waage soll helfen, Gesundheits- und Fitness-Ziele zu erreichen. Dafür misst sie neben dem Körpergewicht auch Body Mass Index, Körperfett- und prozentualen Wasseranteil sowie Muskel- und Knochenmasse. Die Waage schickt ihre Messwerte ans hauseigene Fitnessportal „Garmin Connect“ – via WLAN, Bluetooth-Kopplung zum Smartphone oder über ANT+-Verbindung zum PC. Auf dem Portal stehen die Werte dann zur weiteren Auswertung und Planung bereit.

Die Index Smart Scale speichert bis zu 16 verschiedene Nutzerprofile und erkennt dabei verschiedene Nutzer automatisch. Die gemessenen Werte ordnet sie laut Hersteller dem entsprechenden Profil auf Garmin Connect zu. Die Index Waage ist ebenfalls ab sofort erhältlich, in den Farben schwarz und weiß. Die Preisempfehlung liegt hier bei rund 170 Euro. (nij@ct.de)

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