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Aktualisierte Zeitleiste zum NSA-Skandal

Seit Beginn des NSA-Skandals im Juni 2013 gab es auf heise online weit über 1300 Meldungen, in denen es um die Snowden-Enthüllungen und deren Folgen ging – zu viel für die Zeitleiste, die die Meldungen für einen Überblick zusammenfasst. Aus diesem Grund wurde die Timeline nun aufgeteilt: Die fast 700 Artikel aus dem Jahr 2013 wurden in eine eigene Zeitleiste ausgelagert. Alle danach erschienenen Meldungen sind unter der altbekannten Adresse www.heise.de/extras/timeline/ gesammelt. Die dortige Timeline wird weiterhin aktualisiert. (mho)

Flickr: Feinfühligerer Umgang mit CC-Werken

Flickr hat alle als Creative Commons (CC) lizenzierten Werke aus seinem neuen Dienst Wall Art entfernt, über den Dritte Drucke und Fotobücher der Werke kaufen können. Ursprünglich standen für Wall Art auch Fotos zur Verfügung, die auf Flickr unter einer passenden CC-Lizenz veröffentlicht worden waren. Dabei wurden die Urheber nicht an den Einnahmen beteiligt.

Diese kommerzielle Nutzung hatte einige Urheber verärgert. Sie äußerten öffentlich ihren Unmut. Dabei hatten diese User allerdings die vorgegebene Einstellung „Alle Rechte vorbehalten“ selbst geändert und stattdessen eine CC-Lizenz ausgewählt, welche die kommerzielle Verwertung ausdrücklich gestattet (CC-BY, CC-BY-ND, CC-BY-SA). Das schließt natürlich auch Flickr selbst mit ein. Rechtlich hat die Yahoo-Tochter also korrekt gehandelt.

Nichtsdestotrotz hat Flickr auf die Kritik regiert. Vizepräsident Bernardo Hernandez kündigte in einem Blog-Post an, dass Wall Art die CC-Werke nicht mehr per se benutze. Wer seine Flickr-Fotos für den Marketplace (und damit Wall Art) zur Verfügung stellen möchte, kann sich dafür getrennt anmelden. Die Bilder werden dann von Flickr begutachtet und eventuell mit einbezogen. Der Urheber erhält 51 Prozent der mit seinen Werken erzielten Nettoeinnahmen. (Daniel AJ Sokolov/jo)

Skype übersetzt in Echtzeit

Microsoft hat eine Vorschauversion von Skype Translator freigegeben, die gesprochene Sätze „fast in Echtzeit“ erkennt und übersetzt. Derzeit funktioniert das nur mit den Sprachen Englisch und Spanisch. Ein Transkript des übersetzen Gesprächsverlaufs ergänzt die synthetische Sprachausgabe.

Zunächst steht Skype Translator für einen geschlossenen Kreis von Betatestern bereit, die sich dafür registrieren müssen. (dbe)

Zensur und Überwachung nehmen zu

Zensur und Massenüberwachung im Internet ist dem neuen Webindex der World Wide Web Foundation zufolge auf dem Vormarsch. „Webbenutzer setzen sich zunehmend dem Risiko wahlloser Überwachung durch die Regierung aus“, heißt es in dem Report. In 84 Prozent aller Länder weltweit seien die Gesetze zum Schutz vor Massenüberwachung im Internet schwach ausgeprägt. Zensur gebe es in 38 Prozent der Länder. (jo)

Facebook: Datenschutz-Änderungen kommen später

Facebook hat die Einführung seiner neuen Datenschutz-Regeln um fast einen Monat auf den 30. Januar verschoben. Man wolle den Behörden mehr Zeit einräumen, die Änderungen zu prüfen. Facebook will unter anderem die Werbung stärker auf einzelne Nutzer zuschneiden und dafür Informationen über besuchte Seiten und genutzte Apps auswerten. (jo)

Gesetz gegen Nacktbilder

Der Bundesrat hat eine Verschärfung des Sexualstrafrecht beschlossen. Kriminell handelt demnach künftig, wer Kinder und Jugendliche nackt in „unnatürlich geschlechtsbetonter Haltung“ oder ihre Genitalien in aufreizender Form fotografiert. Auch wer Bilder von nackten Jungen und Mädchen, die nicht als kinderpornographisch gelten, zu kommerziellen Zwecken oder über Online-Tauschbörsen anbietet, macht sich strafbar und muss mit mehreren Jahren Gefängnis rechnen. Generell dürfen keine Bildaufnahmen weitergegeben werden, die dem Ansehen des Betroffenen „erheblich schaden können“. Andernfalls drohen Geld- oder Haftstrafen bis zu zwei Jahren.

Verdeckte Annäherungsversuche Erwachsener an Kinder über das Internet sollen umfassender geahndet werden. Außerdem wird der Straftatbestand des Missbrauchs von Schutzbefohlenen erweitert. Der Gesetzgeber will damit auch EU-Vorgaben zur besseren Bekämpfung sexuellen Kindesmissbrauchs umsetzen. Kritiker befürchten, dass die Novelle neue Rechtsunsicherheiten schafft und die Strafbarkeit unverhältnismäßig vorlagert. (Stefan Krempl/jo)

Internet-Notizen

Windows wird das Auswahlfenster mit Hinweisen auf andere Web-Browser in Zukunft nicht mehr anzeigen. Eine entsprechende Verpflichtung gegenüber der EU-Kommission im Rahmen eines Kartellverfahrens ist ausgelaufen.

Google-Nutzer können künftig Open-Document-Dateien in Google Drive importieren und die konvertierten Dokumente in Google Docs weiterverarbeiten.

Google hat auf Antrag von Nutzern etwa 50 000 Links aus seinen Suchergebnissen entfernt. Das geht aus dem Transparenzbericht des Unternehmens hervor.

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