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Business-APs mit Firewall-Kontrolle

Dell bietet unter der Bezeichnung SonicPoint eine neue Reihe an WLAN-Access-Points (AP) für Firmen an. Die Dualband-APs SonicPoint ACe und ACi übertragen nach dem IEEE-Standard 802.11ac bis zu 1300 MBit/s brutto im 5-GHz-Band. Dank DFS-Zertifizierung seit Firmware-Version 5.9 eignen sie sich auch für den Betrieb auf 5-GHz-Kanälen jenseits von 36 bis 48. Auf 2,4 GHz erreichen die APs maximal 450 MBit/s brutto nach IEEE 802.11n. Ein reines 11n-Gerät, das parallel auf beiden Bändern funkt, hält Dell unter der Bezeichnung SonicPoint N2 bereit. Läuft im Netz eine SonicWall-Firewall, dann spürt sie SonicPoint-APs automatisch auf und lädt die WLAN-Konfiguration auf die APs. Dann kann die Firewall per Deep Packet Inspection auch den Datenverkehr auf Schadcode untersuchen.

Die APs arbeiten auch autonom und dann ohne zentrales Management. Mittels Multi-SSID kann man bis zu 8 logische Funknetze für Abteilungen oder Gäste aufspannen; Mitarbeiter authentifizieren sich wie in Firmen üblich per IEEE 802.1x/Radius. Die 11ac-fähigen APs kosten 475 US-Dollar (ACi) beziehungsweise 575 Dollar (ACe); Preise für Deutschland will Dell im Januar nennen. (fkn)

Zwei NAS-Serien fürs Wohnzimmer

Die NAS-Baureihen AS500xT und AS510xT von Asustor bestehen aus je zwei Modellen für 2 oder 4 Platten; Varianten für 8 Platten sollen folgen. Beide Serien enthalten Ports für 2 × Gigabit-Ethernet, 3 × USB 3.0, 2 × USB2.0 und 2 × eSATA. Die Entertainment-Ausrichtung belegen ein HDMI-1.4a- und ein SPDIF-Ausgang sowie der Infrarotempfänger für Fernsteuersignale. So steht auch XBMC 13.1 als nachrüstbare App zur Verfügung. In der 50er-Serie steckt ein Celeron-Dual-Core-Prozessor mit 2,4 GHz Takt nebst 1 GByte RAM, während die 51er-Modelle einen 2-GHz-Quad-Core-Celeron und 2 GByte RAM enthalten. Beide sind mit DDR3L-SODIMM-Modulen bis 8 GByte aufrüstbar. Die Geräte sollen im Januar für 305 bis 500 Euro etwa bei Amazon und Redcoon erhältlich sein. (ea)

LTE-Advanced greift nach Wimax-Frequenzen

Die für drahtlose Breitband-Anschlüsse entwickelte Wimax-Funktechnik (IEEE 802.16) hat sich gegen LTE und UMTS weltweit nicht durchsetzen können. Das dafür reservierte Funkband um 3,5 GHz liegt vielerorts brach. Deshalb haben der Netzwerkausrüster Ericsson und der französische Netzbetreiber Orange kürzlich die Wiederverwendbarkeit des Frequenzblocks für LTE-Advanced (LTE-A) getestet.

Die Demonstration lief in Bordeaux mit noch nicht kommerziell erhältlicher LTE-A-Technik. Mittels 2 × 20 MHz Spektrum konnte Ericsson bis zu 150 MBit/s brutto übertragen. Das entspricht auf Anwendungsebene bei LTE-A rund 130 MBit/s netto. Durch Bündelung mit einem ebenso breiten Träger im 2,6-GHz-Band erreichte das Testsystem 300 MBit/s brutto.

Besonders reizvoll ist, dass sich die Abdeckung des 3,5-GHz-Signals wider Erwarten weitgehend mit den 1800- und 2600-MHz-Frequenzen deckte. Netzbetreiber müssten laut Ericsson für die 3,5-GHz-Aufrüstung nur wenige Basisstationen als Makrozellen ergänzen. Die verbleibenden Versorgungslücken könnten in einem zweiten Schritt mittels Small Cells gestopft werden. (dz)

Veranstaltungstechnik muss erneut Funkfrequenzen aufgeben

Die „Digitale Dividende II“, das Rundfunkspektrum zwischen 694 und 790 MHz, wird laut Übereinkunft der Bundesregierung und der Länder noch im ersten Halbjahr 2015 an den Mobilfunk versteigert. Hersteller und Betreiber von professionellen drahtlosen Produktionsmitteln (PMSE, Programme Making and Special Events) kritisieren, dass sie „wertvolles Frequenzspektrum verlieren sollen“. PMSE-Technik ist für Bühnendarbietungen der Kultur- und Kreativwirtschaft, aber auch für die Live-Berichterstattung etwa von Fußballspielen erforderlich.

Infolge der Frequenzauktion im Jahr 2010 waren schon einmal viele Geräte, beispielsweise Funkmikrofone, aufgrund geänderter Frequenznutzungsrechte unbrauchbar geworden. Nun sollen die Hersteller auch den Bereich von 710 bis 792 MHz räumen. Norbert Hilbich von der Firma Sennheiser meint: „Die Auktion im Frühjahr 2015 kommt zu früh, da sehr viele Fragen ungeklärt sind“. Auch blieben der Veranstaltungstechnik zu wenige Frequenzlücken.

Die Bundesnetzagentur hat in ihrem Entwurf zwar insgesamt 440 MHz in acht Bändern genannt, doch laut Hilbich sei weniger als die Hälfte brauchbar, weil der Rest entweder noch anderweitig belegt ist (694 bis 790 MHz und 1452 bis 1492 MHz), oder gestört wird (z. B. durch Mobilfunkgeräte, WLAN oder DAB+). Der Bereich von 32,475 bis 38,125 MHz sei wegen der nötigen langen Antennen auf wenige Anwendungen beschränkt.

PMSE-Nutzer weisen darauf hin, dass die EU-Kommission das 700-MHz-Spektrum erst ab 2020 für neue Dienste vorsehen will. EU-Mitglieder sollen sich dafür bis Ende 2016 untereinander abstimmen. Hilbich merkt an, dass „eine Vorab-Versteigerung damit wohl nicht gemeint“ sein könne. (dz)

Netzwerk-Notizen

Als Alternative zu der in c’t 2/15 vorgestellten 802.11ac-WLAN-Karte SST-ECW 02 bietet Sparklan die Halfsize-MiniPCIe-Karte WPET-232ACN an. Sie nutzt ebenfalls den Realtek-Baustein RTL8812AE, funktioniert mit Windows 7, 8 und Linux (ab Kernel 3.14 staging) und lässt sich über Anbieter wie minipci.biz beziehen.

Der amerikanische Domain-Registrar Monolith führt zum Stichtag 17. Februar 2015 die Toplevel-Domains .vote und .voto ein. Unter ihnen sollen Politiker Informationen zu ihren Wahlkampagnen oder auch zur Wahlregistrierung verbreiten können.

Buffalo bietet seinen Netzwerkspeicher LS441 als Leergehäuse oder mit Kapazitäten von 4 bis 16 TByte an. Bis zu vier Platten lassen sich in den RAID-Konfigurationen 0, 1, 5 oder 10 kombinieren. Das Leergehäuse LS441DE ist für 190 Euro erhältlich.

Mit dem kostenlosen Server-Überwachungsprogramm Spiceworks Network Monitor für 64-Bit-Windows lassen sich Informationen wie CPU- und Netzwerklast, Speicherbelegung oder Festplattenaktivität über den Browser verfolgen. Die Software setzt ein kostenloses Konto bei Spiceworks voraus.

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