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OpenSuse Leap 42.1 beerbt OpenSuse 13.1

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Die neue Linux-Distribution „Leap“ ist einer von zwei OpenSuse-Nachfolgern. Der Unterbau von Leap ist aber schon ein bis zwei Jahre alt, denn er stammt aus dem Unternehmens-Linux von Suse. Treiber sowie Desktop-Oberflächen und -Anwendungen sind hingegen aktuell.

Das Projekt OpenSuse hat die Weiterentwicklung der gleichnamigen Linux-Distribution gestoppt. Stattdessen produziert es in Zukunft zwei Distributionen: Tumbleweed und Leap. Tumbleweed wurde vor einem Jahr in seiner heutigen Form etabliert. Wie Arch Linux ist es eine Rolling-Release-Distribution, bei der Entwickler sämtliche Bestandteile auf einem aktuellen Stand halten. Das Anfang November vorgestellte Leap wird hingegen klassisch gepflegt, daher macht die Software bei der System-Aktualisierung normalerweise keine Versionssprünge. Beim vor zehn Jahren aus Suse Linux hervorgegangenen OpenSuse war das auch schon so, daher ist Leap für viele OpenSuse-Anwender wohl der passendere Nachfolger.

Die erste Leap-Ausgabe trägt die Versionsnummer 42.1; durch das Design und das mächtige Installations- und Konfigurationstool Yast fühlt sich Leap an den allermeisten Stellen wie eine Distribution an, die auch OpenSuse 13.3 hätte heißen können. Ein grundlegender Unterschied zum Vorläufer: Das OpenSuse-Projekt hat den Unterbau nicht eigens für Leap entwickelt, sondern übernimmt große Teile des Fundaments, das Suse Linux Enterprise 12 (SLE12) in Kürze mit dem Service Pack 1 (SP1) erhält. Einige Leap-Komponenten sind dadurch allerdings älter als beim vor einem Jahr vorgestellten OpenSuse 13.2. Durch die Übernahme des Fundaments will sich das Projekt die Pflege erleichtern: Entwickler des OpenSuse-Hauptsponsors Suse brauchen Sicherheitslücken und Fehler nur in einem Quellpaket zu stopfen, aus dem sie aktualisierte RPM-Pakete für Leap 42.1 und SLE12 bauen. ...

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