Nummer 1511 lebt – oder?

Die Neuerungen der zweiten Ausgabe von Windows 10

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Seit der Vorstellung von Windows 10 hat Microsoft seinen Kunden mit dem Konzept „Windows as a Service“ die goldene Zukunft versprochen: ein Betriebssystem, das nie veraltet. Mit „Version 1511“ macht Microsoft nun zum ersten Mal Nägel mit Köpfen und bringt eine aktualisierte Fassung seines Betriebssystems Windows 10. Drin stecken die einen oder anderen willkommenen Verbesserungen – und offenbar auch neue Probleme.

Bei den Ankündigungen für Windows 10 haben die Redmonder von vornherein eine besondere Funktion herausgestellt, oder besser gesagt: eine grundlegende Eigenschaft des neuen Betriebssystems. Und die ist bedeutend, denn Windows 10 soll hin und wieder Funktions-Upgrades bekommen. Microsoft verpackt das in den Marketing-Begriff „Windows as a Service“. Das Betriebssystem soll damit immer nicht nur in puncto Sicherheit, sondern auch beim Funktionsumfang stets aktuell bleiben.

Video: Nachgehakt

Solches sind Besitzer von Smartphones und Tablets bereits gewohnt. Windows 10 dürfte vor allem gegenüber vielen Android-Geräten sogar im Vorteil sein: Da die Upgrades für Windows-10-Geräte direkt von Microsoft kommen, müssen Kunden nicht auf die Gnade eines Geräteherstellers hoffen, der die Upgrades erst für die Geräte anpassen müsste.

Wer hin und wieder mit Linux in Kontakt kommt, könnte mit dem neuen Windows 10 ein Déjà-vu erleben. Version 1511, das klingt nicht ohne Grund nach Ubuntu 15.10. Microsoft bedient sich des gleichen Nummernkonzepts und benennt die neue Ausgabe im Datumsschema JJMM – Jahr und Monat der Veröffentlichung.

Her damit

Wer Windows 10 verwendet, sollte das Upgrade auf Version 1511 vollautomatisch eingespielt bekommen. Das rund 3 GByte große Installationspaket findet seinen Weg auf die PCs via Windows Update. Die Ausnahme bilden Rechner, die vor weniger als 30 Tagen von einem älteren Windows auf Version 10 aktualisiert wurden. Dann lässt Nummer 1511 auf sich warten, bis diese Frist abgelaufen ist, damit der Anwender wie versprochen einen Monat lang zu Windows 7 oder 8.1 zurückkehren kann.

Verfügbar war das neue System bis kurz vor Redaktionsschluss auch zur Neuinstallation: Microsoft stellte ein Media Creation Tool bereit, das den PC direkt aktualisiert oder auf Wunsch einen Installations-USB-Stick beziehungsweise eine ISO-Datei zum Brennen erzeugt.

Geschäftskunden und Entwickler sind nicht in gleichem Ausmaß von Microsofts Notbremse betroffen: Fertige ISO-Images von Windows 10 Version 1511 sind nach wie vor für Volumenlizenzkunden und für Abonnenten des Microsoft Developer Network (MSDN) erhältlich. ...

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  • Eines der subtileren Details: Windows 10 kann in Version 1511 die Titelleisten aktiver Fenster in der Akzentfarbe darstellen, wenn man das so haben möchte.

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