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Chinesische Smartphone-Hersteller wachsen

Den Statistiken des Marktforschungsinstituts Gartner zufolge hat Samsung innerhalb eines Jahres mehr als 20 Prozent seines Marktanteils eingebüßt. Auch in absoluten Zahlen verkauft Samsung weniger: 24,4 Millionen Geräte im dritten Quartal 2014 gegenüber 32,2 Millionen im Vorjahresquartal. Der weltweite Smartphone-Markt wuchs gleichzeitig um 20 Prozent von 250 auf 300 Millionen Geräte. Für den ersten Platz reicht es aber noch dicke, Samsung verkauft fast doppelt so viele Smartphones wie der zweitplatzierte Apple.

Größter Gewinner ist der chinesische Hersteller Xiaomi, der seinen Anteil verdreifachen konnte und auf Platz vier zwischen den fast zahlengleichen, ebenfalls chinesischen Huawei auf drei und Lenovo auf fünf anstieg. Xiami konnte die Stückzahlen sogar um mehr als den Faktor vier steigern.

Kaum Bewegung gab es bei der Verteilung der Betriebssysteme: Android liegt uneinholbar vorn, gefolgt von iOS. Beide legten noch einmal zu, auf Kosten von Windows Phone und BlackBerry OS. Während Windows Phone immerhin leicht von 8,9 auf 9 Millionen steigende Stückzahlen verbuchen konnte, fiel der Blackberry-Verkauf von 1,8 auf 0,8 Millionen Geräte. Den größten Anteil zum Wachstum des Smartphone-Markts trugen Osteuropa, der Nahe Osten und Afrika bei, dort soll es rund 50 Prozent betragen haben. In Westeuropa hingegen ging der Absatz um fast 6 Prozent zurück.

Zu den 300 Millionen Smartphones kamen laut Gartner noch 150 Millionen normale Handys hinzu. Hiervon stammen rund 43 Millionen von Nokia und 21 Millionen von Samsung, auch LG schafft in der Summe dann den Sprung in die Top 5. Die Zahlen sagen allerdings wenig über die Gewinne aus: Apple verdiente trotz niedrigerer Verkaufszahlen alleine mit iPhones und iPads rund 5 Milliarden US-Dollar – Samsung nur 1,6 Milliarden. (jow)

Blackberry-Smartphone mit Trackpad und Tastatur

Das Blackberry Classic soll dank Tastatur und der klassischen Leiste mit vier Knöpfen und einem Touchpad vor allem Kunden gefallen, die das inzwischen in die Jahre gekommene Bold immer noch schätzen. Es lässt sich mit einer Hand bedienen, sogar nur per Touchpad ganz ohne den Touchscreen. Die Leiste hat Tasten für Menü, Zurück, Anruf annehmen und Auflegen. Durch den Metallrahmen und das vergleichsweise hohe Gewicht von 178 Gramm wirkt es wertig; die griffige Rückseite bietet guten Halt.

Die Hardware entspricht weitgehend der des BlackBerry Q10: Zweikernprozessor mit 1,5 GHz, 2 GByte Speicher, 16 GByte Flash, SD-Slot, Kameras mit 8 und 2 Megapixel. Das Display ist ebenfalls quadratisch, aber größer: 3,5 Zoll Diagonale mit 720 × 720 Punkten (294 dpi). Die USB-Buchse trägt per SlimPort auch ein HDMI-Signal. LTE in den deutschen Bändern wird unterstützt; das 11n-WLAN-Modul beherrscht 2,4 und 5 GHz. Radio, Bluetooth 4.0 und NFC sind eingebaut.

Die Laufzeit soll 22 Stunden betragen, was dank fettem Akku (2515 mAh) nicht unrealistisch erscheint. Das Classic kostet bei Blackberry und den Providern 430 Euro, einige Händler wie Amazon bieten es etwas günstiger an. (jow)

Mobil-Notizen

Während immer mehr Smartphones ein Update auf Android 5 oder direkt 5.0.1 bekommen, plant Google angeblich, Android 5.1 schon im Februar zu veröffentlichen. Die Version soll den Lautlos-Modus wiederbeleben, weniger Strom für WLAN-Verbindungen benötigen, und die Systemstabilität erhöhen.

Forscher von IBM wollen ausgediente Notebook-Akkus zu LED-Lampen für arme Länder umbauen. In einer Stichprobe enthielten sie im Schnitt noch 64 Prozent ihrer Nennkapazität, was ausreiche, um eine Lampe pro Ladung für mehrere Stunden zu versorgen. Ein Test in den Slums von Bangalore sei erfolgreich verlaufen, man müsse die Kabel jedoch noch besser gegen Ratten absichern.

Das Startup Flintu will per Kickstarter ein kleines Lademodul für Smartphones aus einer 9-Volt-Batterie finanzieren, das man als Notlösung am Schlüsselbund trägt. Die Entwickler schätzen, aus einer Batterie bei 3,7 Volt immerhin 800 mAh herauszubekommen, was aktuelle Smartphone-Akkus auf etwa ein Drittel bis ein Viertel aufladen würde. Das Plan V genannte Modul soll rund 10 Euro kosten und im Februar als Micro-USB-Version fertig sein. Im März soll eine Lightning-Version für iPhones folgen.

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