@ctmagazin | Leserforum

Das Beste zum Schluss

Editorial; Gerald Himmelein darüber, dass die zweite Wahl heute wegen Google die bessere Wahl ist, c’t 2/15, S. 3

Das Editorial war wieder einmal ein Highlight, gleich beim ersten Heftaufschlagen. Als selbsternannter Fachmann des hintergründigen Witzes fällt es mir schwer zuzugeben, dass mir die Interpretation des abschließenden Zusatzes von Johannes Endres erst nach nochmaligem Durchlesen gelang. Ich habe aber die Hoffnung, dass ich mich diesbezüglich in guter und zahlreicher Gesellschaft befinde!

Rainer Englisch

Computer ersetzen keinen Unterricht

Schlechte Noten, Schüler bewerten die IT-Ausstattung der Schulen als mangelhaft, c’t 2/15, S. 24, Job-Maschinen, Wie Technik Probleme in Entwicklungsländern löst, c’t 2/15, S. 56

Es ist doch immer wieder schön zu lesen, dass auch in der c’t-Redaktion Meinungsvielfalt herrscht: Im Heft 2/15 wird auf den Seiten 24 und 25 beklagt (vom Bitkom), dass die IT-Ausstattung der Schulen mangelhaft sei. Und auf den Seiten 56 bis 59 wird nebenbei erwähnt, dass die anno dunnemals so bejubelten OLPC-Initiativen nicht das gebracht haben, was vollmundig versprochen wurde.

Der Dachverband Bitkom mag es für sinnvoll halten, dass (mit dem Heilsversprechen „mehr Bildung“) Hardware in den Schulen abgekippt wird. Schule hat aber andere Aufgaben als Hardware vorzuhalten und Schüler zu Maschinenbedienern auszubilden.

Wenn in der Bitkom-Statistik gezeigt wird, dass Fotokopien viel häufiger eingesetzt werden als Laptops oder Desktops, dann könnte das ein Zeichen dafür sein, dass die schulischen Zwecke oft einfacher und besser mit dem klassischen Medium Papier (als Fotokopie oder – noch besser – als Heft) erreicht werden können als mit IT-Gerätschaft.

Als Maintainer des c’t/ODS-Schulservers „Arktur“ und auch als Lehrer habe ich immer wieder feststellen dürfen, dass die Computer (und auch die sauteuren Whiteboards und Beamer) den klassischen Unterricht ergänzen können, nicht aber ersetzen.

Helmut Hullen

SSD wirkt Wunder

Platzverzicht, Notebooks mit SSD ab 200 Euro

Noch immer besitze und nutze ich den EeePC 1000HE. Wegen Umbau bei einem anderen Rechner stand eine SSD zur Verfügung – rein damit (Kingston 240). Windows 7 und openSuSE 13.2 sind installiert. Langsam ja, aber der EeePC läuft noch und wird genutzt. Erstaunlich – zwei andere Rechner wurden eingemottet, da wegen Alter bereits viel zu langsam. Der EeePC 1000 HE für unterwegs reicht noch.

Stephan Albert

Wegschmeißkultur-Irrsinn

Murks und Mode, Experten diskutieren über Ursachen der Wegwerfkultur, c’t 1/15, S. 14

Es gibt zumindest bei den Smartphones eine relativ einfache Maßnahme, welche die Wegschmeißkultur eindämmen könnte: Ihrer Statistik zufolge werden ein Großteil der Smartphones alle 2 Jahre getauscht. Und warum? Vermutlich, weil die meisten zugehörigen Tarife dies erlauben und nicht, weil es nötig ist. Einige Anbieter werben ja schon mit jährlichem Ersatz. Aus ökologischer Sicht einfach Irrsinn. Wenn die Kopplung Tarif-Vertrag und Hardware-Verkauf verboten wäre, dann wäre wohl stark davon auszugehen, dass sich das Erneuerungsintervall von Smartphones deutlich verlangsamen würde, wenn mit einmal alle Handy-Interessierten den vollen Kaufpreis bezahlen müssten und es nicht mehr über eine monatliche Pauschale abstottern dürften. Interessanter wäre also die Fragestellung, wie lange die Nutzungsdauer der jeweiligen Geräte tatsächlich ist. Mein Galaxy S läuft jedenfalls immer noch durchaus zufriedenstellend mit Android 4.4.4. Schade nur, dass Samsung das nicht hinbekommt, sondern man auf „freiwillige“ Programmierer angewiesen ist. Denen sei an dieser Stelle gedankt!

Björn Schaefer

Plötzlich säumiger Zahler

Der da zahlt!, GMX zwingt Unbeteiligten, für fremde Rechnungen zu bezahlen, c’t 1/15, S. 68

Auch ich hatte in ähnlicher Weise Ärger mit der GMX-Muttergesellschaft 1&1. Ich meldete als Vorstand einen Telefon- und Internetzugang für einen Verein an, der viele Jahre problemfrei betrieben wurde. Jahre nachdem ich aus dem Vorstand ausgeschieden war, wurde der Verein liquidiert. Einige Monate danach trat 1&1 an mich mit einer Restforderung von ca. 40 Euro heran. Obwohl ich für die Handlungen des Vereins nicht mehr verantwortlich war, beharrte 1&1 auf einer Zahlung.

Ich konnte erreichen, dass mir der Betrag aus dem Restvermögen des Vereins ausbezahlt wurde – also zahlte ich, um Ruhe zu haben. Als Dankeschön erfuhr ich dann einige Monate später, dass 1&1 einen Eintrag gegen meine Person bei der Fa. Infoscore in Baden-Baden erwirkte. Dies führte dazu, dass ich keine Kreditkartenfunktion auf meiner BahnCard 1. Klasse aktivieren konnte und dadurch als Vielfahrer nicht unerhebliche Einbußen beim Bonus-System der Bahn erleide.

Obwohl ich 1&1 den Vorgang inkl. des Kontoauszugs zusandte, erfolgte – außer den üblichen nichtssagenden Textbausteinen – keine Reaktion. Ein Austrag des diskriminierenden Eintrages bei Infoscore erfolgte nicht. Ich stand vor der Wahl, mir einen teuren Anwalt zu nehmen und viel Zeit zu investieren oder die Sache auszusitzen, denn der Eintrag wird nach einem Jahr gelöscht. Mit schlechtem Gewissen entschied ich mich für Letzteres.

Andreas Laeuen

Ergänzungen & Berichtigungen

Spitze Spitze

iPad-Stift Intuos Creative Stylus 2, c’t 1/15, S. 53

In seinen Benutzerforen weist Wacom auf Unverträglichkeiten des Intuos Creative Stylus 2 mit dem iPad Air 2 hin. Auf Apples neuestem Tablet erzeugt der Stift wellenförmige Abweichungen und Strich-Aussetzer. Das iPad Air 2 benutze eine andere Digitizer-Technik als seine Vorgänger und die Stiftentwicklung lag vor dem Erscheinen des Air 2. In Wacoms neuer Kompatibilitätsliste zum Intuos Creative Stylus 2 ist das iPad Air 2 bis auf weiteres ausklammert. Der Bambus Stylus Fineline hingegen ist vom Digitizer-Problem in geringerem Umfang betroffen; hier soll ein Update des SDK helfen.

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