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SAS-12G-Hostadapter mit 16 Ports

Der Hostadapter Avago SAS 9300-16i ohne RAID-Funktion besitzt 16 SAS-12G-Ports für Festplatten oder SSDs. Er ist für (Storage-)Server gedacht, in denen das Betriebssystem oder andere Software den Massenspeicher verwaltet. Zwei LSI-SAS3008-Controller verbinden je zwei MiniSAS-x4-Buchsen mit einem PCIe-3.0-x8-Steckplatz, der bis zu 8 GByte/s überträgt; das reicht theoretisch für 2 Millionen 4-KByte-IOPS. Intern – also zwischen den SAS- oder SATA-Platten – sollen bis zu 19,2 GByte/s möglich sein. Ein großer Kühlkörper verteilt die Abwärme, die Karte soll bis zu 27 Watt Leistung aufnehmen; es ist also im Server ein gewisser Luftzug nötig.

Der Avago SAS 9300-16i kostet 620 Euro; Avago fertigt auch eine Version mit 16 externen Anschlüssen. Beide können über SAS Expander bis zu 1024 Laufwerke anbinden. (ciw)

Controller für billige NVMe-SSDs

Der Chiphersteller Marvell kündigt Controller für besonders billige und kompakte SSDs an. Der 88NV1140 mit 8 Millimetern Kantenlänge ist für kurze M.2-Kärtchen gedacht, die per PCIe 3.0 x1 und NVMe-Protokoll mit dem System kommunizieren. Dafür werden wohl Intels Chipsätze der Serie 100 (Wildcat Point) für die Mitte 2015 erwarteten Skylake-Prozessoren die Voraussetzungen schaffen: Dabei sollen auch an der Chipsatz-Southbridge PCIe-3.0-Lanes bereitstehen. Hier ist derzeit noch PCIe 2.0 üblich, das mit 500 MByte/s pro Lane aber hinter SATA 6G zurückbleibt; PCIe 3.0 x1 liefert 1 GByte/s.

Der 88NV1140 soll auch ohne DRAM-Puffer für hohe Performance sorgen, was Kosten und Leistungsaufnahme drückt. Marvell will ihn auch in einer Bauform zur Integration in Multi-Chip-Module verkaufen – das würde NVMe-SSDs ermöglichen, die ähnlich winzig ausfallen wie eMMC-Flash.

Der Marvell 88NV1120 arbeitet ähnlich wie der 88NV1140, kommuniziert aber per AHCI und SATA 6G . (ciw)

Server-Stromkabel mit Verriegelung

Im Kabelgewirr von Server-Racks kann es passieren, dass bei Wartungsarbeiten der falsche Stromstecker aus der Mehrfachsteckdose oder dem Netzteil rutscht – oder erst gar nicht komplett eingesteckt wird. Derartige Pannen sollen die Zlock-Stromkabel von Daxten durch Verriegelungen verhindern. Das klappt laut Daxten mit handelsüblichen, also nicht modifizierten Netzteilanschlüssen nach IEC 60320 C14, in die C13-Stecker passen – auch Kaltgeräteverbinder genannt –, sowie in die ähnlichen Mehrfachsteckdosen, die in Server-Racks üblich sind.

Einzelpreise für die Zlock-Kabel verrät Daxten bisher nicht. Eine ähnliche Lösung ist unter dem Namen IEC-Lock jedoch schon länger auf dem Markt; hier wird der Stecker aber oft nur einseitig verriegelt. Bei Digikey gibt es Kabel mit IEC-Lock und Schukostecker ab etwa 14 Euro. (ciw)

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