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Vivaldi-Browser unterstützt Chrome-Erweiterungen

Vivaldi hat eine Beta-Version seines gleichnamigen Browsers bereitgestellt. Er bietet jetzt einen privaten Modus und eine Vollbildanzeige, unterstützt Geolocation und den H.264-Codec – Standard-Ausstattungsmerkmale, die den Browser alltagstauglich machen. Erweiterungen aus dem Chrome Web Store ließen sich vorher nur über Umwege installieren – nun unterstützt Vivaldi das offiziell über die Bedienoberfläche.

Häufig besuchte Webdienste kann der Benutzer in einem seitlichen Panel ablegen. Über eine visuelle Navigation kann er offene Tabs mit einer Voransicht durchblättern, ähnlich wie im Betriebssystem die geöffneten Programme. Tabs lassen sich außerdem gruppieren. Ob die Synchronisation von Browserdaten rechtzeitig zur Veröffentlichung fertig wird, ist noch offen. Das sagte der Vivaldi-CEO (und ehemalige Opera-Chef) Jon von Tetzchner in einem Interview mit c’t. (jo@ct.de)

„Adblocker-Sperre ein Erfolg“

Der Berliner Medienkonzern Axel Springer sieht vor allem positive Effekte seiner Adblocker-Sperre. Zwei Wochen nach Einführung der Sperre sei die Reichweite von bild.de laut Angaben des Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner zwar leicht gefallen. Im gleichen Zeitraum sei die Blocker-Quote auf dem Portal aber von einst 23 Prozent auf eine einstellige Prozentzahl gesunken. Unter dem Strich habe der Konzern trotz gesunkener Leserzahl mehr Werbung angezeigt: „Das entspricht rund drei Millionen zusätzlichen vermarktbaren Visits“, teilte das Unternehmen mit.

Seit Anfang Oktober sperrt bild.de die Nutzer von Adblockern aus und bietet ihnen an, eine kostenpflichtige, werbereduzierte Version der Webseite zu abonnieren. (jo@ct.de)

Firefox 42: Tracking-Blockade in allen Tabs

Mozilla hat Firefox 42 mit dem umstrittenen Tracking-Blocker veröffentlicht. Auf Basis seiner Filterliste unterdrückt er Site-Elemente, die als Tracking-Code bekannt sind. Dass der Tracking-Schutz aktiv ist, signalisiert Firefox durch ein Schild-Symbol neben der URL-Anzeige. Per Klick auf diesen Schild öffnet sich ein Kontextmenü, in dem der Benutzer den Schutz ausschalten kann.

Die Einstellung lässt sich ebenfalls über die Datenschutz-Optionen des Browsers vornehmen. Standardmäßig ist der Tracking-Schutz nur bei Tabs im Privatmodus aktiv. Um ihn auch mit nicht-privaten Tabs zu nutzen, muss man über die erweiterten Optionen (about:config in der Adressleiste) den Parameter privacy.trackingprotection.enabled auf true setzen.

Erstmals hat Mozilla eine 64-Bit-Version für Windows bereitgestellt. Der Browser enthält zudem Verbesserungen bei der WebRTC-Unterstützung. Der Login-Manager importiert nun Passwörter aus Chrome und Internet Explorer. Firefox 42 blendet bei Websites, die Audioinhalte wiedergeben, ein Lautsprecher-Icon ein. So lassen sich tönende Tabs schneller finden. (jo@ct.de)

Deutscher PayPal-Konkurrent Paydirekt gestartet

Der Online-Bezahldienst Paydirekt ist in Betrieb. Seit Kurzem können Kunden der Hypovereinsbank mit Paydirekt bezahlen. Vorher müssen sie sich noch über ihr Onlinebanking anmelden. Weitere Banken dürften im Laufe der nächsten Wochen folgen. Neben großen Privatbanken wie der HypoVereinsbank und der Commerzbank sind auch die Volksbanken und die Sparkassen mit an Bord. Für Sparkassen-Kunden dürfte Paydirekt erst im Frühjahr 2016 verfügbar sein.

Mit ihrem Gemeinschaftsprojekt Paydirekt wollen die deutschen Banken dem Platzhirschen PayPal bei Onlinekäufen die Stirn bieten. Der Dienst soll schnelle und einfache Zahlungen beim Online-Shopping ermöglichen, die direkt über das Girokonto der Hausbank laufen. Auch ein Käuferschutz ist mit dabei. Die Zahl der aktuell angeschlossenen Händler sieht aber noch sehr überschaubar aus: Momentan umfasst sie nur den Einrichtungsshop D-Living, den Sporthändler Sport Tiedje sowie den Onlineshop von Haribo. Der Metro-Konzern hat auch zugesagt; bis dessen große Marken wie Media Markt und Saturn angebunden sind, wird es aber noch dauern.

Ein Hinderungsgrund für kleinere Shops könnte der Umstand sein, dass die Gebühren mit insgesamt sieben Banken beziehungsweise Bankengruppen ausgehandelt werden müssen – eine wettbewerbsrechtliche Auflage. Paydirekt will das unter anderem durch die Kooperation mit Payment-Dienstanbietern wie Computop ausgleichen. (jo@ct.de)

Microsoft schränkt Cloud-Speicher-Angebot OneDrive ein

Microsoft beschränkt sein bisher unbegrenztes Cloudspeicher-Angebot für Kunden der Bürosoftware Office 365 auf 1 Terabyte. Das begründet das Unternehmen damit, dass einige Kunden das Angebot missbraucht hätten. Einzelne Nutzer hätten über 75 Terabyte Speicher belegt. Das Gratis-Volumen von OneDrive wird von 15 auf 5 Gigabyte gesenkt. Die Angebote mit 100 und 200 Gigabyte Speichervolumen werden abgeschafft. Bestandskunden seien davon aber nicht betroffen. Neuen Nutzern sollen ab Anfang 2016 für 1,99 Dollar monatlich 50 Gigabyte Speicher angeboten werden. (jo@ct.de)

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