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Forensik-Software will iOS-Backups auslesen

Die Forensik-Software Phone Braker soll Behörden den Zugriff auf iCloud-Backups von iPhone- oder iPad-Besitzern ermöglichen, selbst wenn diese mit iOS 8 erstellt wurden. Voraussetzung sind entweder deren Benutzername, Passwort sowie Security-Code respektive Wiederherstellungsschlüssel oder der Zugriff auf einen Mac beziehungsweise Windows-PC, der mit dem iCloud-Account des Besitzers verknüpft ist. Das mitgelieferte Tool Password Breaker soll in diesem Fall das Authentifizierungs-Token auslesen, mit dem der Download des iCloud-Backups auch ohne Zugangsdaten möglich sei. Der Besitzer werde über den Zugriff selbst bei aktiver Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht benachrichtigt, verspricht der russische Software-Hersteller Elcomsoft. Der Datenzugriff gelinge derzeit jedoch nicht bei iCloud-Accounts, die schon mit dem iCloud Drive verknüpft sind. Das wolle man noch Anfang 2015 mit einem Update ändern.

(jra)

Optische Thunderbolt-Kabel

Der Speicherspezialist Sonnet bietet optische Thunderbolt-Kabel in vier Varianten mit 5,5, 10, 30 oder 60 Metern Länge an. Sie sollen sich an gewöhnlichen Thunderbolt-Buchsen betreiben lassen und laut Hersteller vor allem dazu eignen, laute Geräte wie Festplatten-RAIDs in andere Räume zu verbannen. Die Hot-Plugging-fähigen Glasfaserstrippen kosten mindestens 225 Euro. Die äußerlich ähnlichen Kabel des Herstellers Corning sind ab 180 Euro zu haben. (jra)

iTunes-Monopolklage gescheitert

Ein kalifornisches Gericht hat Apple von dem Vorwurf freigesprochen, mit der engen Verbindung zwischen iPods, iTunes und iTunes-Store gezielt den Wettbewerb im Musikmarkt behindert zu haben. Die Kläger hatten Apple vorgeworfen, konkurrierenden Anbietern wie RealNetworks den Zugriff auf die Abspielgeräte verwehrt zu haben. Apple hatte argumentiert, dazu sei man wegen der DRM-Verträge mit der Musikindustrie gezwungen gewesen. Im Falle einer Verurteilung hätte dem Unternehmen eine Strafzahlung zwischen 350 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar gedroht. Ein Vertreter der Sammelklage sagte, man werde in Berufung gehen. (thk)

iPad als Mac-Display

Die iOS-App Duet Display funktioniert ein iPad oder iPhone zum externen Mac-Monitor um. Wie gewohnt ordnet man die Erweiterung der Bildschirmfläche in den Systemeinstellungen an. Die kostenlose Begleit-App für OS X richtet dazu einen Grafiktreiber ein, der das Bildsignal wahlweise über das Lightning- oder das Dock-Kabel überträgt. So lädt der Mac gleichzeitig den Akku des iOS-Geräts auf. Da die USB-Datenrate begrenzt ist, darf man von der Lösung keine Wunder erwarten; beim Ausprobieren machte sie aber einen guten Eindruck. Ein hastig über die Bildschirmgrenze eines Mac mini von Ende 2012 bewegtes Fenster ruckelte auf einem iPad 3 bei „regulärer“ Auflösung leicht und im Retina-Modus stark (Video: siehe c’t-Link). Aussetzer oder Kompressionsartefakte konnten wir aber nicht feststellen. Wer mag, kann den OS-X-Mauszeiger auf dem iOS-Display mit dem Finger bewegen. Andere Apps, die das Bildsignal per WLAN übertragen, haben mit wesentlich mehr Latenzen zu kämpfen. Duet Display für iOS ab 5.1.1 kostet 14 Euro; die Begleit-App für OS X ab Mavericks ist kostenlos. (se)

Apple-Notizen

Ab 1. Juni 2015 müssen sämtliche von Entwicklern bei Apple eingereichten Apps, auch Updates, mit dem iOS-8-SDK erstellt worden sein und die 64-Bit-Architektur unterstützen. Für neue Apps gilt diese Regelung bereits ab dem 1. Februar.

Mit dem Continuity Activation Tool und einem Bluetooth-LE-Dongle sollen sich Yosemite-Funktionen wie Continuity, Handoff und AirDrop auch auf älteren Macs aktivieren lassen, denen Apple das regulär nicht gestattet. (Download via c’t-Link)

Nach US-amerikanischen haben nun auch kanadische Anwälte eine Sammelklage gegen Apple wegen der Grafikprobleme bei älteren MacBook-Pro-Modellen eingereicht. Obwohl diesen Design- oder Herstellungsfehler zugrunde lägen, habe Apple die Darstellungsfehler bislang ignoriert.

Apple hat verschärfte Richtlinien für Schutzhüllen mit dem Siegel „Made for iPhone“ erlassen. Sie müssen das Gerät vor Schäden bewahren, wenn es aus einem Meter Höhe auf einen harten Untergrund wie Asphalt fällt.

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