Trends & News | News

Router mit drei Funkmodulen

Die Netzwerkausrüster D-Link und Trendnet haben neue Router mit je drei Funkmodulen vorgestellt. Zwei Module senden im 5-GHz-Band, eines im 2,4-GHz-Band. D-Links Gerät hört auf den Namen DIR-890L, der Router von Trendnet heißt TEW-828DRU. Beide Hersteller bezeichnen ihre Produkte als Triband-Geräte, obwohl sie nur auf zwei Funkbändern senden. Einen ersten Vorgeschmack auf echtes Triband hat Qualcomm hingegen auf der CES geliefert. Ein dort vorgestellter Prototyp nutzt zusätzlich das 60-GHz-Band.

Die zwei 5-GHz-Module der Router übertragen jeweils nach dem IEEE-Standard 802.11ac bis zu 1300 MBit/s brutto mit drei separaten Datenströmen (3-Stream-MIMO). Beide 5-GHz-Funkzellen verwenden dieselbe SSID und erscheinen damit als eine logische Einheit. Unterschiedlich schnelle 11ac-Clients teilen die Router in zwei Gruppen auf und weisen sie verschiedenen Funkmodulen zu. Zudem kann man ein Gastnetz aufspannen.

Im 2,4-GHz-Band bringen es der D-Link und der Trendnet gemäß IEEE 802.11n auf 450 MBit/s brutto. Nutzt die Gegenstelle die bei 2,4 GHz proprietäre und wenig verbreitete QAM256-Modulation, so sind maximal 600 MBit/s brutto möglich. Zur Funkübertragung kommen bei beiden Geräten jeweils sechs Antennen zum Einsatz.

Im Inneren des Trendnet TEW-828DRU arbeiten der Broadcom-Chipsatz 5G WiFi Xstream und ein 1-GHz-Dual-Core-Prozessor. Beim DIR-890L gibt D-Link den Chipsatz nicht an, er nutzt jedoch ebenfalls eine 1-GHz-Dual-Core-CPU. Für verkabelte Verbindungen kommen vier Gigabit-Anschlüsse sowie jeweils ein USB-3.0- und ein USB-2.0-Port zum Einsatz.

Trendnet will seinen Router im Februar für 249 Euro auf den Markt bringen. D-Link peilt die Veröffentlichung für Mai an. Der Preis lag bis zum Redaktionsschluss nicht vor. (fkn)

WLAN-Winzling

Sitecom hat den USB-WLAN-Adapter WLA-3001 so klein wie einen Bluetooth-Dongle konstruiert. Das zierliche Gerät überträgt nach dem IEEE-Standard 802.11ac bis zu 433 MBit/s brutto im 5-GHz-Band. Im 2,4-GHz-Band schafft es 150 MBit/s brutto gemäß IEEE 802.11n. Der niederländische Netzwerkausrüster richtet sich mit dem WLAN-Dongle an Besitzer älterer Notebooks, die ihre Computer für das 5-GHz-Band tauglich machen wollen und den Adapter permanent stecken lassen. Der WLA-3001 kostet rund 25 Euro. (fkn)

Schlanke Switches mit Kabelmanagement

Die Gigabit-Smart-Switches der Click-Switch-Reihe von Netgear sehen fast aus wie Steckdosenleisten und sollen sich unauffällig und ohne Kabelgewirr etwa in Büros und Wohnräumen einfügen. Die Amerikaner vertreiben ein Modell mit acht Anschlüssen (GSS108E) für 65 Euro und ein 16-Port-Modell (GSS116E) für 180 Euro. Zwei nur Strom führende USB-Buchsen am GSS108E laden etwa Smartphones auf.

Beide Switches lassen sich über ein Webinterface konfigurieren, legen getrennte virtuelle Netzwerke nach IEEE 802.1Q an, beherrschen IGMP-Snooping und priorisieren Datenpakete anhand der Verkehrsart (Type of Service, TOS) oder mittels DSCP-Prioritätsstufen. Zur Analyse des Datenverkehrs bieten beide Geräte Port Mirroring an. Der 16-Port-Switch GSS116E fasst zusätzlich bis zu acht Anschlüsse zu einer Gruppe zusammen (Link Aggregation nach IEEE 802.3ad), um den Datendurchsatz zu erhöhen.

Der Name der Serie leitet sich von der mitgelieferten Halterung ab, mit der man ein Gerät etwa mit der Rückseite direkt an einer Wand festklicken kann. So fallen die kompakten Switches kaum auf. (fkn)

Netzwerk-Notizen

In den VPN-Routern der RS-Serie von Bintec Elmeg lässt sich seit Januar mit einem Lizenz-Upgrade die maximale Anzahl an VPN-Tunneln von fünf auf 30 Tunnel erhöhen. Die Lizenz kostet 200 Euro und gilt für die Geräte RS123, RS123w, RS353a, RS353aw, RS353j, RS353jv, RS353jw, RS353jwv und RS353jv-4G.

Am Internet-Austauschknotenpunkt De-CIX in Frankfurt wurden zum Jahresbeginn bis zu 3,7 TBit/s übertragen. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit der Gesamt-Traffic um rund 25 Prozent gestiegen, was etwa auf die zunehmende Verbreitung von HD-Video-Streaming, Online-Spielen und Big Data zurückgeht.

Zyxels Business-AP NWA1100-NH ist der Nachfolger des NWA1100-N. Er besitzt eine um 2 dBm höhere äquivalente isotrope Strahlleistung und überträgt nach dem IEEE-Standard 802.11n bis zu 300 MBit/s brutto im 2,4-GHz-Band (2x2 MIMO). Auf ein Modul für 5 GHz hat der Hersteller wie beim Vorgänger verzichtet.

Artikel kostenlos herunterladen

Anzeige