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Zweiter Google-Router kommt von Asus

Mit extern produzierten WLAN-Routern nach dem OnHub-Schnittmuster will Google den Heimautomatisierungsmarkt aufrollen. Hersteller des zweiten OnHub-Modells ist Asus: Der SRT-AC1900 entspricht weitgehend dem im August vorgestellten TP-Link-Gerät (ct.de/-2785700), das im ersten Quartal 2016 in Deutschland für 230 Euro auf den Markt kommen soll. Da Asus in den USA 20 Dollar mehr fordert als TP-Link, wird der SRT-1900AC wahrscheinlich auch hierzulande etwas teurer sein. Wann er auf den Markt kommt, ist noch offen.

Zwar nutzt der Asus-Router fürs WLAN nur 6 statt 12 Antennen, erreicht aber trotzdem die gleichen Bruttoraten: 600 MBit/s mit proprietärer Modulation im 2,4-GHz-Band und 1300 MBit/s auf 5 GHz. Eine weitere Antenne ist allein zur Überwachung der Funkbänder vorgesehen. Stellt der Router damit zu hohe Kanalbelastung durch Nachbarnetze fest, wechselt er automatisch den Funkkanal. Als Besonderheit gibt es einen Annäherungssensor: Streicht man mit der Hand über den Deckel, soll der Router das gerade in der Nähe befindliche WLAN-Gerät in der Priorisierung (Quality of Service) höherstufen. (ea@ct.de)

NAS von QNAP und Thecus mit Quad-Core-Celeron

Thecus kündigt mit dem N5810 einen Netzspeicher mit fünf Platten-Slots an, der auf den mit 2 GHz getakteten Celeron-Quad-Core-Prozessor J1900 und 4 GByte RAM setzt. Gegenüber dem in c’t 17/15 getesteten N5810PRO fehlt dem N5810 nur die USV. Über zwei koppelbare Gigabit-Ethernet-Ports soll das Gerät 213 MByte/s beim Lesen schaffen. Massenspeicher betreibt das N5810 optional mit dem Dateisystem Btrfs, das gegen Datenverlust durch Bit-Rot schützt. Über den HDMI-Ausgang kann man das NAS per nachinstallierbarer Kodi-App auch als Medienabspieler nutzen.

Mit dem Wohnzimmer-NAS HS-251+ betreibt QNAP Produktpflege. Gegenüber dem Vorgänger HS-251 wurde der Prozessor etwas aufgerüstet (Quad-Core-Celeron J1900, 2 GHz, gegenüber Dual-Core J1800, 2,41 GHz) und die RAM-Basisausstattung verdoppelt (2 statt 1 GByte). Weiterhin gibt es zwei Gigabit-Ethernet-Ports, zwei Disk-Einbauplätze für Hot Swap, die auch 8-TByte-Platten verdauen, einen HDMI-Ausgang sowie je zwei USB-3.0- und -2.0-Ports. Trotz potenterer CPU will QNAP die Leistungsaufnahme mit ruhenden Platten von 9 auf 7 Watt gedrückt haben. Im Standby soll das HS-251+ sogar nur 0,6 Watt ziehen. Das Gerät ist ohne Platten ab sofort für 392 Euro zu haben. (ea@ct.de)

Asus will bei MU-MIMO nachlegen

Der seit einem Jahr vertriebene WLAN-Router Asus RT-AC87U soll bis Ende 2015 ein Firmware-Update bekommen, das Multi-User-MIMO implementiert (c’t 23/15). Es soll aber nur mit Clients funktionieren, die Quantenna-Chips verwenden. Inzwischen geht das Unternehmen davon aus, im Sommer 2016 ein weiteres Firmware-Update anbieten zu können: Die WLAN-Chiphersteller versuchen bei einem bis April 2016 laufenden Entwicklertreffen (PlugFest) des Herstellerverbandes Wi-Fi Alliance die MU-MIMO-Inkompatibilitäten zwischen Qualcomm-Atheros- und Quantenna-Bausteinen auszubügeln. (ea@ct.de)

Netz-Notizen

Belkin bringt unter der Linksys-Marke zwei Repeater für schnelles WLAN heraus: Der RE6400 arbeitet mit 2 MIMO-Streams und erreicht je nach Frequenzband maximal 300 beziehungsweise 867 MBit/s brutto. Das Schwestermodell RE6300 funkt mit einem Stream (150/433 MBit/s). Beim Weiterreichen der Daten wechseln die Repeater optional das Frequenzband (Crossband-Technik), was dem Durchsatz zugute kommt.

D-Link erweitert sein Programm unter dem Namen Vigilance um gleich fünf Netzwerkkameras, vom HD-WLAN-Modell DCS-4201 für 165 Euro bis zur Full-HD-PoE-Dome-Kamera DCS-4603 für 266 Euro. Die Geräte sind ab sofort erhältlich.

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