Tinte im Abo

HPs Tintenservice Instant Ink

Test & Kaufberatung | Test

HP bietet mit „Instant Ink“ ein Tintenabonnement an, bei dem man statt pro Patrone pro gedruckter Seite zahlt. Bequemerweise ordert der Drucker rechtzeitig Tintennachschub, den HP kostenfrei ins Haus liefert. Der Haken: HP erhält dabei tiefe Einblicke in das Druckverhalten des Kunden.

Mit dem Tintenliefer-Service Instant Ink sparen Kunden laut HP bis zu 50 Prozent der üblichen Tintenkosten. Außerdem soll stets genug Tinte im Haus sein, ohne dass man sich um Nachschub kümmern müsste: Der Drucker analysiert das Druckaufkommen und veranlasst via Internet die Zusendung einer Ersatzpatrone. Dabei rechnet er die Versanddauer und den durchschnittlichen Tintenverbrauch mit ein, sodass der Vorrat nie zur Neige geht.

Der Instant-Ink-Dienst funktioniert nur mit ausgewählten neueren Multifunktionsdruckern von HP. Dazu gehören die Envy-Modelle 4500, 5530, 5640 und 7640 sowie die Officejets 4630 und 5740. Die für den Hausgebrauch gedachten Modelle arbeiten mit Kombipatronen mit integriertem Druckkopf (HP 62 und 301). Außerdem gibt es Instant Ink für die größeren Officejet-Pro-Geräte mit Einzeltinten 8610 und 8620 (Patronen HP 950/951) und 8630 (HP 934/935). Auf www.instantink.de kann man die kompatiblen Geräte nachschauen. Nach Registrierung des Druckers bei HPs Cloud-Dienst „HP Connected“ meldet außerdem die Dienste-Website, ob sich das jeweilige Gerät für Instant Ink eignet. ...

Erfahrungen mit HP Instant Ink

Tintenabo-Kunde zu werden ist relativ einfach: Zuerst kauft man beim HP-Händler zusammen mit dem Drucker oder später eine Prepaid-Registrierungskarte für Instant Ink. Mit der Karte zahlt man den ersten Monatstarif. Abhängig vom gewünschten Druckkontingent sind das drei, fünf oder zehn Euro. Zum Abschluss des Abonnements gibt man den Karten-Code auf der Website www.instantink.de ein. Die folgenden Monatskontingente zahlt man mit Kreditkarte oder per Lastschrift.

Nach der Aktivierung trifft ein paar Tage später das Instant-Ink-Begrüßungspaket ein. Dieses enthält außer der Tinte ein vorfrankiertes Post-Kuvert zur Rücksendung der verbrauchten Patronen an HP. Braucht man weniger Druckseiten pro Monat als gedacht, lässt sich der gewählte Tarif per Mausklick online wechseln – oder auch kündigen.

Ungenutzte Seiten verfallen nicht, sondern werden in die Folgemonate übernommen. Für umfangreichere Druckaufträge kann man so ein wenig ansparen. Die Obergrenze liegt beim Doppelten des normalen Monatskontingents: Wer also das 100-Seiten-Abo abgeschlossen hat, kann maximal 100 Seiten übernehmen, selbst wenn er mehrere Monate hintereinander kaum gedruckt hat. Der Rest verfällt.

Auf einem Windows-PC mit installiertem HP-Druckertreiber erschienen nach Abschuss des Tintenabos automatisch Nachrichten zu Instant Ink, ganz ohne zusätzliche Software. Als die Gültigkeit für die angegebene Kreditkarte abgelaufen war, meldete dies der Treiber bei jedem Druckvorgang in einem Fenster.

Trotz der noch unbezahlten Tinte konnte man weiterhin drucken. Offensichtlich gewährt HP dem Kunden eine Übergangsfrist zum Aktualisieren des Zahlungsmittels. Den Drucker selbst legt HP nicht lahm. Wer möchte, kann das Abo jederzeit kündigen, reguläre Patronen in seinen Drucker einsetzen und damit sofort weiterdrucken.

Die Instant-Ink-Seite auf dem HP-Connected-Webportal liefert für jeden registrierten Drucker nützliche Informationen über das aktuelle Kontingent und angesparte Restseiten. Für von HP versendete Patronen findet sich hier ein Link zum Tracking des Päckchens. Während der Probephase war aber nicht immer nachvollziehbar, wo sich die Sendung gerade befand und wann diese eintreffen sollte. HP arbeitete zu dieser Zeit mit verschiedenen Paketdiensten zusammen, die nicht immer aktuelle Tracking-Informationen lieferten.

Ein anderes Feature sucht man im HP-Connected-Webportal bisher vergeblich: Man kann keine Urlaubspause eintragen – insbesondere für Heimanwender ein Problem. Mangels einer Option zum Aussetzen der Abo-Mitgliedschaft müssen Kunden auch während ihrer Abwesenheit für den ungenutzten Tintenabo-Dienst weiter bezahlen.

Beim größten Tarif mit 300 Seiten pro Monat kostet jede Druckseite gut drei Cent. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Schwarzweiß-Briefe, bunte Präsentationen oder Farbfotos im DIN A4-Vollformat handelt. Um diesen relativ günstigen Seitenpreis zu erzielen, muss man allerdings jeden Monat das gesamte Seitenkontingent verbrauchen. Das animiert dazu, mehr zu drucken als nötig. (Eric Tierling)

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