Da Vincis Code

3D-Drucker und 3D-Scanner in einem Gerät für 800 Euro

Test & Kaufberatung | Test

3D-Drucker gibt es inzwischen schon für unter 500 Euro. Doch wo sollen die Vorlagen herkommen? Recht bestechend ist Idee eines 3D-Kopierers, der auf Knopfdruck die Kopie eines Gegenstandes herstellt. Der Da Vinci 1.0 AiO des taiwanischen Herstellers xyzPrinting soll diese Idee ins Wohnzimmer bringen.

Die Bezeichnung AiO für „All in One“ scheint für den Da Vinci 1.0 etwas übertrieben. In der Welt der Papierbeschmutzung versteht man darunter Geräte, die außer Drucken und Scannen mindestens noch kopieren und faxen können. Der Da Vinci vereint lediglich 3D-Drucker und 3D-Scanner in einem Gehäuse. Kopieren, also ohne weitere Eingriffe Gescanntes sofort auf dem Drucker wiedergeben, kann er schon mal nicht. Das scheitert bereits daran, dass Drucker und Scanner sich den Innenraum als Vorlagefläche des Scanners respektive Bauraum des Druckers teilen. Bevor ein Druck starten kann, muss folglich das 3D-Objekt von der Vorlage entfernt werden, sonst stünde es seinem Klon im Wege. Aber das ist nur der augenfälligste Grund.

Der Vorteil der gemeinsamen Platznutzung liegt darin, dass das Gerät relativ kompakt bleibt, also nicht viel größer ist, als ein 3D-Drucker mit diesem Bauraum (je 20 cm in allen Richtungen) es wäre. Relativ deshalb, weil das eben immer noch ein ziemlich klobiges Gerät ergibt. Der Da Vinci ähnelt so einer etwas überdimensionierten Mikrowelle.

Video: XYZprinting da Vinci 1.0 Ai0

Seine Vordertür kann man auch während des Druckens oder Scannens öffnen. Warnschilder weisen auf die Gefahren hin, sich die Hand zu verbrennen oder einzuklemmen. Wie bei vielen Selbstbau-Druckern auch erfolgt die Bedienung des Da Vinci über ein vierzeiliges Textdisplay. Von Bedienung am Gerät mag man eigentlich nicht recht sprechen, außer der Sprachauswahl zwischen Englisch und Chinesisch, ein paar Informationen über Betriebszustand und Filamentvorrat ist nicht viel los. Ein Speicherkarteneinschub etwa für den direkten Druck ohne PC fehlt zum Beispiel. Bleibt die Bedienung per Rechner und Software. ...

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