Protokollanten

Aktivitäts- und Schlaftracker

Test & Kaufberatung | Test

Früher wurde man von anderen darauf hingewiesen, wenn man mit dem falschen Fuß aufgestanden war. Heute übernehmen das technische Gadgets: Aktivitätstracker erfassen, wie gut man geschlafen hat oder wie weit man gelaufen ist. Die Daten helfen, sich beim Sport zu kontrollieren oder motivieren beim Vorsatz, etwas mehr auf die eigene Gesundheit zu achten.

Klick, klack, klick, klack. Einen Fuß vor den anderen setzen, den Knopf am mechanischen Zähler drücken. Den anderen Fuß nach vorne, erneut den Knopf drücken. Als wir überprüften, wie genau unserer Aktivitätstracker Schritte zählen, begegneten uns auf den Redaktionsfluren und bei Spaziergängen in Hannover etliche ratlose bis mitleidige Gesichter.

Die erste Erkenntnis: Selbst mit einem mechanischen Zähler mit Drucktaste muss man sich enorm konzentrieren, um die eigenen Schritte exakt mitzuzählen – erstaunlich, wie unauffällig und zuverlässig die getesteten Aktivitätstracker das hinbekommen. Die zweite Erkenntnis: Ohne die kleinen technischen Helfer lässt sich kaum objektiv abschätzen, ob der Neujahrsvorsatz, sich wieder mehr zu bewegen, geklappt hat oder ob man schon wieder in den Couch-Potato-Modus zurückgefallen ist.

Aktivitätstracker sind somit keinesfalls Nischenprodukte für Sportfanatiker oder Quantified-Self-Junkies. Die kleinen Gadgets spornen vielmehr alle an, die etwas aktiver und gesünder leben möchten. Wir haben elf solcher Tracker in die Redaktion geholt und sie im Alltag, beim Sport und beim Schlafen getragen. Gerne hätten wir auch das Microsoft Band getestet. Doch den Tracker gibt es noch nicht in Europa und in den USA war er in Windeseile ausverkauft.

Zu Protokoll

Alle Tracker zählen Schritte und alle zeichnen die Dauer und die Qualität des Schlafs auf. Mit Ausnahme von Misfits Flash und den beiden Trackern von Jawbone (Up 24 und Up Move) haben alle Testkandidaten Displays, die bei Bedarf die geloggten Körperdaten anzeigen. Wer Fortschritte überprüfen oder Trends erkennen will, braucht allerdings mehr Übersicht. Deshalb bieten alle Tracker eine Auswertung per Smartphone-App, einige auch im Web-Browser.

Für diesen Artikel haben wir in mehreren Testläufen unsere Schritte selbst mitgezählt und mit den Ergebnissen der Armbänder und Clips verglichen. Hierbei wichen die Geräte zwischen einem und sieben Prozent von der tatsächlichen Schrittzahl ab. In unseren Tests ermittelten die Tracker von Jawbone und Beurers AS 80 die Schritte etwas genauer, während das Basis Peak und Sonys Smartband sich geringfügig stärker verzählten. Manchmal maßen die Tracker zu wenig, manchmal zu viele Schritte. Mit längerer Tragedauer dürften sich die Abweichungen nivellieren und dadurch ein recht realistisches Abbild der tatsächlichen Aktivität widerspiegeln. Die dabei zurückgelegte Wegstrecke ermitteln die Tracker aus der Schrittlänge. Da die von der Körpergröße abhängt, sollte man diese in den Apps eintragen. Gleiches gilt fürs Gewicht – andernfalls liegt die Berechnung der Kalorien aufgrund der Unterschiede beim Grundumsatz daneben. Trotzdem kann die Messung der Kalorien nie ganz exakt sein, da die Schrittlänge variiert, der Umsatz auch vom Tempo abhängt oder davon, ob man bergauf oder bergab marschiert – was die Tracker meist nicht erkennen können. ...

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