Heißer Winzling

Test & Kaufberatung | Kurztest

Der besonders kleine USB-Stick Ultra Fit USB 3.0 von Sandisk verschwindet fast ganz in der USB-Buchse. Er überträgt Daten zwar sehr flink, erwärmt sich jedoch auch kräftig.

Bisher gab es entweder sehr schnelle, aber große USB-Sticks oder besonders kleine, aber langsame. Mit der „Ultra Fit“-Serie füllt Sandisk die Nische der winzigen, aber schnellen USB-Speicher: Wir konnten beim Lesen etwas mehr als die versprochenen 130 MByte/s messen. Beim Schreiben schwankt die Datentransferrate anfangs stark, pendelt sich dann aber über 90 MByte/s ein.

Doch die Raserei hat einen Nachteil: Wenn der Mini-Stick bloß in der USB-Buchse steckt – also ohne Zugriffe –, erwärmt er sich spürbar, wir maßen rund 40 Grad Celsius. Er nimmt dann etwa 0,8 Watt auf, die er wegen seiner winzigen Abmessungen schlecht an die umgebende Luft abstrahlen kann: Es ragen nur etwa 8 Millimeter aus der Buchse heraus. Bei dauernden Schreibzugriffen wurden unsere Testmuster über 50 Grad heiß. Die Datenerhaltungszeit (Retention Time) bei Flash-Speicher hängt auch von der Temperatur ab; laut Sandisk wurde das bei der Entwicklung und der Auswahl der Speicherchips berücksichtigt. Sandisk gewährt fünf Jahre Garantie.

Auch andere schnelle USB-3.0-Sticks schlucken bis zu 1,5 Watt Leistung, bleiben wegen ihrer größeren Außenfläche aber kühler. Bei Desktop-PCs und Notebooks mit starken Akkus fallen 0,8 Watt zusätzliche Leistungsaufnahme kaum auf. Bei Tablets und flachen Notebooks kann ein solcher Verbraucher die Akkulaufzeit aber spürbar verkürzen – hier sollte man den Ultra Fit USB 3.0 nur so lange einstecken, wie man ihn wirklich nutzt. (ciw)

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